KI-generiertes Bild einer Mutter mit ihrer Tochter von hinten in der Natur

Perimenopubertät – Haushalt im Hormonchaos

Kaum einer bereitet einen darauf vor und doch kommt es in den meisten Familien vor: Perimenopause trifft auf Pubertät. Warum das Hormonchaos im Haushalt für Spannungen sorgt und was dabei helfen kann.

Sehr lange war mir nicht bewusst, dass vor der Menopause noch eine Art „Zwischenstufe“ kommt. Dank Social Media wird man heutzutage als „Betroffene“ aber gut darüber informiert.

Besonders spannend wird die Hormonumstellung bei uns Müttern auch deswegen weil sie oft direkt mit den Umstrukturierungen bei unseren heranwachsenden Teenies kollidiert.

Pubertät meets Perimenopause

Die Pubertät setzt bei Mädchen oft schon früh ein (ca. 8 Jahre) und zieht sich dann rund 4-6 Jahre. Bei Jungs beginnt es etwas später. Die Perimenopause ist da nicht ganz so klar. Symptome können schon ab dem 30. Lebensjahr eintreten und die Phase kann gut 10 Jahre dauern bis dann mit dem kompletten Ausbleiben der Periode die Menopause eintritt.

Tatsächlich bemerke ich selber (werde junge 45 Jahre im Juni – huch!) seit etwa 2 Jahren einige der mannigfaltigen Symptome, die frau erleben kann (oder eben auch nicht): ich schlafe nicht mehr durch, mir ist oft zu warm und mein Gehirn gleicht oft einem Emmentaler.

Kompliziert wird es, wenn man sich als neurodivergente Person einschätzt (mehr dazu in einem anderen Beitrag) bzw. diagnostiziert ist (bei mir als Kind ADS) und viele Symptome wie das der Unfähigkeit, sich zu konzentrieren, korrelieren. Oder sogar: sich potenzieren.

Ich könnte bereits Oma werden!

rosa Nassrasierer auf rosa Fläche mit hellrosa Feder Zumindest kommt es mir so vor, als wäre in den letzten zwei Jahren vieles, das schon ein klein wenig da war, einfach komplett eskaliert. So sehr, dass ich bei der Arbeit oft grosse Mühe habe, meine Leistung zu erbringen. Ich warte aber ungelogen seit bald einem Jahr auf einen Platz bzgl. erneuter Diagnose, von der ich mir Unterstützung erhoffe.

Wie auch immer: wurden bei mir die Tage unregelmässig, kamen sie bei meiner Mittleren irgendwann das erste Mal. Der Gedanke, dass wir theoretisch (noch) beide gleichzeitig schwanger werden könnten, fährt mir ziemlich ein.

Plötzlich liegt da in der Dusche ein rosafarbener Rasierer. Von meinem Mädchen, das ich doch gerade noch gestillt habe. Dass ich doch eben noch in den Schlaf begleitete Nacht für Nacht. Dieses eben noch kleine Mädchen besitzt aktuell mehr Make-up, Haarschmuck und wohl bald auch Klamotten als ich.

Von Make-Up und Styling

Kein Wunder: nach der Geburt meines ersten Kindes verloren Schminken und Styling komplett an Bedeutung. Ich habe so gut wie alles ausgemistet. Weil zu klein, zu alt, abgelaufen. Erst durch meine Teenie-Tochter, die ohne Make-up kaum das Haus verlässt, habe ich mir hier und da punktuell wieder etwas bestellt. Hier ein Kleid, da ein Lippenstift. Aber das meiste bleibt ungenutzt liegen.

Zu sehr habe ich mich an meinen natürlichen Look gewöhnt. Als nicht datende Single Mom habe ich zudem auch überhaupt nicht das Bedürfnis, jemandem gefallen zu wollen ausser mir. Oder besser noch: wer mich ohne Make-up nicht will, den will ich auch nicht.

Als weise, welkende Rose weiss man: man tut es für sich und niemand anderen. Und ich selber brauche es seltenst. Gerne würde ich meiner Teenie-Tochter diese Weisheit auch näherbringen. Aber ich halte mich zurück. Habe ich mich doch früher genauso parfümiert und zurecht gemacht. Sie darf diesen Weg gern selber gehen.

Die eine blüht auf, die andere welkt

Nur: das Budget, das droht langsam auszuufern. Hier ein neuer Concealer, da ein sommerlicher Body und überhaupt: „Mama, was kann ich denn dafür, dass ich wachse?“ Ja, mein Schatz, viel zu schnell. Und: „Mama, dafür trinke ich keinen Alkohol.“

Dazu sage ich lieber nichts. Auch ich habe in meinen späten Zwanzigern noch meinem Bruder ins Auto gereihert und ich fürchte, dass ich sie vor dem ersten Rausch weder bewahren kann noch muss. Ich kann ihr einfach nur die Haare zurückhalten und einen feuchten Lappen reichen, sollte es mal soweit sein.

Die eine blüht auf, die andere welkt langsam. Das ist das bittersüsse Leben und schön ist es nicht, wenn einem bewusst wird, wie endlich alles ist. Nein, darauf hat mich keiner vorbereitet.

Longevity und Healthspan

Gut aber, dass das Thema „Longevity“ auch überall hoch im Kurs ist. Und daran komme auch ich nicht vorbei. Die Liste an Dingen, die ich mache um lange in Gesundheit weiterzuleben, ist lang. Aber ich bin überzeugt davon, dass es der richtige Weg ist.

Schliesslich will ich irgendwann meine Enkelkinder halten können. Und so priorisiere ich, was geht, und kann es Euch nur auch raten, z.B.:

  • Schlaf: gerade weil durchschlafen nicht mehr möglich scheint, ist es umso wichtiger, das möglichste herauszuholen: ein immer gleich bleibender Schlaf-/Wachrhythmus, möglichst Tageslicht am Morgen und kein blaues Licht am Abend. Mund-Tape und Schlafbrille. Ein Matratzen-Cooler (Lebensretter!), nicht zu spät zu viel essen, kein Koffein zu spät am Nachmittag, Melatonin-Spray und Lavendelöl zum Einschlafen u.v.m.
  • Ernährung: möglichst ausgewogen, zu jeder Mahlzeit mindestens 30g Protein oder mehr, nicht nüchtern trainieren, abends etwas Kohlenhydrate und Casein für besseren Schlaf und ein individuell auf mich eingestellter Supplement-Stack. Unverhandelbar sind Omega-3-Fettsäuren, Kreatin, Vitamin D und Magnesium. Zusätzlich Vitamin C und Zink, B-Vitamine, abends Ashwaganda, morgens mein grüner Shake sowie Porridge mit meinem Lieblings-Whey (Code MAMAMAL3 für 10% Rabatt) usw. Am besten macht man regelmässig ein Blutbild. Chat-GPT und Influencer-Ärztinnen wie Dr. Simone Koch geben auf Social Media wichtige Tipps. So erfährt man, dass z.B. die „Normwerte“ für Eisen kaum genügend sind für Frauen in der Perimenopause.
  • Krafttraining und Cardio: Vor allem ersteres ist unverhandelbar. Ab dem 30. Lebensjahr baut der Körper Muskulatur sukzessive ab, wenn man sie nicht trainiert. Use it or lose it. Und die Sarkopenie (Muskelschwund) wird im Alter zum grossen Marker für Longevity und entscheidet sprichwörtlich über Leben oder Tod. Denn wer seine Muskulatur nicht trainiert, wird auch an Knochendichte abnehmen und bei einem allfälligen Sturz so geschädigt werden, dass eine gesunde Rückkehr ins Leben kaum mehr möglich wird. Cardio: eine höhere VO2 Max geht mit einem tieferen Sterberisiko einher. Wir kommen also alle nicht darum herum, uns in einem gesunden, aber regelmässigen Masse sportlich zu betätigen.
  • Gehirnfunktion: ich absolviere täglich eine Lektion auf meiner Sprach-App, spiele eine Art Tetris und puzzle. Letzteres hilft mir auch total, runterzufahren. Zudem versuche ich, regelmässig zu lesen, zu häkeln o.ä. Fällt mir aber aktuell schwer da immer so viel los ist. Und da ich tatsächlich nach wie vor sehr viel vergesse, hilft alles nichts und ich muss mir für alles Mögliche den Wecker stellen und mich an Termine erinnern lassen.
  • HRT – bioidentische Hormonersatztherapie: ein Bluttest bei meiner Frauenärztin ergab zwar, dass noch alles in Ordnung war, aber Symptome hatte ich ja, also liess ich mir Progesteron verschreiben. Ich nehme es immer 14 Tage nach Einsetzen der Blutung und dann wieder bis zur nächsten Mens, jeweils abends vor dem Schlafengehen. Begonnen habe ich mit 100mg, aber ich habe das Gefühl, mit 200mg besser zu fahren, äh schlafen. Viele nehmen auch Östrogen, was nochmals helfen soll, den Brainfog zu mindern. Werde ich wohl nächstes Mal auch ansprechen. Auch Testosteron soll seine Berechtigung haben. Wie sind Eure Erfahrungen bei diesem Thema?

Dies sind die meiner Meinung nach wichtigsten, grossen Säulen. Natürlich kommt auch das Soziale hinzu. Auch wenn ich oft sage, dass ich wohl mal alleine mit 9 Katzen (noch sind es erst 3) sterben werde, so hoffe ich natürlich doch, einige wenige, aber intensive Bindungen aufrecht erhalten zu können bis and Ende meiner Tage.

Tatkräftige Unterstützung

Zurück zur Pubertät. Die hat nämlich auch ihre Vorteile. Meine Tochter wird immer selbstständiger, geht gerne mit ihren Freundinnen zum Shoppen, ins Freibad etc. und unterstützt mich zum Glück sehr tatkräftig im Haushalt – von Backen über Kochen bis zu Geschirrspüler ausräumen und sich um ihre jüngere Schwester zu kümmern.

Da sie ab und zu Freistunden in der Schule hat, geht das zum Glück gut und so ist auch immer mal wieder jemand für unsere Katzen da.

Aber auch wenn hier einiges erleichtert wird – anderes kommt dafür dazu an „Last“ für uns Eltern: die Unterstützung bei Hausaufgaben und Lernen und das bei Themen, in denen wir selber längst nicht mehr „drin“ sind, die Berufswahl, das Herumchauffieren, die Termine, die emotionalen Ausbrüche.

Von ChatGPT und Mathe

Da hilft nur eins: auch ihre Termine im Blick behalten, cool bleiben, wenn das Pubertier eskaliert und nicht zu viel Sorgen machen, wenn das Kind wieder mal später als ausgemacht nach Hause kommt und auf Nachrichten nicht reagiert. Und ChatGPT hilft bei Mathe-Themen, von denen selbst Mama keine Ahnung hat.

An alle mit kleinen Kindern: ich dachte ja damals, mein Leben wäre anstrengend und meine Nächte schlaflos. Doch Pubertät meets Perimenopause ist nochmals ein ganz anderes Level.

Da hilft auch nur eins: Verständnis füreinander aufbauen. Meine Tochter kommuniziert hier gerne mit Reels, die sie mir weiterleitet. Letztens das eines Teenagers, der etwas überspitzt darstellte, wie seine Mutter nachts ganze Wasserfälle auf der Toilette produziert.

Kommunikation mit Reels

Damit wollte sie mir sagen, dass ich gefälligst die Türe schliessen soll bei meinen nächtlichen Harndrängen. Eine weitere wichtige Message war, die Türe zu ihrem Zimmer immer zu schliessen und es ist natürlich ein absolutes Muss, vor Eintritt anzuklopfen und auf ein „ja, komm rein“ zu warten.

Diese Reels zeigen mir eins: wir sind nicht allein mit unseren Themen. Und das ist immerhin ein klein wenig beruhigend.

Und bei Euch so?

Trockene Haut im Winter vermeiden und pfflegen

Von innen und aussen: Ganzheitliche Hautpflege im Herbst und Winter

Werbung. – Mit dem Einzug der kühlen Herbstluft und den ersten frostigen Wintertagen beginnt für viele eine herausfordernde Zeit – die Haut wird trocken, spannt und juckt. Ich erlebe das vor allem auch bei meinen Kindern. Doch was steckt hinter diesem Phänomen und wie lässt sich dem entgegenwirken?

Warum die Haut im Herbst und Winter zur Trockenheit neigt
Die kühleren Temperaturen und die trockene Heizungsluft in Innenräumen setzen der Haut zu. Die natürliche Schutzbarriere der Haut wird geschwächt, Feuchtigkeit geht verloren. Hinzu kommt, dass die Talgdrüsen in der kalten Jahreszeit weniger Talg produzieren, der die Haut normalerweise geschmeidig hält. Das Resultat: Die Haut fühlt sich trocken und spröde an, kann sogar zu Rötungen und Juckreiz neigen.

Bei meiner Jüngsten muss ich sogar ganzjährig dafür sorgen, dass sie sich regelmässig eincremt, da es sie sonst, besonders abends im Bett, zu jucken beginnt. Winters muss ich da nochmals ein besonderes Augenmerk drauf legen.

Mädchen mit Herbstblatt Besonders anfällige Hautpartien
Nicht alle Bereiche des Körpers sind gleichermassen von trockener Haut betroffen. Einige Partien reagieren empfindlicher auf die Herausforderungen der kalten Jahreszeit:

  • Ständig der Witterung ausgesetzt, leidet die Gesichtshaut oft als Erstes. Besonders die Wangen und die Partie um die Augen können schnell trocken und schuppig werden.
  • Häufiges Händewaschen, kalte Luft und der Kontakt mit Reinigungsmitteln strapazieren die Haut der Hände. Rissige, raue Hände sind im Winter keine Seltenheit.
  • Die dünne Lippenhaut besitzt keine Talgdrüsen und ist daher besonders anfällig für Austrocknung. Rissige, spröde Lippen können die Folge sein.

Beine und Füsse leiden ebenfalls unter den winterlichen Bedingungen, wobei dicke Kleidung und geschlossenes Schuhwerk oft zu einem Wärmestau führen, der die Haut zusätzlich austrocknet. Ähnlich verhält es sich mit Ellbogen und Knien, die aufgrund ihrer natürlich geringeren Anzahl an Talgdrüsen besonders anfällig für Trockenheit und Rauheit sind. Diese Problemzonen erfordern in der kalten Jahreszeit besondere Aufmerksamkeit und Pflege.

Die Ursachen für trockene Haut sind vielfältig
Unsere Haut wird von einer schützenden Barriere umhüllt – dem Hydrolipidfilm. Diese Schicht, bestehend aus einem Gemisch von Fetten, Talg, abgestorbenen Hautzellen und fungiert als natürlicher Schutzschild. Dabei spielen bestimmte Aminosäuren und Harnstoff eine wichtige Rolle, indem sie Feuchtigkeit binden und so zur Erhaltung dieses Schutzschildes beitragen.

Für die optimale Funktion dieses Schutzmechanismus ist ein leicht saurer pH-Wert der Haut entscheidend. Allerdings kann der sogenannte Säureschutzmantel nur dann konstant aufrechterhalten werden, wenn ausreichend essenzielle Hautfette vorhanden sind. Dies wird besonders in den Wintermonaten zur Herausforderung, da unsere Talgdrüsen in der kalten Jahreszeit weniger Talg produzieren, was zu einem dünneren und poröseren Säureschutzmantel führt.

Die Situation wird durch äussere Faktoren wie trockene Heizungsluft und häufiges Händewaschen noch verschärft, da diese den natürlichen Schutzfilm zusätzlich angreifen und zur Austrocknung der Haut beitragen.

Effektive Pflege bei trockener Haut
Die Behandlung trockener Haut erfordert eine Anpassung der täglichen Pflegeroutine, wobei die Wahl der richtigen Produkte entscheidend ist. Für alle, die auf der Suche nach hochwertiger Pflege sind, bietet Douglas eine umfassende Lösung. Unter ihrer speziellen Winterkollektion findet man eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl an Produkten, die gezielt auf die Herausforderungen der kalten Jahreszeit eingehen.

Blick in durchsichtige Tee-Tasse in der Hand Gleichzeitig sollte die Reinigung schonender erfolgen: Übermässiges Waschen ist zu vermeiden, stattdessen sind rückfettende Waschprodukte zu bevorzugen, die die Haut weniger strapazieren. Nach dem Waschen ist es wichtig, die Haut sanft abzutupfen, statt zu reiben und unmittelbar danach rückfettende Körpercremes aufzutragen, um die Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren.

In beheizten Räumen haben wir immer einen Luftbefeuchter, der hilft, die Luft weniger trocken zu halten und somit die Haut zu entlasten und die Atemwege zu befeuchten. Bei Aufenthalten im Freien sollte die Haut durch angemessene Kleidung vor Kälte und Wind geschützt werden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Hände: Für besonders trockene Hände kann eine intensive Nachtpflege mit Handcreme unter Baumwollhandschuhen Wunder wirken. Ich habe im Büro und in der Küche immer Handcreme in Griffweite damit ich es nicht vergesse.

Die richtige Pflege bewahrt ein angenehmes Hautgefühl

Trockene Haut im Herbst und Winter ist eine häufige Herausforderung, die viele Menschen betrifft. Mit dem richtigen Wissen und der passenden Pflege lässt sich allerdings auch in der kalten Jahreszeit ein angenehmes Hautgefühl bewahren und trockener, juckender Haut vorbeugen. Last but not least sollte man auch in der kühlen Jahreszeit viel trinken und Flüssigkeit auch in Form von Obst, Gemüse und Suppen zu sich nehmen. Damit versorgt man seinen Körper auch von innen mit Flüssigkeit und wichtigen Nährstoffen.

Habt Ihr Lieblingsprodukte für die Hautpflege im Winter? Nennt sie mir gerne.

Bei uns sind Produkte von Weleda oder Dr. Hauschka sehr beliebt. Mein Tipp z.B. die Reinigungsmilch von Dr. Hauschka.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Douglas. 

Kinderkrebs und Spätfolgen Fruchtbarkeit und Kinderwunsch

„Eine eigene Familie ist ein grosser Wunsch von uns“

Es ist nicht selten, dass bei Kinderkrebs das Thema Fruchtbarkeit nicht angesprochen wird. Denn das Überleben und die dafür notwendigen Behandlungen stehen im Vordergrund. Da Krebsbehandlungen aber zu einem Verlust oder einer Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit führen können, müsste vor dem Beginn der Behandlung entschieden werden, ob und welche fertilitätserhaltenden Massnahmen (z.B. die Entnahme von Eizellen) in Frage kommen.

Beratungsangebote und Kostenübernahme

Diese Massnahmen wiederum werden von den Krankenkassen nicht vollständig übernommen, so dass oft auch die Kostenfrage im Raum steht. Die Herausforderungen für Kinder wie Eltern sind vielfältig und häufig ist das Wissen über die Möglichkeiten lückenhaft.

Die aktuelle Sensibilisierungskampagne von Kinderkrebs Schweiz setzt sich dafür ein, dass systematische Beratungsangebote Eltern, Kinder und Survivors umfassend informieren und dass eine Grundversicherung alle notwendigen Kosten übernimmt.

Jasmin Schefer erzählt im Interview von ihren Erfahrungen und wie sie nun das Thema Kinderwunsch angeht…

Leben mit den Folgen der Krebsbehandlung

Jasmin Schefer - Krebs und Kinderwunsch
Jasmin Schefer heute. Bild zVg.

Mama mal 3: Der Krebs hat Sie während Ihrer Kindheit und Jugend gleich 2x „getroffen“ und Sie haben ihn 2x besiegt. Wie haben Sie diese Zeit erlebt? Jasmin Schefer: Beim ersten Mal wusste ich nicht viel vom Krebs. Meine Eltern erzählten mir damals, dass ich schwer krank sei und die Ärzte mich wieder gesund machen. Daher kann ich rückblickend diese Zeit als relativ unbeschwert sehen. Das zweite Mal hat es mich während meiner Jugend getroffen und mich selbst damit auch mehr. Auch habe ich vom zweiten Mal eindeutig mehr Nachwirkungen zu spüren. Da ich durch die Operation eine halbseitige Gesichtslähmung habe, was als Teenager nicht einfach ist, und auch heute noch ein sehr grosses Thema bei mir ist.

Sie sind heute krebsfrei, leben aber mit den Folgen der Behandlungen. Können Sie ausführen, wie diese ihren Alltag beeinträchtigen? Die Gesichtslähmung ist das, was mich am meisten stört und auch sehr zu meinem Körperbild beiträgt. Ansonsten habe ich durch die Operation Gleichgewichtsstörungen, durch welche ich nicht mehr rennen, hüpfen oder mich schnell drehen kann, wie bei einem Purzelbaum. Ausserdem wurden durch die Bestrahlung am Kopf meine Zähne beschädigt, was viele Termine beim Zahnarzt zur Folge hatte.

Wichtig wäre es, dass die Informationen flächendeckend fliessen.

Haben Sie sich damals, als Sie krank waren, Gedanken um ihre Zukunft gemacht, besonders im Hinblick auf einen allfälligen Kinderwunsch? Damals hatte ich zwar auch schon den Wunsch, eigene Kinder zu haben, aber vermutlich nicht mehr als andere Mädchen in diesem Alter. Erst als ich mit 24 Jahren meinen heutigen Mann kennengelernt habe, hat sich der Wunsch nach der Familie konkret ergeben.

Sie schreiben, dass Sie nur wenig Wissen um die wichtige Nachsorge hatten. Sind Sie enttäuscht darüber, dass man Sie als Survivorin nicht eingehender darüber informiert hat? Sicherlich hätte ich mir mehr Informationen seitens der Ärzte und auch Fachstellen gewünscht. Jedoch höre ich auch, dass andere Survivors die Informationen bekommen haben. Ich denke wichtig wäre es, dass die Informationen fliessen und dies flächendeckend in der ganzen Schweiz, unabhängig davon, wo und von wem man behandelt wurde.

Sie sind jetzt 29 Jahre alt. Sie und Ihr Mann würden gerne eine Familie gründen. Gibt es Möglichkeiten, Ihre Fruchtbarkeit zu überprüfen und wäre das ein Thema für Sie? Ja es gibt Möglichkeiten und ich bin mit meiner Frauenärztin dabei, das abzuklären.

Krebs und Kinderwunsch: Fertilitätsbehandlung

Welche Möglichkeiten wären das? Bis jetzt weiss ich nur, dass ein vaginaler Ultraschall sowie ein Blut-Test, der das Anti-Müller-Hormon misst, helfen können.

Sollte eine Fertilitätsbehandlung nötig sein, würden Sie diese in Anspruch nehmen? Ja, denn es ist ein grosser Wunsch von uns, eine eigene Familie gründen zu können.

Sie sagen, dass Sie während Ihrer Krebserkrankung nie über die Risiken bzgl. Fertilität informiert wurden? Mit 7 Jahren fände ich es eher unverständlich, wenn die Ärzte mit mir darüber gesprochen hätten. Ob sie mit meinen Eltern darüber gesprochen haben, weiss ich leider nicht. Mit 14 Jahren, als ich zum zweiten Mal an Krebs erkrankte, weiss ich nicht, ob ich dafür bereit gewesen wäre. Da in dieser Zeit die Jungs gerade erst ein Thema für mich wurden. Heute als erwachsene Frau denke ich, die entsprechenden Informationen hätte ich nach dem Besiegen des Krebs bekommen sollen. Denn während den Behandlungen fehlte mir die Energie, mich noch mit etwas anderem zu beschäftigen als wieder gesund zu werden.

Die Beteiligung der Krankenkasse ist ein grosser und wichtiger Schritt.

Was sollte sich Ihrer Meinung nach für andere Survivors ändern damit die Chancen auf Erfüllung des Kinderwunsches möglichst gross sind? Als erstes muss wirklich eine flächendeckende Information stattfinden. Egal von wem und wo man behandelt wurde. Denn nur Aufklärung und Informationen helfen. Am besten wäre es, wenn man automatisch davon erfährt, ohne danach suchen zu müssen. Ausserdem finde ich es super, dass sich seit kurzer Zeit die Krankenkasse beteiligen muss an Behandlungen wie beispielsweise dem Einfrieren der Eizellen. Dies ist ein grosser und wichtiger Schritt. Denn der Krebs begleitet einem ein Leben lang und wenn man dann solche Kosten noch selbst tragen muss, welche durch die Erkrankung entstehen, ist man doppelt gestraft. Auch wenn man die Psyche bei einem solchen Schritt und die Behandlungen betrachtet, trifft es jemanden einfach doppelt. Vielen Dank für das Interview, Frau Schefer & alles Gute für die Zukunft! 

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#Momlife Sticker Collection // by Ma’Loulou & Mama mal 3

Sie ist da! Wenn sich zwei kreative Mütter zusammen tun, kann Grossartiges entstehen. In diesem Fall eine konfetti-bunte, lebensfreudige, spritzig-prickelnde und überaus inspirierende #momlife Sticker Collection – für Deine Agenda, Liebesbriefe, Geschenke, Bücher, Notizen und überhaupt jede erdenkliche Situation im kunterbunturbulenten Mama-Alltag.