Wochenbett & Respekt

Mir wurde auch in diesem Wochenbett wieder bewusst, dass diese sensible, erste Zeit nicht immer respektiert wird. Worin mögen die Gründe liegen? An unserer Leistungsgesellschaft? Daran, dass es bei uns nicht die Bedeutung und Wertschätzung geniesst wie in anderen Kulturen? Oder einfach darin, dass die meisten es nicht (mehr) oder nicht als so anstrengend kennen? Es wäre schön, wenn sich dies ändern würde… am meisten Respekt bringen Mütter auf, die selber noch (kleine) Kinder haben und sich an ihre eigene Zeit im Wochenbett erinnern. Kinderlose haben meiner Meinung nach kaum ein Gespür dafür. Wahrscheinlich sagt ihnen oft nicht mal der Begriff etwas, geschweige denn die Bedeutung. Ihnen ist deshalb kein Vorwurf zu machen denn sie kennen es ja nicht und haben es wahrscheinlich auch nicht bei anderen miterlebt.

Das Leben läuft für sie weiter wie schon vor der Geburt. Nicht aber für die Familie des Neugeborenen. Es sei denn es gibt null „Probleme“ und alle schwelgen auf Wolke 7. Aber wer hat schon ein Baby, das ab Tag 1 die Nächte durchschläft und niemals weint? Alle müssen erst mal ankommen: das Baby ausserhalb des Mutterleibs mit so vielen Veränderungen, die Familie als solche, die Geschwister, die Eltern – das alles braucht Zeit. Einen Rhythmus gibt es oft lange nicht, das Baby bestimmt den Tagesablauf.

Und so melden sich eben die Nichtwissenden auch untertags auf dem Festnetz, meist dann, wenn ich gerade eingeschlafen bin. Abschalten ist keine Option, könnte ja die Schule anrufen…
Sie kommen ohne Voranmeldung vorbei, klingeln an der Tür und erwarten, dass man sie reinbittet und Kaffee serviert und ihnen zuhört, meist dann, wenn das Baby gerade eingeschlafen ist und man endlich, eeendlich Zeit hätte, um, sich selber hinzulegen, unter die Dusche zu gehen oder an den PC. Oder man noch mit den Kindern raus wollte. Egal, was…
Manche sind vielleicht enttäuscht, dass das Baby nicht wie eine Puppe herumgereicht wird weil es vielleicht gerade schläft, stillt oder weint. Aber so läuft das eben nicht… noch nicht. Je älter das Baby, desto wacher und desto eher darf es auch mal jemand auf den Arm nehmen…
Ich bin keineswegs ein total asozialer Mensch – im Gegenteil: ich lade gerne Besuch ein. Gern auch zum Essen. Wenn ich gerade kein Neugeborenes habe. Dann, wenn es mir zeitlich eben gut passt.

wochenbett-titelZur Veranschaulichung… hier eine ganz persönliche Skizze von mir, die meine/unsere kleinen und grösseren Hindernisse im Wochenbett darstellen („trinkschwach“ ist übrigens der falsche Begriff, aber mir viel nichts ein, das die damalige Situation kurz und knapp umschreiben würde). Hätte es mehr Platz auf dem Foto gehabt, ich hätte noch mehr geschrieben. Das zeigt die ersten zwei Wochen, die am schlimmsten waren, v.a. psychisch (mir fällt erst jetzt ein, dass ich das als Herz und Hirn bezeichnet habe, was eigentlich v.a. seelisch war…). Bis heute hält das eine oder andere „Problemchen“ an und dazwischen, so viel Platz war nicht, gibt es auch immer wieder Organisatorisches: das Programm der Grossen (Turntasche am Mittwoch, Waldspielgruppe am Donnerstag, Schwimmen am Freitag, eine Geburtstagsparty), Besuche beim Kinderarzt und Osteopathen, Besuche der Hebamme, die Haushaltshilfe instruieren, Formulare, Briefpost, Rechnungen, Ihr wisst schon…
Ich war es vorhin gewohnt, viel Schlaf und Zeit zu haben. Die Umstellung fiel mir nicht einfach so in den Schoss, es braucht Zeit. Während ich mittlerweile tagsüber nicht mehr hinlege, auch nach miesen Nächten nicht, weil ich einfach nicht abschalten kann, muss ich meine Zeit gut einteilen.
Und wegen all dem, nehme ich es mir heraus, ein Egoist zu sein im Wochenbett. Ich nehme es mir heraus, Besucher an meinen Mann zu delegieren und demonstrativ meinen Kram zu machen. Oder mit dem Zaunpfahl zu winken: „oh, Ihr kommt um die Grossen mit an die frische Luft zu nehmen? Super! Wir haben das heute leider nicht geschafft…“ (Leider versteht nicht jeder den Wink… Bis es mir besser geht, bis alles eingespielt ist. Ich nehme es mir heraus, trotzdem den ein oder anderen Besuch zu empfangen (auf Voranmeldung 😉 und ich nehme es mir heraus, trotzdem eine gewisse Unterstützung einzufordern, auch wenn das bedeutet, dass ich ganz gastunfreundlich einfach nur das Essen an der Tür empfange oder das grosse Kind durchschiebe und den Helfer wieder verabschiede. Dafür bin ich natürlich dankbar und werde mich bestimmt irgendwann revanchieren weil man diese Art von Hilfe nicht vergisst. Des Weiteren würde ich mir vorbehalten, ein Schild an die Tür zu hängen: „Bitte nicht klingeln, hier schlafen ein Neugeborenes – und seine erschöpfte Mutter.“
Spätestens im Sommer sind wir dann wieder gewohnt gastfreundlich… aber: auch dann haben wir Besuche lieber auf Voranmeldung. Nicht, dass wir nicht spontan sind, aber vielleicht wollten wir gerade mit den Kindern raus und servieren den Kaffee drum lieber erst in 2 Stunden? Dafür mit Keksen…

In diesem Sinne hoffe ich, man verzeihe mir die enorme Kratzbürstigkeit, die Heulerei, die Panikattacken, den miserablen Auftritt mit ungewaschenen Haaren und Augenringen und und und…
Immerhin… die letzten Wochenbetten brauchten ihre 8 Wochen. Jetzt fühle ich mich nach 3 Wochen schon wieder ziemlich im Alltag und irgendwie, trotz fehlendem Rhythmus und viel Fremdbestimmtheit… ANGEKOMMEN 🙂
Ja, man darf wieder tagsüber anrufen. Und auf Voranmeldung vorbeikommen – da finden wir sicher was… 😉 

 

3-Wochen-Update / Geschwisterbande

3 Wochen alt ist die Baby-Maus nun schon und weil ich gebeten wurde, mal zu erzählen wie es den Grossen mit der Kleinen geht, werde ich das heute gerne ein wenig ausführlicher tun. Die Fakten zum Wochenupdate folgen dann weiter unten…

Irgendwie war ich auf Vieles gefasst, aber dennoch optimistisch. Es ist so, dass der Grosse damals nach der Ankunft der Maus extreme Mühe hatte. Man merkte ihm an, dass seine Welt aus den Fugen geriet. Nächtelang konnte er nicht alleine sein und mein Mann blieb jeweils die ganze Nacht bei ihm im Zimmer auf einer Matratze neben seinem Bett und hielt Kontakt. Das war v.a. für den Mann sehr anstrengend, denn ab 20 Uhr war er in diesem Zimmer und konnte selber kaum schlafen denn der Grosse war extrem unruhig und weinerlich. Ich bin ihm sehr dankbar dafür, dass er damals für den Grossen da war. Irgendwann wurde es besser… die beiden sind heute mal sehr lieb und friedlich miteinander, mal wie Hund und Katz… normal halt… wobei man dem Grösseren schon noch anmerkt, dass er mal vom Thron gestossen wurde. Er teilt sehr ungerne, er gönnt der Schwester kein Krümelchen mehr als ihm, es wird alles immer genauestens abgewogen.
Nun aber zur aktuellen Situation. Die Grossen sind nun wirklich schon gross und konnten natürlich die ganze Schwangerschaft über „vorbereitet“ werden bzw. für sie war es schon greifbarer als damals für einen noch nicht mal 2-Jährigen, was hier „geschieht“. Sie begannen dann, als wir ihnen sagten, dass das Baby bald zur Welt kommen würde, nervös zu werden, unruhig. Die Maus hatte sogar ein wenig Angst, einzuschlafen weil sie fürchtete, dass wir mitten in der Nacht ins Spital fahren und sie alleine lassen würden.
Als sie mich dann am Mittag nach der Geburt abholten, war die Freude über das Baby aber gross und beide sehr lieb zu ihr. Das ist bis heute so geblieben. Der Grosse sagt, er sei dankbar und froh, dass wir ein gesundes Baby bekommen haben, die Maus kommt sehr oft zu ihr um sie zu streicheln, hallo zu sagen, ihr den Nuggi zu geben, beim Stillen zu „helfen“… der Grosse auch ab und zu aber deutlich weniger. Ich denke, Mädchen haben da von Natur aus mehr Interesse 😉
Ansonsten merkt man natürlich, dass ich weniger Zeit und Hände für sie habe, sie mehr selber machen müssen, mehr sich alleine beschäftigen. Für den Grossen ist das weniger ein Thema, er zieht sich stundenlang mit seiner Lieblings-CD ins Zimmer zurück und tüftelt mit seinen Lego. Die Maus kommt aber sehr oft und sagt: „mir ist langweilig“ oder „niemand spielt mit mir“. Eine Zeit lang liess sie sich vom Grossen in ein Lego-Spiel involvieren aber mittlerweile sagt sie, dass sie das nicht mehr mag. Es interessiert sie halt nicht wirklich. Wenn sie sich selber beschäftigt, dann mit Malen, Ausschneiden, den Büchern mit dem Stift; manchmal hilft sie im Haushalt, knetet, macht Rollenspiele. Die Gspänli fehlen bisweilen beiden. Ich bin derzeit nicht mobil und es ist heutzutage auch immer schwieriger, etwas auszumachen. Wenig spontan, da viele ein straffes Wochenprogramm haben und wenig Zeit. Oder zu weit weg sind… oder, oder, oder… ich hoffe, dass das bessert wenn sich bei wärmerem Wetter das Leben wieder automatisch mehr nach draussen verlagert.

Familienbett, partielle Weiterführung
Da ich nach der Geburt „ausgezogen“ bin ins Mauszimmer, allein mit dem Baby, schlafen die Grossen nun alleine mit dem Papa im Familienbett. Und dort merkt man wohl am meisten, dass eine Veränderung stattgefunden hat. Mein Mann muss oft in die Mitte liegen und berichtete dennoch über unruhige Nächte und Kinder, die „fast in ihn hineingekrochen“ seien, die sich viel bewegten im Schlaf. Ich schätze, dass sie so das Neue in ihrem Leben verarbeiten.

Nun bin ich gespannt, wie die beiden reagieren sobald die Baby-Maus mobil wird und etwas „mitmischen“ kann bzw. wenn die Grosse mit der Kleinen mehr „anfangen“ kann, mit ihr „spielen“ im weitesten Sinne… ich bin froh, dass die verschluckbaren Kleinteile (Lego!) alle in den Zimmern der Grossen sind, so dass die Baby-Maus unten gefahrlos herumkrabbeln kann. Aber noch dauert es bis es soweit ist 😉

Auf jeden Fall war es gut, dass die Kleine mit einem grösseren Abstand zur Welt kam. Für mich wäre es kaum vorstellbar, drei kleine Kinder zu managen und ich denke auch die Eifersucht hält sich so wirklich sehr in Massen, auch wenn ich nichts verschreien will, das kann sich ja wieder ändern… aber ich hoffe nicht… das einzige „Problem“ wird sein, dass die Kleine nicht ewig Gspänli haben wird. Die Grossen werden in 3-4 Jahren wahrscheinlich kaum mehr Interesse daran haben, mit einem Kleinkind zu spielen bzw. sie werden dann mit Schule und Freizeit recht eingespannt sein. Aber das lassen wir alles langsam auf uns zukommen…

Baby-Maus-Update
Die Hebamme kam letzte Woche zum letzten Mal und wog die Kleine. Sie hatte zugenommen, nicht wahnsinnig viel, aber es war wohl zufriedenstellend. Viel Schoppen hatte ich nie geben müssen und mittlerweile versuchen wir es ohne und es klappt ganz gut, wobei ich dann doch froh bin, wenn ich zum Termin für den Hüftultraschall beim Kinderarzt dann vielleicht nochmals ein Gewichts-Update bekomme. Die Sicherheit, dass sie genug erwischt, habe ich nicht zu 100 Prozent, aber sie hat nasse Windeln bzw. pieselt ins Töpfchen, sie schläft recht gut und auch mal länger (leider nur tagsüber, nachts erwacht sie im 2-3h-Takt).
Stilltechnisch möchte ich das Hütchen auf der linken Seite irgendwann los werden. Mittlerweile kommt hier mehr Milch, wenn auch nicht so viel wie rechts. Und wenn ich sie nicht in der Wiegehaltung stille, geht es auch mal ohne Hütchen aber leider schmerzt es an dieser Seite wieder etwas, obwohl keine Verletzung oder so erkennbar ist. Ich hoffe das geht wieder weg…
Der Wochenfluss ist praktisch versiegt, die Naht stört mich kaum. Der Rücken macht das viele Tragen noch nicht so gut mit, aber ich denke das kommt mit dem „Üben“. Heulen muss ich derzeit nicht mehr viel, Gott sei Dank, und tagsüber lege ich mich nun nicht mehr krankhaft hin, mein Körper scheint sich also an das Schlafmanko gewöhnt zu haben. Naja, fast… tagsüber habe ich schon mal eine Krise und denke, ich müsse jetzt sofort schlafen, aber das überwinde ich meistens auch… Allerdings gehe ich mit der Maus ins Bett, auch wenn es erst 19.30 Uhr ist. Sehr zum Leidwesen meines Mannes, aber ich schlafe meist schnell ein und brauche es wohl, ansonsten könnte ich vielleicht auch wach bleiben bis zum nächsten Stillen. Ich nehme es, wie es kommt, die Kleine ist ja noch jung und sobald sich der Nachtschlaf gut eingependelt hat, kann ich auch mal versuchen, länger unten zu bleiben…

Die Baby-Maus ist nun auch, wie damals die Grossen mit Eingewöhnung ab Mitte August (7 Monate ist sie dann) an zwei Vormittagen die Kita im Ort besuchen. Die Kita habe ich durch die Grossen und die Maus, die heute noch gerne hingehen würde, als sehr gut geführt empfunden, die Betreuerinnen als herzlich und das Angebot vielseitig. Die Maus hatte zwar ihre Phasen, in denen sie nicht gerne hin ging, aber im letzten Jahr vor dem Kindergarten wäre sie am liebsten täglich hin. Was mich aber am meisten überzeugt hat, war, dass man auf alle meine noch so extrigen Wünsche einging. Mittagsschlaf war lange ein Thema, so durfte ich sie später bringen als üblich, man liess mich, wenn sie nicht bleiben wollte, mit ihr reinkommen und ein wenig bleiben bis es ging, obwohl das nicht gang und gäbe ist, etc. Wir liessen uns auch für die Eingewöhnung genug Zeit. Deshalb weiss ich, dass auch die Baby-Maus dort gut aufgehoben sein wird und ich habe dann zwei Vormittage um Trageberatungen auszumachen, zu arbeiten oder sonstige Termine wahrzunehmen. Das war mir wichtig…

Und nun kommt gut durch die Woche! 🙂

Unsere wunderbare Wassergeburt

Diese Geburt hat mich mit den ersten beiden versöhnt, kein Zweifel. Es war eine sehr ruhige und bewusste Geburt, die mich alles wahrnehmen liess. Völlig komplikationslos. Nicht, dass die ersten „schlimm“ waren, aber der Grosse entpuppte sich unter der Geburt als Sterngucker und Zange/Geflügelschere waren von Nöten, da ich mit der PDA da lag und die Maus kam ja derart schnell und kompromisslos auf die Welt, noch fast im Auto, dass ich nicht wusste, wie mir geschah und die Kontrolle abgab. Auch für meinen Mann waren die ersten Geburten nervenaufreibend während er bei dieser ganz entspannt bleiben konnte – ein schönes Erlebnis also für uns alle und auch die Baby-Maus kam sanft zur Welt.
Ich hoffe Ihr mögt die Fotos auch so sehr, wie ich. Die hat mein Mann gemacht… 

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Ja, jetzt kann ich es schreiben: eine Hausgeburt schwebte mir lange Zeit vor, aber als der Termin näherte, wurde mir bewusst, dass ich mich wahrscheinlich nicht wohl fühlen würde, wenn die Kinder hier wären und ginge es nachts los, auch wenn sie schliefen, so fürchtete ich, dass sie geweckt werden. Es kam aber auch nicht in Frage, dass sie jemand mitten in der Nacht holt. Nachdem wir dann reichlich spät endlich die Gebärabteilung besichtigt haben, fühlte ich mich dort gut aufgehoben, die Räume sahen ansprechend aus und ich wusste ja, dass meine Hebamme hier wie da, alleine, an meiner Seite sein würde. Also, lest nun, wie es war:

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Am CTG nach der Ankunft im Gebärsaal…

Schon seit Tagen rumorte es in mir. Vor allem abends spürte ich ganz leichte Kontraktionen, hatte aber nachts dann dennoch meine Ruhe… das kannte ich von den ersten beiden nicht, da ging es einfach irgendwann Mitternacht los. So rechnete ich dann auch am Sonntagabend, dem 15. Januar, nicht mehr mit einer baldigen Geburt. Aber weit gefehlt… noch vor Mitternacht wurde ich von Kontraktionen geweckt, die schon ein wenig stärker waren als an den vergangenen Tagen. Irgendwann stand ich auf, richtete ein paar Dinge und als ich mir der Sache sicher war, weckte ich kurz vor 1 Uhr meinen für einmal tief schlafenden Mann… auch er hat irgendwie nicht mehr damit gerechnet, denn die Nächte davor, fragte er mich jedes Mal, wenn ich aufstand, um auf’s Klo zu gehen, ob es los gehe.
Während ich dann Hebamme und Spital informierte, da ich aufgrund der schnellen Geburt der Maus kein Risiko eingehen wollte, rief er seine Mutter an, die innert 10 Minuten hier war. Wir fuhren gleich los. Die Fahrt war gut auszuhalten dieses Mal 😉
Im Spital angekommen, gegen 01.30 Uhr, wurde ich erstmal auf der bequemen Gebärliege ans CTG gehängt. Es war still, wenig Licht, angenehm. Es stand Wasser bereit, meine Hebamme legte Sachen parat, schrieb Dinge auf und ich veratmete, was da so anrollte, noch gut auszuhalten soweit. Die Wehen kamen nicht mehr, wie zuhause, im 5-Minuten-Takt, alles schien sich zu beruhigen. Das CTG zeigte auch kaum mehr welche an, die Herztöne waren gut. Mein Mann dachte, es war falscher Alarm, meine Hebamme meinte, dass die volle Blase einen manchmal in die Irre führte, aber ich war mir relativ sicher, dass ich nicht wieder nach Hause muss, auch wenn ich kurz Angst vor einem Geburtsstillstand hatte. Die 3. Geburt, sie begann schon ganz anders irgendwie, es stand alles offen. Doch der Untersuch nach dem CTG ergab einen schon 5-6cm geöffneten Muttermund. Die Wellen zogen wieder an, ich stand auf und veratmete weiterhin während die Wanne gefüllt wurde, da ich mir eine Wassergeburt wünschte, worauf ich weder bei der ersten noch bei der zweiten Geburt eine Chance hatte. Und so legte ich mich, mitsamt CTG, das die ganze Zeit am Bauch blieb, mich aber nicht störte, in die Wanne und veratmete weiter, die nicht ganz regelmässig kommenden Wellen. An dieser Stelle muss ich sagen, dass mir der Hypnobirthing-Kurs, auch wenn ich mich nicht perfekt vorbereitet hatte, wirklich half, denn ich konzentrierte mich einfach, so gut es ging, auf das Atmen. Ab und zu schaute ich auf die Uhr, gespannt, wie lange es wohl gehen würde… irgendwann legte mir die Hebamme noch einen Zugang und entnahm Blut, ich glaube wegen des Rhesus-Faktors (Anti-D, müsst Ihr googeln ;).
Als die Wellen intensiver wurden, kniete ich mich vorne an den Rand und lehnte mich dort an, das ging besser… bei jeder Welle massierte mir die Hebamme den Rücken, auch mein Mann war für mich da. Der Schmerz zeigte sich bald v.a. im unteren Rücken, was bedeutete, dass das Kind tiefer ins Becken rutschte. Die Hebamme untersuchte mich noch mal, sie meinte es fehle nur noch ein kleines Stück. Schon davor reichte das Ausatmen nicht mehr und ich musste tönen, um mit der Intensität des Drucks klar zu kommen. Jetzt, wo ich den Bericht schreibe, habe ich schon wieder vergessen, wie es sich anfühlte. Ein Spaziergang war es nicht, aber ich kann wirklich dankbar sein dafür, wie rasch und doch ruhig alles vor sich ging. Ab und zu legte ich mich nach einer starken Welle wieder hin um zu entspannen oder ich trank einen Schluck Wasser. Das ging eigentlich gut, das Erholen zwischen den Wellen… ich musste nicht gegen einen Sturm kämpfen.
Die Hebamme rief die Ärztin an, die bei der Geburt dabei sein sollte. Ich bekam kurz Panik beim Gedanken, dass noch eine weitere Person im Raum sein würde, jetzt, wo ich so ausgeliefert bin. Aber meine Hebamme beruhigte mich, dass sie gar nichts tun würde. Tatsächlich stand sie dann auch einfach nur im Türrahmen, schaute zu und verschwand dann wieder im Gebärsaal (vom Raum mit der Wanne durch eine Tür getrennt).
Bald war ich am Ziel, es wurde langsam unerträglich, wohl die Übergangsphase. Ein Untersuch zeigte dann auch, dass der Muttermund vollständig eröffnet war. Ich bekam ein paar Globuli, um „loslassen zu können“ und es half. Noch wenige, sehr intensive Wellen und ich spürte, dass die Maus jetzt kommt. Ich konnte nicht anders und schrie sie aus mir heraus. Mein Körper machte es fast von selbst, ich musste keine Kraft aufwenden um zu schieben, es passierte einfach mit mir. Gefühlt kamen Kopf und der Rest fast gleichzeitig. Um 3.36 Uhr war sie da, meine Hebamme fischte sie aus dem Wasser, das schaffte ich selber nicht, und legte sie mir auf den Bauch. Ich konnte es kaum fassen, dass es geschafft war. Ich war überglücklich. Die Baby-Maus hatte auch gleich gequiekt, alles bestens, alles dran J Mein Mann durfte die Nabelschnur durchtrennen, ich sah dabei zum ersten Mal zu. Ich bekam noch etwas gespritzt, damit sich die Plazenta vollständig lösen konnte, was sie dann auch bald tat. Ich musste gar nicht fest drücken und konnte sie dann auch zum ersten Mal, noch in der Fruchtblase, ansehen. Sie war recht gross und wohl auch ziemlich schwer. Das Wasser in der Wanne hatte sich blutrot gefärbt und erinnerte mich an „Der weisse Hai“. Und so half mir die Hebamme dann auch heraus und duschte mich ab. Ich zitterte noch eine Weile wie Espenlaub und wechselte danach mit etwas Hilfe auf die Gebärliege, wo ich erst mal, mit der Baby-Maus auf den Bauch, eine gefühlte Stunde lang unter örtlicher Betäubung genäht wurde. Ja, ich war wieder gerissen, aber dieses Mal weit weniger stark, tief und weit als bei der Maus. Ich hatte dann auch zuhause kaum Probleme mit der Naht.

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Geschafft! Erschöpft, aber glücklich!

Da ich eine ambulante Geburt wünschte, sollte ich die nächsten Stunden noch im Krankenhaus verbleiben, bis Mittag auf jeden Fall. Wir wurden also nach dem ersten Anlegen der Kleinen an die Brust und dem Check-up und Anziehen auf’s Zimmer gebracht, wo mich die Hebamme noch mit Joghurt versorgte (ich war sehr hungrig ;). Mein Mann blieb noch eine Weile, nahm dann einiges an Krempel mit (Wochenbettbinden, Geschenkköfferli und so) um zu Hause seine Mutter abzulösen und da zu sein wenn die Kinder aufwachen. Und eigentlich hätte er ein wenig schlafen sollen, was ihm wohl nicht mehr gelang… ich döste, was ging, denn sobald der Krankenhausbetrieb losging, war an Ruhe nicht mehr zu denken. Ständig kam jemand: von der Pflege, das Frühstück, die Visite, ich bekam nochmals Anti-D in den Zugang und eine furchtbar schmerzende Spritze gegen Thrombose in den Oberschenkel, Formulare kamen, die Fotografin, dann das Mittagessen, das Austrittsgespräch. Natürlich wäre nicht sooo viel los gewesen wenn ich noch geblieben wäre, aber was soll’s… um 13 Uhr kam mein Mann mit den Grossen, die ihre Schwester zum ersten Mal bestaunen und nun auch mit nach Hause nehmen durften.
Ich habe mich nach den ersten schlaflosen Nächten hinterfragt, ob die Entscheidung richtig war. Schliesslich bekam ich nur einmal am Tag für eine Stunde die Chance, eine Fachperson, meine Hebamme, zu sehen. Im Spital hätte ich jederzeit klingeln können. Für Essen wäre gesorgt, die Baby-Maus hätte nachts auf der Station getröstet werden können und mein Mann hätte es mit den Grossen alleine auch besser gehabt (das tut mir schon leid…) Aber in Ruhe schlafen kann man dort eben nie weil ständig jemand reinkommt oder man auch einfach den Betrieb auf dem Gang wahr nimmt. Zudem hätte mir ja niemand garantieren können, dass ich als allgemein Versicherte überhaupt ein Zimmer für mich gehabt hätte. Da hatte ich gerade Glück weil sonst niemand da war. Ob die Entscheidung richtig war, keine Ahnung, aber zuhause fühlte ich mich wohler, wenn auch allein gelassen so ohne „Klingel“ für Notfälle. Aber das musste ich in Kauf nehmen…

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Kuscheln beim genäht werden…

Hier nochmals die Daten der Baby-Maus:

Montag, 16. Januar, 3.36 Uhr
4240g
51cm

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Erstes Stillen…

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1 Woche auf der Welt

Nun ist die Babymaus seit einer Woche da (unglaublich, wie schnell die um war) und es gab hier noch gar kein offizielles Willkommenheissen… aber sicher verfolgt Ihr die anderen Kanäle und sonst habt Ihr es spätestens durch die neue URL und den neuen Header und das Logo 😉 Die erste Zeit ist eben anstrengend für alle, ich bin kaum am PC und zum Schreiben fehlt erst recht die Zeit. Schläft die Maus, versuche ich mich auch hinzulegen, obwohl das nun schwieriger wird ohne Mann im Haus. Der musste seit heute wieder arbeiten gehen. Aber ich habe diese Woche jemanden, der mal den Hauskehr u.ä, macht und die Maus wird morgen Nachmittag von einer lieben Freundin zum Spielen abgeholt und am Mittwoch für eine Geburiparty. So sollte es gehen. Und nächste Woche hat der Mann Verlängertes – perfekt! Die Woche darauf haben die Kinder allerdings Ferien und es wird sicher schwierig denn ich habe mit der Babymaus doch alle Hände voll zu tun und keine Zeit, mit den Kindern zu spielen, so hoffe ich doch sehr, dass sich dann vielleicht wieder jemand findet, der die Kinder mal nimmt, oder zumindest die Maus, die sich doch schnell langweilt…
So… den Geburtsbericht reiche ich nach, sobald ich dazu komme… aber wie verlief die erste Woche… unter meinem typischen Wochenbettmotto:

Drama-Mama!

Ja… nach 5 Jahren erinnert man sich vielleicht faktisch noch an alles, was wahr, an vieles vielleicht auch nicht. Den Schlafmangel verdrängt man und der traf mich hart nachdem ich das letzte Jahr mehr oder weniger durchschlafen durfte. Das Wochenbett war für mich immer der grössere Horror als die Geburt. Der Schlafentzug machte mich zum „Mombie“ (angelehnt an Zombie), legte meine Nerven blank, die Tränen waren immer nahe und flossen bei jedem „mü“ in die falsche Richtung nur noch so aus mir heraus. Nicht nur ich litt darunter, sondern alle. Baby-Blues ist aber normal auch wenn ihn vielleicht nicht alle spüren und es kann auch in eine Depression ausarten, was es zum Glück aber bei mir nicht tat. Es ist so, dass die Baby-Maus anfangs fast einen halben Tag lang (bis in die Nacht hinein also) nicht zur Ruhe kam, zwischen den Tröstversuchen aller Art immer wieder schrie. Danach ist man durch. Man erlebt jede Art von Selbstzweifel, Reue, Schmerz, Tränen, es ist der Horror… man wird mürbe, man zittert nur noch. Eines Nachts konnte ich mich im Halbschlaf nicht mehr an den Namen unseres Babys erinnern, am Tag nicht mehr an unsere Festnetznummer – blankes Hirn. Und ich habe unser Familienbett ja so, so, so vermisst. Die Nähe zu meiner mittleren Maus… aber es machte und macht noch null Sinn, dort wieder einzuziehen, so unruhig wie die Nächte noch sind.
Man beginnt, alle möglichen Kanäle anzuzapfen, um noch mehr Möglichkeiten zu sehen, manchmal hilft einfach reden. Und oft ist es völlig falsch, sich von allen Seiten Tipps zu holen, weil es einen noch mehr verwirrt und man es eigentlich besser wissen sollte. Aber Wochenbett ist Ausnahmezustand, man ist neben sich – möge man es mir verzeihen.
Die Baby-Maus war hungrig und ich konnte ihr noch nicht genug bieten. Zufüttern war dringend nötig um die Situation zu entschärfen und uns zu mehr Schlaf zu verhelfen bevor wir durchdrehen. Ja, auch meinen Mann betraf es logischerweise. Ich war nachts wie auf Nadeln, dass die Maus ja nicht die Grossen weckt, aber das Geschrei störte ihren Schlaf offenbar nicht, Gott sei Dank!
Die Milch reicht jetzt noch nicht aus… die Brustseite, welche die grosse Maus nach 2-2,5 Jahren irgendwann immer mehr bis ganz verweigerte, will einfach nicht so recht Milch produzieren. Die Baby-Maus saugt auf dieser Seite drum nur mit Mühe an, manchmal schaffe ich es gar nicht, sie anzulegen und wenn, dann saugt sie vielleicht 5x und lässt los und schreit. Die rechte Seit läuft, aber natürlich nicht für zwei. Das Ziel ist es, dass sie auch links bald gut trinken kann und genug Milch kommt. Wir arbeiten daran… dummerweise ist diese Seite auch viel empfindlicher, ist schnell wund geworden. Dadurch schmerzt das Ansaugen und ich bin selber panisch und verkrampft währenddessen, was die Babymaus sicher auch merkt. Mit der Zeit sollte es besser werden. Ich hoffe bald… dazu kommt, dass das Würmchen, wie auch meine Grossen damals, an der Brust subito schläfrig wird und dann natürlich nicht genug erwischt… und öfter als alle 2h soll ich sie wegen der wunden Stelle nicht anlegen. Aber wir kämpfen uns so durch, mal besser, mal schlechter… wir nehmen jeden Tag, jede Stunde wie er/sie kommt. Ich bitte alle, nicht aufs Festnetz anzurufen. Ich werde ein Schild „nicht klingeln“ vor die Tür hängen für die Zeiten, in denen ich mich hinlege. Die Baby-Maus und ich werden das Haus nur im Notfall verlassen (am Freitag haben wir einen Termin beim Osteopathen, den wir schon bei den Grossen hatten, es half eigentlich immer recht gut). Wir haben derzeit auch nur ein Auto, also kann ich eh nicht weg.
Es ist also jedes Kind ein wenig anders… der Milchfluss war nie ein Problem, das ist mir neu… dafür ist manches besser: ich bin weit weniger gerissen am Damm als beim letzten mal und habe also „down under“ kaum Probleme mit der Naht. Die rechte Brustseite ist auch empfindlich, aber nicht mehr wund – das ist ein Halleluja für mich, dort relativ problemlos anlegen zu können. Und das verdanke ich sicher dem langen Stillen beim letzten Mal. Zudem komme ich ohne Stillhütchen aus, ich habe die nie gerne genutzt. Und das ständige Pumpen spare ich mir derzeit, obwohl mein Mann am 2. Tag gleich losfuhr um Pumpe und Zubehör zu holen. Es reizt die eh schon gereizten Stellen noch mehr und der Ertrag ist so minim, dass es sich nicht lohnt. Die Baby-Maus bekäme mehr heraus. Trotzdem… mir scheint, wir haben noch einen langen Weg vor uns bis die linke Seite endlich in Gang kommt wie sie sollte… aber ich bin nicht gewillt, deswegen aufzugeben.
Ja, das ist die Realität. Nicht jede frischgebackene Mutter startet happy in den babymoon, in dem alles läuft, wie es soll. Probleme wie meine haben mehr, als man denkt. Und wer diesen Blog noch nicht so lange liest und sich wundert, warum ich nicht das Handtuch werfe… ich habe es bei zwei Kindern geschafft, weshalb dieses mal nicht!? Und: schon beim ersten Kind hatte ich diese extreme, intrinsische (hoffe ich verwende jetzt den korrekten Begriff) Motivation zum Stillen. Frag der Geier, woher. Es war einfach so und stand über der Praktibiliät und hatte null damit zu tun, mich sonst als Versager zu fühlen. Ich kann es mir nicht erklären, aber es ist so und deshalb kämpfe ich weiter…

Auch an dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken für die guten (Glück)wünsche, den Trost, den Mut, den Ihr mir auf allen Plattformen gespendet habt. Für den Einsatz hier bei uns, für die lieben Geschenke und v.a. Taten, für das Verständnis, für die Geduld.
Am meisten Dank gebührt meiner Familie… meinen Kindern, die mich aushalten und entbehren müssen, die ich viel zu rasch anmotze weil die Nerven blank liegen und ihre Lautstärke mir derzeit vorkommt wie ein Strassenbohrer (oder wie heisst das Ding?)
Und v.a. meinem Mann, der das Ganze noch einmal mitmacht, obwohl er das nie wollte, mich 1000x warnte davor, weil wieder von vorne anfangen halt doch anstrengender ist als vielleicht im Hormonrausch gedacht, weil er für mich gut kocht, weil er sich nachts wecken lässt, weil er so gut es geht zu den Grossen schaut, weil er mich in den Arm nahm um mich in der schlimmsten Krise zu trösten, anstatt dass er mir gesagt hätte: „ich hab’s dir ja gesagt„. Weil er mit mir mit geht. Und weil er uns dieses Kind schenkte, dass wir, ohne jeden Zweifel und trotz aller widrigen Umstände, über alle Massen lieben, auch wenn es schreit. Ich finde das wichtig, zu sagen und es zeigt mir, dass es mir noch gut geht denn es könnte auch anders sein, die Verzweiflung könnte so gross sein, dass man negative Gefühle gegen sein Baby hegt, auch wenn man das nicht will. Dafür kann keiner was, aber man kann etwas dafür tun und sich helfen lassen und auch ich versuche, alles zu mobilisieren, was geht, um es uns einfacher zu machen.

So, und jetzt verabschiede ich mich wieder für’s Erste. Ich habe ja schon vorgewarnt, dass es hier ruhiger werden wird. Schlaf und Familie hat gerade erste Priorität. Aber das Bloggen tut meiner Seele auch gut… Ich melde mich also wieder zurück, Stück für Stück, und hoffe, dass sich unsere Situation bald einrenkt… 6 Wochen dauert das Wochenbett, 2 Monate sind normal bis alles einwandfrei klappt… drückt uns weiterhin die Daumen!
Aus Zeitmangel keine Fotos hier, aber Ihr seht welche auf der Seitenleiste, FB & Instagram. Kommt gut in die Woche und danke für’s Hier sein! 

Spitalkontrolle: viel Lärm um nichts

Ich muss sagen, das war schon ein skurriles Erlebnis heute Morgen… nach einer erneut ruhigen Nacht (nur der Grosse war nervös und konnte bis 22 Uhr nicht einschlafen, der kuschelte sich dann zu Papa…), startete ich gut gelaunt ins Wochenende und meldete mich wie vereinbart im Spital für die Kontrolle, zu der mich die Hebamme aufbot. Und so fuhren wir um 9.30 Uhr hin, durch viel Schneegestöber, das mir ein wenig Panik machte im Hinblick auf die Fahrt, wenn sie dann im Ernstfall erfolgen wird… soweit, so gut, wir durften es uns im grossen Gebärsaal gemütlich machen (gemütlich war es v.a. für mich :D, da ich auf dieses riesige Gebärbett fläzen durfte, sogar seitlich liegend und mit vielen Kissen versehen, so dass das CTG für einmal recht angenehm war und auch nicht ständig ausfiel. Die Kurve war unauffällig und die Hebamme, nicht meine, aber auch eine sehr nette, fragte, ob ich einen Untersuch möchte, da ich ja schon seit ein paar Tagen ganz leichte Kontraktionen verspüre… ich meinte ja, und sie sagte, dass sie schon das Köpfchen und die Fruchtblase spüre, es sei fingerdurchlässig und auch ganz normal, dass seit gestern bei mir Schleim abginge (dünnflüssig, kein Propf…). Der Kopf sei auch schon tief im Becken. Da allein das CTG schon 30min dauerte, war den Kindern langweilig, aber Papa hatte ja zum Glück Unterhaltung in Form des Handys dabei…
Weil danach hiess es Warten auf den Arzt, da noch ein Ultraschall gemacht werden solle. Und seitdem weiss ich, was die ganzen Schwangeren/Mütter meinen, wenn sie vom Kontrollwahn der Ärzte sprechen. Es war das erste mal, dass ich so spät nochmal einen Ultraschall machen lassen musste und ich rechnete noch damit, dass es wie üblich innerhalb weniger Minuten erledigt ist. Aber weit gefehlt… Offenbar sollte der junge Arzt, der da gekommen war, alles nochmals ausmessen, vom Kopfumfang bis zum Oberschenkelknochen… und genau das zeigte sich ihm nicht gut genug. Ersteres war ja auch irgendwie logisch, da der Kopf schon fest im Becken steht. Der gute Herr im weissen Kittel gab aber nicht so schnell auf und fuhrwerkte gefühlt eine halbe Stunde lang (es war nicht ganz so lang… :P) hin und her und drückte dabei auch schön rum. Und fand doch nichts… viel länger hätte ich auch meinen Mund nicht halten können und hätte wohl irgendwas gesagt im Sinne von „Können wir’s jetzt bitte gut sein lassen!? So wichtig kann es jetzt auch nicht sein! Ich gehe jetzt nach Hause, Ihr könnt mich nicht zwingen, das zu machen…“ Ich war echt genervt und ich denke, das Baby fand es auch nicht prickelnd… aber der Gute liess nicht locker und holte eine Oberärztin. Ich dachte mir noch, dass die ja wohl auch nicht viel mehr sehen kann, was sie dann auch bestätigte. Dafür lehrte sie dem jungen Arzt, wie man sparsam vier Bilder auf ein Blatt Papier ausdruckt, weil das Papier teuer ist… ist ja auch was…
Nun ist es so, dass ich bei der letzten Geburt halt ziemlich gerissen bin und man sich offenbar Sorgen um meine Darmkontinenz macht, die aber in bestem Zustand ist, im Fall! Und, ja, ich habe halt weder Damm-Massage gemacht zur Vorbereitung, noch das Epi-No benutzt (dieses aufblasbare Ding). Ja, äh, sorry, is‘ einfach nicht meins. Zudem schiebe ich den Riss bei der letzten Geburt auch auf das rasante Tempo, das die Maus damals an den Tag legte plus die etwas unglückliche Lage liegend auf dem Bett (aber es ging so schnell, dass nicht daran zu denken war, daran irgendetwas zu ändern, weil ich ja erst mal ans CTG musste und dann schon die Presswehen kamen…).
Schlussendlich wurde meine Bauchbewohnerin auf leichte 3300g geschätzt (Grosser und Maus wogen bei der Geburt etwas über 3700 bzw. 3800g). Da ich ständig lese, dass diese Schätzungen manchmal weit weg von der Realität sind, gebe ich nicht viel darauf. Die Ärztin fragte mich dann auch, wie ich es selber einschätze und ich sage nur, dass ich das Gefühl habe, der Bauch sei beim Grossen grösser gewesen und an den Maus-Bauch kann ich mich gar nicht mehr so erinnern, weil diese Schwangerschaft mit Kleinkind einfach total nebenbei lief… Nun ja, zugenommen habe ich auf jeden Fall mehr dieses mal (Heisshungerattacken, Gelüste…), aber das sind schlussendlich v.a. meine Kilos 😛
Wie auch immer: ich fand es unnötig! Es wurde wirklich elendig lange herumgeschallt (dazwischen zwei mal das Telefon abgenommen, wodurch ich jetzt Sachen von anderen Patienten, natürlich ohne Namen, weiss, die ich nicht wissen wollte…), im Wissen, dass es eh nicht gut geht. Ich habe zwei Kinder rausgebracht, also werde ich wohl auch das dritte Kind, das bestimmt nicht plötzlich 2kg mehr wiegt, irgendwie rausbringen… ich bin gerade meinem Frauenarzt sehr dankbar, der dieses ganze Aufhebens am/nach Termin nicht machte. Der schallt in der Regel 3x, das letzte Mal etwa in der 20. Woche zum grossen Organultraschall, danach ist das Baby eh so gross, dass man es als Ganzes nicht mehr auf dem Schirm erkennen kann… und der Arzt vermisst das Baby jedes mal, es ergibt sich eine Kurve und es ist wohl anzunehmen, dass diese einigermassen linear verläuft und das Baby nicht im letzten Trimester exponentiell an Gewicht zulegt oder irre ich mich!?
Der Ultraschall war dann auch nicht alles, ich wurde noch ausgefragt, meine Blutgruppe muss noch überprüft werden (da ich kein Kärtchen habe), meine Reflexe getestet (auch neu für mich) Lunge und Herz abgehört und sogar die Schilddrüse abgetastet (wozu auch immer). Nun, es war alles gut und ich muss vor Mittwoch nicht mehr aufkreuzen, es sei denn, eben, ich bekäme Geburtswehen, verlöre Fruchtwasser oder Blut oder hätte Schwindel, Kopfschmerzen, starke Schwellungen oder aber, das betonte der Arzt, wenn ich spüre, dass etwas nicht stimmt… es geht hier darum, eine Schwangerschaftsvergiftung auszuschliessen, deshalb wurden auch die Reflexe getestet und meine Füsse(!) angesehen. War mein guter Frauenarzt nachlässig, weil er all das nicht tat? Ich denke nicht, ich schätze einfach, dass er es mir zugestand, selber zu merken, wenn etwas nicht stimmt und entsprechend zu reagieren…
Dieses ganze Prozedere, es mag wohl Frauen helfen, die wirklich gefährdet sind, risikoschwanger, oder das erste Kind bekommen und unsicher sind… aber ich denke, es kann im dümmsten Fall auch enorm verunsichern. Ich kann nämlich sicher sein, dass ich jetzt beim kleinsten Anzeichen von Kopfschmerzen in Panik gerate… 😛
Nun, wir durften also nach über einer Stunde wieder gehen und fuhren noch zum Grosseinkauf, wobei wir uns erst mal im dortigen Restaurant verpflegten da alle hungrig waren. Und jetzt ist Wochenende, alle zuhause und ich ruhe mich noch ein wenig aus und bin nun immerhin nicht mehr ganz so nervös, weil ja schon fast heimisch im Kreissaal und die leichten Kontraktionen, die ich hatte, nicht so viel bewirkt hatten, dass ich in Panik geraten müsste… und trotzdem kann es jederzeit losgehen. Und ich solle dann halt gleich anrufen damit sie das Wasser einlassen können und ich gleich in die Wanne steigen (weil ich meinte, ich könnte mir dieses Mal eine Wassergeburt vorstellen… 😉

Habt ein schönes Weekend, Ihr Lieben! 🙂 Hier bleibt es also spannend… während meine beiden Grossen total unangekündigt irgendwann raus wollten, kündigt sich dieses Bauchmädchen schon seit Tagen an und macht uns hibbelig… mal sehen, wie anders dann die Geburt wird! Ich geh‘ jetzt meine Nerven beruhigen… 😀

ET-1: Fehlalarm?

Nachdem ich mich schon am Sonntag total verkopft habe, es ginge gleich los, wurde ich heute erneut auf die Probe gestellt, als ich am Morgen eine kleine Menge Blut auf meinem Klopapier fand… bei der Maus passierte das abends und in der Nacht ging es dann los… ich, die ich doch am Morgen noch in Ruhe etwas nähen wollte, verfiel dann in Nervosität und räumte noch hektisch ein paar Sachen herum: verstaute Wäsche, bezog das Beistellbett mit einem Laken und packte schnell ein Set Babykleidung in eine Tasche, die ich dann unten bereit stellte. Zum Glück lenkte mich dann ein Whatsapp-Chat ab, in dem ich einiges mit der Gründerin einer Tragetuchfirma besprach. Und schliesslich schaffte ich es dann, immer noch nervös, eine Pizza fürs Mittagessen vorzubereiten. Danach ging’s… ich wusste ja, dass ich um 14 Uhr beim Frauenarzt erwartet werde und wollte vorher noch rasch unter die Dusche.
img_7247Die Maus musste mit zum Termin da die Schwiegermutter ja krank ist… Das CTG war soweit wohl OK, auch wenn sich während der 30min auf der „Wehen-Kurve“ (rechts auf dem Foto) einmal ein Hügelchen ergab… (die Spitze war nur der Husten :D) aber mein Arzt sagte nix dazu… Die Herztöne des Babys, das recht aktiv war, schwankten zwischen 128 und 177… aber auch das kommentierte er nicht. Er meinte lediglich, mein Blut sähe besser aus (in Bezug auf das Eisen, das ich jetzt ja nehmen muss) und ich wirke gesünder (beim letzten CTG musste ich ja ziemlich husten). Dann untersuchte er mich kurz und stellte, wie immer, keine Prognose… er meinte, ein paar Tage könne es schon noch dauern und als ich das mit dem Blut erwähnte, sagte er etwas in der Art, dass das schon sein könne, fest verschlossen sei es nicht mehr, aber noch nicht so reif, dass es jetzt gleich herausplumpse. Es könne heute Nacht soweit sein oder aber eben in ein paar Tagen und er müsse jetzt natürlich engmaschiger kontrollieren, sprich, am Donnerstagmorgen müsste ich wieder zum CTG antreten, sollte es bis dann nicht da sein. Und am Samstag soll ich ja laut Hebamme direkt zur Kontrolle ins Spital. Ich hatte noch nie eine Kontrolle im Spital, wäre also neugierig darauf, aber mal sehen, was das Baby dazu meint 😉
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Die Maus und ich haben dann noch Besorgungen gemacht und nehmen es jetzt gemütlich zuhause… morgen wird es ein wenig stressig weil ich sie auf Mittag(!) an eine Geburtstagsparty im Unterland fahren muss, zusammen mit dem Grossen. Da die Kinder selten vor 11.45 Uhr zuhause sind und es ein ziemliches Stück zum Fahren ist bis dahin, wird sie wohl ein wenig zu spät kommen. Und um 14 Uhr muss ich dann auch schon wieder los um sie zu holen aber der Grosse hat eigentlich ein Playdate ausgemacht, zumindest meinte er, dass ein Junge aus der Klasse dann kommen wolle… leider sprechen dessen Eltern glaub’s nicht wirklich deutsch, so dass ich nicht weiss, wie ich kommunizieren soll, dass wir vor 15 Uhr eher nicht zuhause sein werden oder er vielleicht an einem anderen Tag kommen möge…
img_7241Ihr seht schon, der Alltag lenkt mich ein wenig ab und das ist gut so… 🙂
Übrigens: auch heute brauchte die Maus meine Begleitung in den Kindergarten… dasselbe Spiel: sie wollte sich nicht anziehen (lassen), versteckte sich sogar unter dem Tisch… weinte… aber als sie da war, ging’s dann wohl und mittags kam sie, wie gestern schon, fröhlich wie immer nach Hause… ach… in der Nacht war sie kurz wach und hatte Angst, vielleicht ein Traum und vielleicht hat meine Maus halt auch ganz feine Antennen und sie spürt, dass es bald eine Veränderung geben wird…

Ein Brief an Wochenbettbesucher…

Das Foto vom Dezember 2011 zeigt sehr gut, dass man in den ersten Tagen und Wochen einfach nur erschöpft ist und die Dinge um sich herum passieren lässt… Kleidung, Frisur – egal, das hat einfach gar keine Priorität… ich habe von beiden Wochenbetten viele Fotos, auf denen ich schlafe, stille, Milch abpumpe und man natürlich mehr sieht, als man zeigen möchte, deshalb habe ich dieses hier ausgesucht… 😉

In Anlehnung an einen Brief, wie er ähnlich im Buch „Das Wochenbett“, das ich kürzlich rezensieren durfte, stand…

Lieber idealer Wochenbettbesucher…

Ich schätze es sehr, dass Du

  • Uns ein klein wenig Zeit lässt, bis wir uns zu 5. halbwegs eingelebt haben
  • vorher fragst, ob Du schon kommen darfst und wenn ja, wann
  • dann auch fragst, ob Du uns etwas Leckeres mitbringen darfst. Vielleicht kommst Du ja gegen Abend und fährst gerade beim Thailänder vorbei oder Du hast noch eine selbstgemachte Lasagne/Gemüsesuppe/… im Tiefkühler? 😉
  • verstehst, dass die Mama vielleicht noch im Pyjama steckt oder gerade im oberen Stock mit Stillen beschäftigt ist oder ein Nickerchen macht und Dich nicht gleich begrüssen kann. Du kannst derweil mit den Kindern plaudern oder mit dem Papa einen Kaffee trinken falls er da ist.
  • auch verstehst, dass die Mama vielleicht, wie die meisten, am hormonell bedingten Babyblues leidet und nicht die fröhlichste Miene auflegt für Dich (später dann wieder – versprochen! 😉
  • Dich nicht daran störst, dass es etwas chaotisch zu und her geht, dass noch Babygeschenke rumstehen, Windeln zum Trocknen aufgehängt sind und dazwischen die Schulsachen des Grossen und das Spielzeug der Maus herumliegt…
  • Nicht erwartest, dass wir wie üblich das volle Programm fahren und Kuchen bereit haben oder Dich gleich zum Abendessen einladen. Wenn wir Kaffee im Haus haben, ist das womöglich schon viel 😉
  • Nur kurz einen Blick auf das Baby erhascht und Dich dann eher den grossen Geschwistern zuwendest, weil sie sonst vielleicht traurig darüber sind, dass immer nur das Baby im Mittelpunkt steht.
  • Uns nicht ungefragt grössere Geschenke bringst, da wir schon voll ausgestattet sind mit zwei Kindern. Aber bestimmt hast Du vorher gefragt, was uns noch fehlt. Vielleicht ist es aktuell nur etwas aus der Apotheke, das Du unterwegs noch rasch besorgen kannst…? Wir Mütter im Wochenbett brauchen in der ersten Zeit oft mal was (von Wochenbettbinden über Schüssler Salze bis zu Stilltee oder einer Heilsalbe…). Glaub‘ mir, uns den Weg dorthin zu ersparen, ist sehr viel mehr wert, als etwas, das wir im dümmsten Falle dann doppelt besitzen… und ansonsten freut sich unser Konto über einen Zustupf für all die Ausgaben, die da noch kommen mögen…
  • Merkst, wann es an der Zeit ist, wieder zu gehen, sei es weil die Mama ausdauernd gähnt und vielleicht eine Pause braucht oder weil sie antönt, dass die Hebamme noch vorbeikommen wird oder sie jetzt noch Milch abpumpen sollte…
  • Verstehst, dass wir in den ersten Wochen nicht mit Sack und Pack zu DIR kommen – das wäre zu viel Stress. Später freuen wir uns jederzeit über Deine Einladung J

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen… 😉 Also dankeschön, dass Du verstehst, dass das Wochenbett eine sensible und chaotische Zeit ist, in der Gäste nicht rund um die Uhr willkommen sind, weil wir einfach froh sind, dass wir es schaffen, unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen (Schlaf, z.B.) und für unsere grossen Kinder zu sorgen. Auch heisst es nicht umsonst WochenBETT. Im Grunde sollten Mutter und Kind nämlich die 6 Wochen kuschelnd, stillend, erholend und sich aneinander gewöhnend im Bett verbringen und sich verwöhnen lassen 🙂
Du kannst aber sicher sein, dass wir in 2-3 Monaten einigermassen eingespielt sind und sich höchstens die Mama mal zum Stillen zurückzieht, der „Laden“ ansonsten aber normal läuft und wir uns, wie vorher schon, sehr über Deinen Besuch freuen 😉

Gastbeitrag von Nora Imlau zum Thema Geburt

Langsam rückt das Thema Geburt bei mir in den Fokus, denn viel länger als eine Woche wird sie nicht mehr auf sich warten lassen. Ich mache mir viele Gedanken, vieles könnte bei dieser Geburt anders werden, vielleicht aber auch nicht. Je weniger vorhersehbar etwas ist, desto mehr Gedanken macht man sich darüber, nicht wahr? Auf jeden Fall waren wir heute mit den Kindern auch endlich im nahegelegensten Spital und haben uns die Geburtenabteilung bzw. die Gebärsäle angesehen. Besonders für meinen Mann war es wichtig zu wissen, wo, wie, was an Tag X. Und auch ich wollte die Säle zumindest mal gesehen haben. Und ich war positiv überrascht denn meine Kinder kamen in einem kleineren Spital zur Welt, deren Geburtsabteilung mittlerweile geschlossen wurde. Beide Säle sahen gemütlich aus und es gab in beiden eine Wanne. Zudem war die Freude gross, dass zufällig eine liebe Hebamme da war, die ich schon lange kenne (aus meinem Trageberatungs-Grundkurs vor Jahren).

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Nora mit ihrem Sohn Jakob zwei Wochen nach der Geburt. Bild Christoph Luttenberger

Nun aber zu Nora Imlau. Auch sie kenne ich schon lange, da sie sich als Journalistin und Fachautorin zu bindungsorientierten Themen wie Stillen, Tragen etc. einen Namen gemacht hat. Sie ist Mutter von drei Kindern, schreibt für die Zeitschrift „Eltern“ und veröffentlichte u.a. das Buch „Das Geheimnis zufriedener Babys„und „Das Geburtsbuch„, das ich während unserer Sommerferien verschlungen habe 🙂 Es folgt nun ein Auszug aus letzterem:

Gastbeitrag von Nora Imlau:
Birth Matters – Warum unsere Geburten so wichtig sind

»Es ist nicht egal, wie wir geboren werden« – vor dreißig Jahren war dieser Satz des französischen Frauenarztes Michel Odent eine echte Provokation. Denn in der gesamten industrialisierten Welt hatte sich zu diesem Zeitpunkt eine Geburtshilfe durchgesetzt, die nur ein Ziel kannte: Hauptsache, Mutter und Kind überleben. Unter welchen Umständen, schien nebensächlich. Eine Geburt sollte schließlich nicht schön sein, sondern vor allem sicher. Oder?

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„Das Geburtsbuch“ ist erschienen im Beltz-Verlag

Seither hat sich viel getan: Die »Geburt ohne Gewalt«, die der Gynäkologe Frédérik Leboyer in den 1970er Jahren in einem viel gelesenen, emotionalen Plädoyer forderte, hielt in mehr und mehr Kreißsälen Einzug. Partner durften nun zur Geburt mitkommen. Schwangere Frauen bekamen zusehends individuelle Hebammenunterstützung statt Rasur, Einlauf, Lachgas und Dammschnitt. Neugeborene wurden unmittelbar nach der Geburt nicht mehr auf den Po geklapst, damit sie besser atmeten, sondern kamen stattdessen gleich zu Mama auf die Brust.

Doch eins hat sich nicht verändert: Wie die Mutter die Geburt erlebt, ob sie sich dabei unterstützt oder allein gelassen, gestärkt oder geschwächt fühlt, wird heute noch oft als Nebensache betrachtet. »Hauptsache gesund«, bekommen Frauen nach schwierigen Geburten zu hören, als sei das das einzige, was zählt: Mutter und Kind gesund, alles gut. Dabei wissen wir heute: Die Geburten der eigenen Kinder gehören zu den prägendsten Erfahrungen im Leben einer Frau. Der Schmerz und die Kraft, die Angst und die Zuversicht, die Unterstützung und die Einsamkeit die wir in diesen Stunden und Minuten spüren, graben sich tief in unsere Seele ein. Nie sind wir verletzlicher als in diesem Moment. Es ist deshalb Zeit, das berühmte Odent-Zitat zu ergänzen:

Es nicht nicht nur nicht egal, wie wir geboren werden – es ist auch nicht egal, wie wir gebären!

Wollen wir als Gesellschaft starke, selbstbewusste Mütter, müssen wir also gute  Bedingungen für gute, stärkende Geburten schaffen, aus der Frauen körperlich und seelisch möglichst unverletzt hervorgehen. Doch was heißt das konkret?

Eine gute Geburt

Was wünschen sich Frauen für eine Geburt? Verschiedene internationale Studien zeigen: Der Großteil aller Schwangeren wünscht sich eine normale, natürliche Geburt – auch wenn in der medialen Berichterstattung über den Trend zum Wunschkaiserschnitt häufig ein anderes Bild gezeichnet wird. So gaben etwa 96,3 Prozent aller schwangeren Frauen in einer Untersuchung der Universität Osnabrück an, auf eine natürliche Geburt zu hoffen, nur 3,3 Prozent wünschten sich einen Kaiserschnitt. Das heißt: Heutige Schwangere sind sich keineswegs zu fein zum Pressen, wie ihnen immer wieder unterstellt wird, im Gegenteil: Der Wunsch nach einer natürlichen Geburt ist groß – und die Enttäuschung, wenn die Geburt anders lief als erhofft, dementsprechend verbreitet.

Wie soll aber die natürliche Geburt ablaufen, damit sie als gute Geburt erlebt wird? Auch da haben Schwangere klare Vorstellungen: Sie wünschen sich, dass die Geburt nicht allzu schmerzhaft ist und nicht allzu lange dauert. Außerdem wollen sie sich die gesamte Zeit über sicher und gut begleitet fühlen und sich keine Sorgen um ihre eigene Gesundheit oder die ihres Kindes machen müssen. Fast alle Frauen wünschen sich außerdem, unter der Geburt nicht nur von professionellen Geburtshelfern, sondern auch von mindestens einem vertrauten Menschen begleitet zu werden. Ganz oben auf der Wunschliste dafür steht bei den meisten der eigene Partner, manche wünschen sich aber auch ihre Mutter, ihre Schwester, eine enge Freundin oder eine Doula als Geburtsbegleiterin. Nur sehr wenige Frauen wünschen sich explizit, bei der Geburt ganz alleine zu sein.

Damit der Wunsch kein Wunschtraum bleibt: Eine gute Geburt planen

Schwangere bekommen immer wieder den Tipp, ganz unvoreingenommen in die Geburt ihres Kindes hinein zu gehen und bloß keine Pläne zu machen: Nachher käme ohnehin alles anders! In diesem Rat steckt durchaus ein Funken Wahrheit: Jede Geburt ist eine Wundertüte, niemand weiß im Vorhinein genau, was passieren wird – sich da eine gewisse Beweglichkeit im Kopf und im Herzen zu bewahren, ist sicherlich keine schlechte Idee.

Doch deshalb auf jegliche Planung zu verzichten und einfach darauf zu vertrauen, dass die Geburt schon gut gehen wird, ist zumindest riskant: Schließlich gibt es leider eine Menge Frauen, die verletzt und unglücklich aus der Geburt ihres ersten Kindes herausgehen und sich wünschen, sie hätten sich vorher besser informiert und sich anders vorbereitet. Ihre Erfahrungen sollten Schwangeren keine Angst machen (denn Angst ist niemals ein guter Ratgeber), sie können uns aber durchaus sensibilisieren: Dafür, wie wichtig es ist, uns im Vorhinein in Ruhe zu überlegen, was genau uns für die Geburt wichtig ist. Und wie wir jetzt schon dafür sorgen können, es auch zu bekommen. Denn eine Geburt ist nichts, was uns einfach passiert. Eine Geburt ist eine Erfahrung, auf die wir uns vorbereiten und deren Rahmenbedingungen wir gestalten und planen können. Um uns dann fallen lassen zu können und darauf zu vertrauen, dass alles gut gehen wird.

Das Geheimnis guter Geburtsbedingungen

Spannenderweise hat die Natur nicht nur dafür gesorgt, dass wir Frauen körperlich gut durch die Geburt kommen – sondern auch dafür, dass wir die Erfahrung seelisch gut überstehen. Dafür stellt unser Körper nämlich mit Einsetzen der Geburtswehen einen ganz speziellen Cocktail aus verschiedenen Hormonen zusammen, der unsere Blutbahnen überschwemmt und beeinflusst, wie wir die Geburt erleben. Und diese Hormone haben es wirklich in sich! Sie regen die Wehen an, lindern gleichzeitig die Geburtsschmerzen, bringen uns in Trance, geben uns Energie und Durchhaltevermögen und öffnen gleichzeitig unser Herz ganz weit für den kleinen Menschen, der da kommen wird – und all das, ohne dass wir etwas Besonderes dafür tun müssten.

Klingt zu gut um wahr zu sein, und auch gar nicht nach dem, was viele Frauen von ihren Geburten erzählen. Oder? Nun ja: Diese Botenstoffe gibt es garantiert, und ihre Wirksamkeit als Wehenbeschleuniger, Schmerzlinderer, Beruhigungsmittel, High-Macher und Liebeshormon sind wissenschaftlich zweifelsfrei belegt. Die Sache hat nur einen Haken: Die natürlichen Geburtshormone können den Geburtsverlauf und das Geburtsempfinden der Frau zwar nachweislich positiv beeinflussen, das klappt aber nur unter bestimmten Rahmenbedingungen: viel Ruhe, nur dämmeriges Licht, wenig direkte Ansprache, wenig Berührungen, keine Panik. Nicht umsonst nennt der Frauenarzt Michel Odent das Hormon Oxytocin, eines der wichtigsten Hormone in diesem speziellen Geburts-Mix, ein »scheues Hormon«: Seine Ausschüttung wird durch Stress, Angst und Anspannung wirkungsvoll verhindert.

Bei den anderen Geburtshormonen sieht das nicht anders aus. In der Geschichte unserer Art war es schließlich sinnvoll, die Geburt eines Babys unter schlechten Geburtsbedingungen – etwa auf der Flucht oder in anderen hektischen Situationen – möglichst lange aufzuhalten. Gute Geburtsbedingungen hingegen waren stets geschützte Geburtsbedingungen: Wenn eine Frau im Kreis anderer Frauen im Schein des Feuers ohne Störungen von außen in Ruhe ihr Kind kriegen konnte. Kein Wunder, dass sich die wunderbaren Geburtshelfer der Natur in unseren modernen Geburtskliniken heute kaum noch blicken lassen: Dass auch helles Licht, häufige Personalwechsel und viel hektische Betriebsamkeit ein sicheres Geburtsumfeld bedeuten können, ist in unseren Körpern einfach noch nicht angekommen.

Fortschrittliche Geburtsorte setzen deshalb heute ganz bewusst auf Geburtsbedingungen, die es unseren körpereigenen Geburtshelfern leicht machen, Frauen bei der Geburt zu unterstützen: Wo wir uns sicher und geborgen fühlen, uns frei bewegen und zurückziehen können, wo das Licht gedimmt ist und Gespräche allenfalls in gedämpftem Tonfall geführt werden, und wo wir in Begleitung vertrauter Menschen sind – da lassen sie sich hervorlocken und sorgen nachweislich dafür, dass wir weniger Schmerzmittel brauchen, seltener einen Kaiserschnitt bekommen und die Geburt nacher in besserer Erinnerung haben.

Gut durch die Geburt: Wie Mütter sich selbst helfen können

Gebären heißt: Sich öffnen. Und das klappt umso besser, wenn es Frauen gelingt, trotz aller Anstrengung und aller Schmerzen nicht gegen die Wehen anzukämpfen, sondern loszulassen, mitzuarbeiten und sich ganz bewusst „aufzumachen“. Diese fünf Tricks können dabei helfen:

  1. Das Geheimnis der richtigen Atmung

Atmen üben die meisten Frauen im Geburtsvorbereitungskurs. Und kapitulieren dann trotzdem schnell angesichts der Wehenwucht. Diesen Schmerzen einfache Atemübungen entgegen zu stellen, erscheint vielen in diesem Moment als geradezu lächerlich: Ein bisschen Sauerstoff ersetzt doch kein richtiges Schmerzmittel! Oder? Sagen wir es so: Dass gutes Atmen die Schmerzen ganz verschwinden lässt, ist tatsächlich selten. Aber die Erfahrung vieler Frauen zeigt, dass gutes Atmen vorher schier unaushaltbare Wehen tatsächlich erträglich machen kann. Wenn Frauen – wie viele Gebärende – die Atemübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs in diesem Moment total vergessen haben, sollten sie deshalb keine Scheu haben, ihre begleitende Hebamme um Atem-Unterstützung zu bitten: Kommt man gemeinsam in den richtigen Rhtyhmus, etwa aus langsamem tiefem Einatmen und prustendem Ausatmen, wird die Geburt tatsächlich leichter.

  1. Tönen macht offen

Es soll professionelle Sopranistinnen geben, die sich in den höchsten Tönen durch die Geburt singen. Für die meisten Frauen aber gilt: Die tiefen Töne sind es, die uns durch die Wehen helfen. Dabei ist es völlig egal, ob sie im Alltag gerne singen oder nicht: Das Tönen unter Geburtswehen hat ohnehin nichts mit klassischem Gesang zu tun, sondern ist eher eine hilfreiche Strategie für uns modern sozialisierte Frauen, in die Klangwelt jener Urlaute zu finden, die Frauen seit jeher überall auf dem Globus beim Gebären helfen. Und so geht’s: Durch die Nase einatmen, kurz die Luft anhalten, ich finde ja, dass Luft anhalten nicht günstig ist. und dann durch den Mund mit einem laaaangen, gesungenen Ton auf „Aaaaaah“  wieder ausatmen. Die weite Öffnung des Mundes führt dabei unterbewusst dazu, dass wir auch an einer anderen Stelle unseres Körpers „aufmachen“ – da, wo das Baby raus soll nämlich.

  1. Die Macht der Bilder

Zugegeben: Dass Bilder in unserem Kopf das Geburtsgeschehen beeinflussen sollen, klingt etwas esoterisch. Aber es funktioniert wirklich: Stellen sich Frauen während der Eröffnungsphase eine sich öffnende Blume vor – besonders gut geht das mit einer Sonnenblume oder einer Lotusblüte da weiß immer keine Frau, was das ist. – öffnet sich ihr Muttermund tatsächlich schneller. Wieso das genau funktioniert, weiß keiner – aber die Macht solcher Bilder hat schon vielen Gebärenden geholfen.

  1. In den Schmerz atmen

Wehen können an ganz unterschiedlichen Stellen wehtun: Im Bauch, im Rücken, im Becken, in den Beinen … Wo immer Frauen die Schmerzen auch spüren – manchmal hilft es, zu versuchen, genau an diesen Ort hin zu atmen. Klingt erstmal seltsam, weil Luft natürlich immer in die Lunge geht, hilft aber wirklich: Wenn wir unsere Atmung gedanklich auf eine bestimmte Stelle unseres Körpers richten, ist sie kurze Zeit später nämlich tatsächlich messbar besser durchblutet.

  1. Die Kraft der Zärtlichkeit nutzen

Was passiert in unsrem Körper bei einem leidenschaftlichen Kuss? Die meisten Frauen kennen das Gefühl: Es „kribbelt da unten“ – die Vagina wird offen, weich und feucht. Und das ist nicht nur gut, wenn man Sex haben will. Sondern auch für eine Geburt. Was für viele Frauen erstmal befremdlich klingt, ist für die meisten Hebammen ein offenes Geheimnis: Sexualität und Geburt liegen viel näher beieinander, als wir oft meinen – und zärtliche Küsse können tatsächlich dabei helfen, die Geburt voranzubringen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir, liebe Tamara, eine ganz wunderbare dritte Geburt!

Deine Nora Imlau

Mehr über Nora Imlau: 
www.nora-imlau.de
www.facebook.com/Imlau.Nora

Vielen Dank, liebe Nora Imlau, für das zur Verfügung stellen dieses Gastbeitrags & natürlich für die guten Wünsche & weiterhin viel Erfolg bei allem, was Du anpackst! 🙂

SSW 39+1 – Zielgerade

„Ihr Baby ist so schwer wie eine kleine Wassermelone

Hach, die ganze Zeit habe ich auf die Wassermelone gewartet weil es so gut gepasst hätte, mir nun eine solche als Vergleich vor den Bauch zu halten und jetzt ist es Winter und es gibt keine Wassermelonen 😀 Nun ja, Pech gehabt…
Gestern war meine Hebamme zum letzten Mal zur Kontrolle hier und ich bekam eine angenehme Rückenmassage und einen grässlichen Hustensaft mit Salbei, den ich nehmen sollte… ich mag diese pflanzlichen Säfte nicht, weil die mehr Zucker als was anderes drin haben, aber was solls… sie meinte dann noch so in der Art, ich könne die Vitamine vom Gyn auch gleich kübeln, es seien die schlechtesten auf dem Markt (aber halt auch die günstigsten), also werde ich mir wieder diejenigen holen, die ich sowieso anfangs Schwangerschaft schon selber gekauft habe… das Eisen solle ich ruhig auch nach der Geburt noch nehmen, auch wenn es vermutlich nicht viel nütze…
Der Bauchumfang beträgt im Liegen aktuell 113cm, was schon ziemlich stattlich ist und ich sehe auch auf den Wochenfotos, dass sich da was getan hat. Die Herztöne haben gestern kurz gerast, aber das Baby war auch wach, beruhigte sich dann aber wieder. Ansonsten ist es im Bauch eher ruhiger geworden.
Als neue Hexerei in dieser 3. Schwangerschaft kam bei mir noch der Ischias dazu, zumindest benannte ich es so als ich ihr erzählte, dass es mir seit einer Weile oft unangenehm in den linken Schenkel runterzieht… gestern Morgen, als sie da war, war ich auch echt total platt. Ich habe mir sogar überlegt, die Maus nicht zu ihrer Freundin zu fahren weil es anstrengend war, in den Schnee raus, in den Laden (für Gipfeli) und zur Freundin und dann wieder zurück und später wieder holen, aber es ging… musste ja… diese Nacht war ein wenig besser, aber jedes Mal wenn ich mich versuche, im Bett zu drehen, denke ich, ich müsste einen Medizinball umherhieven…
Nachdem die Hebamme gestern wieder ging, hatte ich den ganzen Tag einen unangenehmen Zug im Unterleib und machte mir Sorgen, es könnte schon bald losgehen. Ich konnte kaum laufen und legte mich eine Weile hin, aber am Ende des Tages hatte ich es dann doch noch geschafft, ein weiteres Baby-Oberteil fertig zu nähen. Jetzt möchte ich dann noch schauen, ob ich vom selben Stoff genug hätte für die Maus, weil 2 Mädels, das schreit dann doch nach Partnerlook. Mag kitschig klingen, aber ich finde das so süss, wenn Geschwisterkinder ähnlich gekleidet sind, das hatten wir hier aber mit Junge/Mädel nie…
So… also am 10. hätte ich theoretisch nochmals eine Kontrolle beim Gyn und wenn danach das Baby noch nicht da ist, soll ich am 14. direkt ins Spital zu einer weiteren Kontrolle, dafür brauche es sie (die Hebamme) aber nicht. Da heute Nachmittag die Kinder wohl beim Opa sind, plane ich mal, mit meinem Mann die Geburtsabteilung im Spital angucken gehen, sofern das möglich ist… und dann gab‘ mir die Hebamme noch Magnesium mit, falls das Baby sich so lange Zeit liesse dass das Spital mir mit Einleitung drohe (machen die ja recht schnell…). Aber ich denke nicht, dass ich das brauchen werde, zumindest reichte bei der Maus letztes Jahr die Androhung des Gyn „wenn bis dann nicht da, leiten wir ein…“ Der wollte einfach über die Festtage seine Ruhe! 😀
Meine Hebamme hätte theoretisch am 17. Januar noch eine Weiterbildung in St. Gallen und sie meinte schon, dass bis jetzt die Kinder immer in der Nacht davor oder währenddessen kamen – haha! In Panik fiel mir dann gestern noch ein, dass sie ja dann für’s Wochenbett nicht da wäre und schrieb ihr eine SMS, aber sie meinte, sie sei auf jeden Fall da wenn ich sie brauche – beruhigt! 🙂

So, wir geniessen dann also noch die letzten Tage bevor der Alltag wieder los geht… meinen Mann habe ich diese Woche 2x nicht auf dem Handy erreicht, der ist noch nicht auf Rufbereitschaft oder sieht es einfach lockerer als bei den ersten beiden. Wenn ich ihn da in den letzten Wochen anrief, fragte er noch erschrocken, ob es los gehe und jetzt geht er gar nicht ran 😀
Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass wir die Festtage und diese Ferien noch zu viert verbringen durften. Ich denke, dass dies den Kindern gut tat. Sie haben diese Woche auch wirklich sehr genossen. Sie waren ein wenig im Schnee, sie hatten gestern Spielgefährten und ansonsten beschäftigen sie sich gerade wunderbar miteinander. Endlich ist die Ruhe eingekehrt, die vor Weihnachten und auch an den Tagen danach nirgends vorhanden war. Sie waren total neben den Schuhen und lagen sich ständig in den Haaren, sind aber jetzt so zufrieden, ich geniesse das sehr. Gestern haben wir auch wunderbar miteinander zu Abend gegessen, die Kinder gebadet und zu Bett gebracht, ohne dass jemand nichts essen wollte, nicht in die Wanne oder ins Bett… einfach friedlich, hach! So dürfte es immer sein! Draussen schneit es auch wieder… schön! 🙂 Nun ist eigentlich alles auch soweit parat und ich bin mal nervös, mal zuversichtlich, aber noch nicht ungeduldig (bis auf den Husten, der immer noch nervt). Dennoch kreisen meine Gedanken natürlich oft um die Geburt, die man einfach nicht vorhersehen kann – weder, wann sie los geht, noch, wie lange sie dauern wird und geschweige denn, wie sie ablaufen wird… für jemanden, der kein Fan von Überraschungen ist, ist das schon eine Herausforderung… aber sobald es los geht, wird es seinen Weg gehen und ich keinen grossen Einfluss darauf haben… Trotzdem hat man irgendwie Erwartungen… ich werde nie vergessen, wie schnell es bei der Maus ging und dennoch heisst das nicht automatisch, dass es auch beim nächsten Mal wieder schnell geht… im Gegenteil, es kann auch länger dauern… drum möchte ich jetzt einfach noch meine Lieben etwas geniessen und nächste Woche gut durch den Alltag kommen wenn die Kinder wieder KiGa & Schule haben… und dann schauen wir… 🙂

Habt’s eine gute Restwoche! 🙂

Ferien-Update. Oder: Nestbautrieb!?

So, ich melde mich mal wieder aus der Virenhölle… 😀 Nein, so schlimm ist es nicht (mehr)… ich habe das Gefühl, der Husten klingt langsam ab, ausser nachts, da hat er mich wieder vom Schlaf abgehalten… als ob Liegen gerade nicht sowieso schon nicht mehr bequem wäre, so dass ich ständig meine Lage wechsle auf meinen 20cm neben der Maus, die es sich in meiner Nähe immer schön gemütlich macht, nein, auch noch ständig diese Hustenanfälle, die bis zum Würgen führen und meinen ganzen Unterleib schmerzen lassen. Wie das Baby das wohl findet? Wohl auch nicht so toll, zumindest war es entsprechend auch oft wach nachts… der Umstand, dass mein Beckenboden offenbar ziemlich ausgeleiert ist, hilft auch nicht. Nun, ich nehme nicht mal mehr die Medikamente, da ich nicht das Gefühl hätte, sie brächten wahnsinnig viel. Ich benutze nur ab und zu den Inhalator, wobei ich vom tiefen Luft holen meist auch husten muss, so dass ich nicht sicher bin, ob die Wirkstoffe überhaupt dort hin finden, wo sie hin sollten *lol*
Ansonsten: mein Gott, sind die Kinder derzeit friedlich!!! Waren sie noch um Weihnachten rum unausstehlich, streitsüchtig oder ständig gelangweilt, so spielen sie gerade ganz lieb miteinander, ein Herz & eine Seele – so dürfte es bleiben…
img_7159Ich kam auf jeden Fall, mit ein wenig Hilfe der Maus, gestern dazu, ihr Zimmer umzustellen (hab‘ auf FB ein Foto gezeigt), so dass ich die Möglichkeit habe, die erste Zeit mit Baby in ihrem Bett mit Beistellbett zu verbringen. Erstens weil dann der Rest der Familie eher Ruhe hat (Babies können sehr unruhig schlafen, oft wach sein und dauernd Laute von sich geben 😉 und zweitens, weil ich nicht weiss, ob ich nicht wieder eine Geburtsverletzung erleiden werde und dann vielleicht Mühe hätte, schmerzfrei in das bzw. aus dem sehr hohen Familienbett zu kommen… Auch wird es zu 5. anfangs sicher schwierig, sollten beide Kinder so wie jetzt dort schlafen und einen Rausfallschutz haben wir auch noch keinen… Am Wochenende lehnte die Maus es noch ab, dass ich mit Baby in ihrem Bett schlafe, aber gestern war sie einverstanden. Ich hab‘ dann gleich das Laken vom Beistellbett in die Wäsche getan, das Maus-Bett beziehe ich dann auch noch neu, so wie unseres auch und wir haben die gewaschenen, neuen Stoffwindeln aufgehängt und verräumt. Am Nachmittag und Abend kam ich sogar noch dazu, zwei Baby-Klamöttchen zu nähen, ich bin richtig stolz! Hier und da aufgeräumt, ja so langsam wird’s… jetzt würde ich noch gerne weiter nähen, bin aber unsicher, was ich noch brauchen könnte… ich hätte einen wunderbar kuscheligen Stoff hier für einen Overall für über die Klamotten und draussen, aber irgendwie bin ich nicht sicher, ob ich das brauche, da ich 1-2 Overalls habe (etwas grösser) und der Stoff evtl. zu rutschig ist um das Baby ins Tuch zu binden… mal sehen… sonst gibt’s dann halt mal ’ne Jacke daraus… 😉

Gestern Abend kam dann der Schnee, aber er ist schon fast wieder weggeschmolzen im Sonnenschein… trotzdem waren die Kinder wenigstens heute Morgen dank dem Schnee eine Weile draussen… ich selber fühle mich leider nicht mehr fit genug um mit ihnen etwas draussen zu unternehmen… ohne Toilette in der Nähe und ohne weitere Begleitung falls irgendwas wäre…
Morgen kommt noch die Hebamme und ich bin gespannt, was sie sagt… derweil darf die Maus zu einer Kollegin spielen gehen, aber wir sind derzeit solche Langschläfer (Ferienmodus eben…), dass das morgens in Stress ausarten könnte (bloss nicht, bitte!)
Zwei Bauchcollagen 🙂 Wie findet Ihr sie? 😉 Die erste habe ich für Nestwärme gemacht, die zweite besteht aus ein paar der wöchentlichen Babycenter-Fotos, da sieht man recht gut, wie der Bauch gewachsen ist 😉

Ach ja, der Nestbautrieb und die Abwesenheit des Mannes macht es mir mal wieder schwer, mich einfach nur hinzulegen. Als er noch hier war, habe ich das konsequent mehrmals täglich gemacht bzw. brauchte es auch weil ich wegen des Hustens nicht so fit war und mir manchmal schlagartig unwohl/schlecht war; dazu noch der harte Bauch der zwischenzeitlich nur die Seitenlage auf gefühlt 10 Kissen auf der Couch, unter, neben und zwischen mir, erlaubt 😉 Jetzt meine ich wohl, noch drölfzigtausend Dinge erledigen zu müssen… aber das Nötigste, behaupte ich mal, ist getan. Ich habe heute noch die Adressliste für die Geburtsanzeige begonnen und mein Mann und ich sollten vielleicht nochmals kurz in Bezug auf die Namensentscheidung und das Auto sprechen… im Prinzip steht der Name so halb fest, aber wir haben es noch nicht beide konkret bejaht bzw. wir müssen uns noch über den 2. und evtl. 3. Namen bzw. die Reihenfolge einigen, hihi 🙂

Und Ihr geniesst die Ferien? Seid Ihr viel draussen unterwegs, die Kinder auf den Skiern? Ja, hier ist das leider nicht der Fall (also das drausen unterwegs sein), aber sicherlich kommt das bald wieder… 🙂