Drei Kinder in Woolami Merino-Kleidung

Woolami – vielseitige Merino-Kleidung

Ich bin ein grosser Fan von Merino, ganz besonders beim Mäuschen. Stoffwindel, Overall, Bodys, Hosen, Pullover – es gibt einiges, das ich in der „Wunderfaser der Natur“ besitze und ihr immer anziehe wenn wir jetzt im Winter nach draussen gehen – denn Merino ist nicht nur warm und weich, sondern reizt auch die Haut viel weniger als normale Wolle: dieses „beissende“ Gefühl fehlt komplett. Weiterlesen

Warum ich das Tragen liebe…

Ich habe alle meine Kinder getragen. Den Grossen leider nicht so häufig wie ich es im Nachhinein gerne getan hätte… ich bin mir sicher, dass dadurch vieles besser gewesen wäre, aber es hilft im Nachhinein ja nichts… Bei der Maus habe ich dann intensiv begonnen, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich trug sie oft. Ich meine, man hat ja Kinder eh ständig auf dem Arm und im Tuch oder der Tragehilfe ist es nicht nur schonender, sondern auch praktischer. Man hat die Arme frei. Sei es für Geschwisterkinder, den Haushalt oder beim Einkaufen.

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Während  das Baby friedlich vorne drin schlummert, sind die Hände frei für anderes… hier z.B. zum Fotografieren beim Sonntagsspaziergang 😉

Ich gehe auch tragend spazieren. Das zusätzliche Gewicht schadet mir nicht und meine Kinder bekommen so viel mehr mit über von ihrer Umgebung als liegend im Kinderwagen. Aber ich will jetzt gar nicht gross über die vielen Vorteile referieren, die könnt Ihr nämlich im unten stehenden Link zu meinem aktuellsten Gastbeitrag lesen. Oder auf meiner Website „Nestwärme“, die ich vor Jahren nach meinem ersten Trageberatungs-Kurs erstellt habe und für die ich immer wieder verschiedene Tücher und Tragehilfen teste.

Einen Kinderwagen schaffen wir uns nicht mehr an. Tragen ist für mich einfach schöner. Schon mit der Maus habe ich den Wagen eher benutzt um Einkäufe etc. zu transportieren während das Kind auf meinem Rücken „mitlief“ 😉 Dafür wäre er praktisch, oder wenn man mal länger draussen unterwegs ist und das Baby kurz ablegen müsste… aber dafür lohnt es sich nicht, einen zu kaufen.
Zur Not können wir unseren Fahrradanhänger mit einem zusätzlichen Rad als Wagen benutzen.
Das soll jetzt aber keine generelle Absage an den Wagen sein! Es gibt Babys, die lieben es und dann passt das auch… und es gibt Eltern, die tragen nicht gerne – auch das finde ich OK, jeder, wie er will, ich erzähle hier nur, wie ich es mache…

Auch erwähnen muss ich, dass meine Kinder eben richtige Traglinge sind/waren, die sich kaum ablegen liessen. Es verging meist keine Minute, dann wurde gequäkt… ist ja auch logisch, denn am schönsten ist es für ein kleines Baby eben ganz nah bei der Mama – so wie im Bauch – warm und kuschelig. Den Herzschlag spüren, ihren Duft riechen, in ihr Gesicht schauen, ihrer Stimme lauschen, geschaukelt werden und alles um sich herum mitbekommen…

Zum Leidwesen meines Mannes bin ich auch ein wenig der Tuch-Sucht verfallen. Ein wenig… *räusper* Ich muss mir ein Lachen verkneifen. Falls Ihr Frauen kennt, die einen Schuh- oder Taschentick haben und damit ihre Schränke füllen, dann wisst Ihr vielleicht, was ich meine. Bei mir stapeln sich halt Tücher. Vorwiegend in pink oder lila, Mädchenfarben eben. Wenige auch in anderen Farbtönen… in verschiedenen Mustern, klar, verschiedenen Marken und Materialien, verschieden schwere Tücher… ja, da gibt es wirklich grosse Unterschiede. Wenn Ihr jetzt sagt: Tuch ist doch Tuch, dann sage ich Euch: Schuh ist Schuh, oder? Und falls Ihr mehrere Paar Schuhe besitzt, müsst Ihr jetzt nichts mehr sagen 😉 Ja, Tücher sind für mich, last but not least, auch einfach ein modisches Accessoire – wenn Mama schon keine Zeit hat, um sich im Alltag schick zu kleiden (wozu auch!?), dann macht wenigstens das Tragetuch was her.. 😉

Übrigens, hier mein aktuellster Gastartikel für babytalk.world zum Thema TragenBabys wollen getragen werden

Illustration: Les mamans winneuses

Draussen aktiv – mit ReimaGO

Produkttest/-vorstellung

Die Kleidung von Reima gefällt mir schon lange. Das Label aus Finnland hat sich auf funktionelle Outdoorkleidung für Kinder und Babys spezialisiert. Die Schnee-Overalls für die Kleinsten waren es dann auch dank der ich Reima vor Jahren entdeckte. Und nun durften wir etwas Neues und ziemlich Cooles ausprobieren: ReimaGO – ein Aktivitätssensor für Kinder, den man ganz einfach in der passenden Kleidung einklickt und der, ähnlich einem Schrittzähler, die Aktivität der Kinder im Laufe des Tages erfasst sowie die Dauer und Intensität der Bewegungen misst.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAMittels einer liebevoll gestalteten App können die Eltern gemeinsam mit den Kindern abends überprüfen, wie aktiv sie heute waren. Dabei gibt es verschiedene Levels, welche die Kinder erreichen können und Belohnungen in Form von Abzeichen. Hier haben die Eltern auch die Möglichkeit, selber ein Bild hochzuladen und eine entsprechende Belohnung, z.B. Zoobesuch, das Lieblingsgericht zum Abendessen, ein neues Laufrad etc., zu versprechen, wenn ein bestimmtes Ziel erreicht wurde. Ideal wäre natürlich etwas, das wiederum mit Aktivität verbunden ist. Vielleicht wünscht sich das Kind ja ein Paar Schlittschuhe oder Skier? Das ist aber natürlich kein Muss! Wer eine „Belohnung“ als pädagogisch/erzieherisch wenig sinnvoll erachtet, kann die App auch einfach dazu benutzen, gemeinsam zu sehen, wie viel sich das Kind bewegt hat. Das ist spannend und schnell erledigt, bedeutet also überhaupt nicht, dass das Kind danach noch lange vor dem Bildschirm hängt, falls jetzt jemand gerade Bedenken hatte! 😉
Die Sensoren werden übrigens ganz einfach via Bluetooth mit dem iPad oder iPhone (Android folgt bald) verbunden, um sich die Resultate anzusehen.

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Foto: Reima

 

 

Aktive Kinder
Immer wieder wird bemängelt, wie wenig Kinder sich heute bewegen. Erst mal ist klar, dass sie mit dem Beginn der Schulzeit schon mal einen grossen Teil des Tages still sitzen müssen. Aber auch in der Freizeit überwiegen je länger, je mehr, ruhige Aktivitäten und besonders bei älteren Kindern ein hoher Konsum von Bildschirmzeit (Smartphone, Computer, Videospiele). Es scheint als würde Bewegung oft nur noch in Sportkursen stattfinden. Aber nicht jedes Kind ist offen dafür… Als Optimum empfiehlt übrigens die WHO 60 Minuten moderate bis hohe Bewegungsaktivität pro Tag. 60 Minuten sind deshalb auch als Tagesziel in der App vorgegeben.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAMit ReimaGo will Reima sowohl Eltern als auch Kindern etwas in die Hand geben, das zu mehr Bewegung im Alltag motiviert. Und ich denke, dass dies bis zu einem bestimmten Alter sehr gut funktionieren kann.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAAuch wir legen Wert darauf, dass sich unsere Kinder regelmässig bewegen und das am besten an der frischen Luft in der freien Natur. Dass wir die Fotos für diesen Beitrag auf dem Spielplatz machten, war nicht geplant, aber zuvor wollten wir auf einem ziemlich kargen Feld einen Drachen steigen lassen und das klappte nicht so ganz, also siedelten wir dann kurzerhand um. Obwohl wir mit den Kindern übrigens an einem anderen Tag noch fast zwei Stunden spazieren gingen (zum Teil waren sie auf den Rollern unterwegs), war ihr Aktivitätslevel am Foto-Tag höher. Dabei sind wir nur in den Laden, waren auf dem Feld und eben dem Spielplatz. Ich schätze die Bewegungsintensität war heute mit Klettern, Schaukeln und Rennen eben höher als nur mit Spazieren/Roller fahren… aber so kann man verschiedene Aktivitäten eben auch gut vergleichen.
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Motivation wecken
Dazu muss ich noch erwähnen, dass unser Grosser ja ein ziemlich ausgeprägter Stubenhocker ist. Obwohl er sich, einmal draussen, eigentlich sehr gern bewegt, schaffen wir es kaum, ihn ohne grosses Protestgeheul zum Mitkommen zu bewegen. Da half bisher weder Vorleben, noch eine Belohnung versprechen oder ähnliches… Ich glaube deshalb schon, dass ReimaGO ein helfen kann, da er, vom Ehrgeiz getrieben (und den hat er), natürlich nicht will, dass seine Schwester mehr Punkte erreicht als er 😀 Nun ja… vielleicht nicht die gewünschte Art von Motivation, aber mehr können wir derzeit wohl nicht erwarten. Obwohl es fast nicht möglich ist, die Sensoren täglich zu tragen und drum wirklich ein gutes Bild der kindlichen Aktivitäten zu bekommen (im Schwimmkurs oder Turnen sind sie auch aktiv, tragen aber logischerweise die Jacken nicht) und ich es zudem auch nicht zum täglichen Gebrauch empfehle, weil es dann wahrscheinlich schneller langweilig werden würde oder eben auch mal Tage gibt, an denen die Aktivität geringer ist und das wiederum die Kinder möglicherweise demotiviert, kommen die Kinder auch von selber an und bitten darum, die Jacken mit den Sensoren tragen zu dürfen, z.B. wenn sie mit anderen Kindern vor die Tür gehen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAÜberlegt doch, ob ReimaGO auch etwas für Euch sein könnte. Die Kinder zu mehr Bewegung anregen zu wollen, setzt natürlich immer voraus, dass auch die Eltern sich gerne (draussen) bewegen und bereit sind, regelmässig solche Aktivitäten zu unternehmen. Und auch wenn man den Sensor z.B. nur am Wochenende nutzt – die schöne und funktionelle Kleidung (gibt ein ganzes Sortiment, auch wärmerer Kleidung, die Sensor-tauglich sind) zahlt sich immer aus, egal ob mit oder ohne Sensor… 😉

Wir bedanken uns herzlich bei ReimaGO dafür, dass wir dieses innovative Produkt testen und nutzen durften.
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Windelfrei zuhause

Ich muss einfach berichten, was wir mit der Maus gerade erleben. Seit ca. 2 Wochen lasse ich sie zuhause aufgrund des warmen Wetters unten ohne. Begeistert habe ich vorhin gerade festgestellt, wie selbstständig sie aufs Töpfchen geht. Dies steht immer an der selben Stelle. Gerade vorhin ist sie nach kurzem Schläfchen und Stillen zuerst für den Bisi hingehockt und brachte mir dann stolz das Töpfchen mit den Worten „kaka“ (was anderes sagt sie nicht für ihre Ausscheidungen) 😉 Ich leerte es aus, stellte es zurück und wenig später setzte sie sich erneut darauf und dieses mal war tatsächlich auch „kaka“ drin. Zum 2. Mal ist jetzt der „Kaka“ ins Töpfchen, sonst hat sie meist unterwegs in die Windel gemacht.
Was zuhause so vorbildlich klappt, dass sie nämlich merkt, wenn sie muss und dann selbstständig das Töpfchen aufsucht (draussen geht’s auch mal in die Wiese…), ist wie ausgeschaltet sobald sie eine Windel oder eine Hose an hat. Das mit der Windel versteh ich ja; ihr wurde 19 Monate lang zu verstehen gegeben, dass sie da rein machen soll/darf/muss; der Lernprozess wird sich wohl etwas ziehen.

Unterwegs mit Stoffwindeln

Meist verfährt man in diesem Fall so, dass man bergeweise Wechselkleidung bereit hält und einfach keine Windeln mehr anzieht bis die Kinder auch hier merken (da nass und unangenehm), dass sie die Kleidung aus und aufs Töpfchen müssen. Im Moment bevorzuge ich noch die (Stoff)windeln da ich nicht möchte, dass Autositz oder auf Besuch Teppich oder Sofa nass werden. Das wäre mir unangenehm. Auf Spielplatz oder Badi ist es ja egal. Mal sehen, wie es weiter geht aber ich dachte echt nicht, dass sie so schnell versteht, wie das Ganze „funktioniert„. Aber das soll auch andere motivieren, es in diesen heissen Tagen mal ohne Windeln zu versuchen.
Nachts lasse ich ihr die Windel aber noch an. Sie ist zwar morgens meist sehr leicht aber wahrscheinlich geht doch auch mal was rein da sie ja nachts auch mal kurz wach ist, ich will nicht, dass sie dann nass wird…

Stoffwindeln aufgereiht in der Schublade

Der gerötete Po ist passé

Übrigens hat sie, seit sie so viel unten ohne und in Stoffwindeln gewickelt wird, nie mehr Probleme mit einem geröteten Po gehabt! 🙂
Das einzige, woran ich noch „arbeiten“ möchte, ist, dass sie mir irgendwie signalisieren kann, dass sie „muss“ damit ich später unterwegs, wenn kein Töpfchen zur Hand ist, mit ihr auf’s Klo gehen kann. Das ist aber wohl das Schwierigste, da sie „kaka“ erst nach erledigtem Geschäft sagt. Ich versuche gerade, ihr ein Handzeichen einzuprägen, indem ich es immer mache wenn sie „gemacht“ hat und dazu das k-Wort sage. Mal sehen…