junge Katzen auf Trampolin

Haustiere für Kinder? Unsere Wahl: Katzen

Kinder lieben Tiere und der Wunsch nach einem Haustier wird fast immer geäussert. Viele Familien entscheiden sich, sobald die Familienplanung abgeschlossen ist, auch tatsächlich für „tierischen Familienzuwachs“. Doch welches Tier eignet sich?

Wie der Titel schon sagt, war es bei uns, nach langem Überlegen, die Katze. Bzw. drei davon. Aber mehr später. Auch ein Hund kam in die engere Auswahl, schliesslich hatte ich als Teenie auch einen (West Highland White Terrier).

Ich erinnere mich aber natürlich noch gut daran, dass meine Mama (Hausfrau) die Hauptarbeit damit hatte, denn ich ging ja zur Schule, hatte Hausaufgaben etc. Als Kind besass ich zudem auch ein Aquarium. Aber Fische kann man eben nicht „kuscheln“.  

Aus Gründen haben wir uns deswegen für Katzen entschieden, denn das Haustier sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Wenig Aufwand weissgraue Katze auf Tisch
  • Gut zu versorgen während Urlauben
  • Kann mehrere Stunden alleine zuhause gelassen werden
  • Langlebig
  • Die Kinder können bei Fütterung etc. mithelfen
  • Zugänglich, zum Streicheln, mit „Therapie-Charakter“

Die Kinder wünschten sich natürlich schon länger ein Haustier. Ich habe aber immer gesagt, dass ich nicht „ein weiteres Kind versorgen“ will. Dafür fehlten mir lange die Ressourcen. Meine grösste Angst war zudem, die Kinder irgendwann begleiten zu müssen, sollte das Haustier sterben.

Diese Angst habe ich immer noch, aber wir hoffen natürlich, dass unsere Katzen uralt werden. Die Tatsache, dass wir uns für Hauskatzen entschieden haben, die wir nicht frei herumlaufen lassen, sollte dem entgegenkommen.

Reinrassig oder nicht? 

junge Katzen auf Trampolin Ich glaube aber, dass wir noch heute kein Haustier hätten, wenn ich nicht via Account einer Bekannten auf eine „Maine-Coon“-Zucht ganz in der Nähe stiess. In Anführungszeichen weil es nicht ganz reinrassige Tiere sind. Sie sind zumindest kleiner.

Der Papa schwärmt seit eh und je für Maine Coon oder Norwegische Waldkatzen. Doch die Züchter haben meist viele Interessenten und können sich quasi „auswählen“, wem sie die Tiere verkaufen. Und keiner war grad „um die Ecke“ bei uns.

Deswegen die Entscheidung für den Hof ein paar Dörfer weiter. Leider hatte der erste Wurf zu wenig Kätzchen und diese waren schon versprochen. Doch es stand bald ein weiterer Wurf an und hier hatten wir nun „freie Wahl“.

Seit die Kinder erfuhren, dass wir den Kauf von Katzen erwägen – geplant waren zwei weil es für die Tiere dann einfacher ist, auch mal allein zu sein – waren sie ungeduldig und fragten oft danach.

1, 2 oder 3?

Drei Katzengeschwister Als es soweit war, warf die Katzenmama drei Kitten, die wir 2x besuchten. Die Entscheidung, welche wir nehmen wollen, schoben wir noch etwas vor uns her. Aber bei drei Kindern war bald klar, dass wir doch einfach alle drei nehmen. Wir konnten doch nicht eins zurücklassen!?

Die Ankunft der neuen Familienmitglieder wurde mit grosser Spannung erwartet. Und beim Kauf der nötigen Utensilien schluckten wir schon mal: günstig wird die Sache nicht… Den Tierarzt hatte ich auch noch nicht einberechnet.

Ich war sehr nervös, hatte viele Fragen. Fast wie beim ersten Baby, fühlt man sich unsicher: was brauchen die Tiere? Wie viel dürfen sie essen und von welchem Futter? Die ersten Nächte waren auch genauso unruhig wie mit einem Säugling.

Aber mit der Zeit gewannen wir an Sicherheit, die Kätzchen, die sich anfangs noch sehr zurückzogen und schüchtern waren, gewöhnten sich immer mehr an uns und heute ist es gar nicht mehr vorstellbar, wie es ohne war.

Katzenkinder sind auch Kinder

junger Maine Coon Kater, schwarz-weiss mit blauen Augen Trotzdem sind sie ein wenig wie drei weitere Kinder. Sie können sich ja nicht selbst versorgen, sie stellen manchmal Dinge an und man muss schon oft aufpassen, dass sie nicht weglaufen, wenn wir die Haustüre öffnen.

Zudem wecken sie uns meist am doch viel zu frühen Morgen schon, wenn sie an unserer Schlafzimmertüre kratzen und miauen. Anfangs wehrte ich mich noch dagegen sie reinzulassen, aber man kann halt wirklich nicht lange widerstehen.

Manchmal ist eine Katze auch schon zur Schlafenszeit mit bei uns im Zimmer oder Bett, dann bleibt die Türe nachts offen, was es etwas einfacher macht. Trotzdem kommt sie gerne morgens ins Bett, leckt meine Hand ab, beisst hinein (nur leicht) und schnurrt (laut).

Und nein, man kann ihr nicht böse sein, es ist einfach zu süss. Ein kleines bisschen sehne ich mich schon zurück an die „Freiheit“, die man ohne Katzen hat. Es ist aber mehr ein schlechtes Gewissen, nicht genug Zeit für sie zu haben. Ein Grund auch, weswegen wir nicht nur eine Katze genommen haben.

Wenn ich sehe, wie viel Freude die Kinder an den Tieren haben, weiss ich, dass es die richtige Entscheidung war. Auch wenn ich selber da noch immer etwas ambivalent bin: Man öffnet sein Herz (erneut) und damit auch die Angst vor Verlust. Man bindet und verpflichtet sich.

Könnt Ihr diese Gedanken nachvollziehen? Wie steht Ihr zu Haustieren? Habt Ihr selber welche oder überlegt Euch, welche anzuschaffen oder ist es aus Gründen tabu für Euch?

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