Warum ich das Tragen liebe…

Ich habe alle meine Kinder getragen. Den Grossen leider nicht so häufig wie ich es im Nachhinein gerne getan hätte… ich bin mir sicher, dass dadurch vieles besser gewesen wäre, aber es hilft im Nachhinein ja nichts… Bei der Maus habe ich dann intensiv begonnen, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich trug sie oft. Ich meine, man hat ja Kinder eh ständig auf dem Arm und im Tuch oder der Tragehilfe ist es nicht nur schonender, sondern auch praktischer. Man hat die Arme frei. Sei es für Geschwisterkinder, den Haushalt oder beim Einkaufen.

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Während  das Baby friedlich vorne drin schlummert, sind die Hände frei für anderes… hier z.B. zum Fotografieren beim Sonntagsspaziergang 😉

Ich gehe auch tragend spazieren. Das zusätzliche Gewicht schadet mir nicht und meine Kinder bekommen so viel mehr mit über von ihrer Umgebung als liegend im Kinderwagen. Aber ich will jetzt gar nicht gross über die vielen Vorteile referieren, die könnt Ihr nämlich im unten stehenden Link zu meinem aktuellsten Gastbeitrag lesen. Oder auf meiner Website „Nestwärme“, die ich vor Jahren nach meinem ersten Trageberatungs-Kurs erstellt habe und für die ich immer wieder verschiedene Tücher und Tragehilfen teste.

Einen Kinderwagen schaffen wir uns nicht mehr an. Tragen ist für mich einfach schöner. Schon mit der Maus habe ich den Wagen eher benutzt um Einkäufe etc. zu transportieren während das Kind auf meinem Rücken „mitlief“ 😉 Dafür wäre er praktisch, oder wenn man mal länger draussen unterwegs ist und das Baby kurz ablegen müsste… aber dafür lohnt es sich nicht, einen zu kaufen.
Zur Not können wir unseren Fahrradanhänger mit einem zusätzlichen Rad als Wagen benutzen.
Das soll jetzt aber keine generelle Absage an den Wagen sein! Es gibt Babys, die lieben es und dann passt das auch… und es gibt Eltern, die tragen nicht gerne – auch das finde ich OK, jeder, wie er will, ich erzähle hier nur, wie ich es mache…

Auch erwähnen muss ich, dass meine Kinder eben richtige Traglinge sind/waren, die sich kaum ablegen liessen. Es verging meist keine Minute, dann wurde gequäkt… ist ja auch logisch, denn am schönsten ist es für ein kleines Baby eben ganz nah bei der Mama – so wie im Bauch – warm und kuschelig. Den Herzschlag spüren, ihren Duft riechen, in ihr Gesicht schauen, ihrer Stimme lauschen, geschaukelt werden und alles um sich herum mitbekommen…

Zum Leidwesen meines Mannes bin ich auch ein wenig der Tuch-Sucht verfallen. Ein wenig… *räusper* Ich muss mir ein Lachen verkneifen. Falls Ihr Frauen kennt, die einen Schuh- oder Taschentick haben und damit ihre Schränke füllen, dann wisst Ihr vielleicht, was ich meine. Bei mir stapeln sich halt Tücher. Vorwiegend in pink oder lila, Mädchenfarben eben. Wenige auch in anderen Farbtönen… in verschiedenen Mustern, klar, verschiedenen Marken und Materialien, verschieden schwere Tücher… ja, da gibt es wirklich grosse Unterschiede. Wenn Ihr jetzt sagt: Tuch ist doch Tuch, dann sage ich Euch: Schuh ist Schuh, oder? Und falls Ihr mehrere Paar Schuhe besitzt, müsst Ihr jetzt nichts mehr sagen 😉 Ja, Tücher sind für mich, last but not least, auch einfach ein modisches Accessoire – wenn Mama schon keine Zeit hat, um sich im Alltag schick zu kleiden (wozu auch!?), dann macht wenigstens das Tragetuch was her.. 😉

Übrigens, hier mein aktuellster Gastartikel für babytalk.world zum Thema TragenBabys wollen getragen werden

Illustration: Les mamans winneuses

1 Monat Mäuschen (und Maslow)

Ihr fragt Euch jetzt vermutlich, wer oder was zum Geier Maslow ist. Aber vielleicht kennt Ihr ihn ja (wieder) wenn Ihr auf die Grafik schaut. 

maslow-pyramideJa, genau, die Bedürfnis-Pyramide. Genau an diese erinnere ich mich aktuell ganz oft, wenn ich unsere Tage so durchdenke. Wir sind ganz unten gestartet, logo, und diese untere Stufe diktiert unseren Tag, Baby’s Tag.
Atmen tut es gottlob von selber, zum Trinken (Nahrung) meldet es sich genau so wie wenn es müde ist. Und bei uns kommt noch das Ausscheidungsbedürfnis hinzu, das sich durch gewisse Signale zeigt und dem ich mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg versuche entgegen zu kommen. Es ist also ein 24h-Kreislauf von Nahrungsaufnahme-Ausscheidung-Schlaf und wieder von vorne, unterbrochen nur durch mehrere Wachphasen…

Ob Sicherheit und das Soziale auch schon dazu kommen? So ein wenig schon, oder? Sicher bin ich ganz nah bei Mama, Papa oder sonst jemandem, der mich trägt oder hält. Und Kommunikation ist durchaus ein Thema. Es wird Blickkontakt gesucht, Laute werden von sich gegeben. Weinen gehört auch dazu. Es kann ja noch nicht sprechen…

Vielleicht findet Ihr den Vergleich ja total albern, aber ich finde es stimmt 😉 Maslow-Baby *g* Und Mama als 24h-Bedürfnis-Abklärerin und -Erfüllerin, jawohl!

Signale richtig deuten
So. Und um Bedürfnisse richtig erfüllen zu können, muss man natürlich wissen, welche das Baby gerade äussert. Das ist nicht immer so einfach. Es gibt Tage, da bringe ich sie problemlos zum (Ein)schlafen, innert weniger Minuten, weil ich offenbar den richtigen Moment erwischt habe. Beim Hunger kann ich oft auf die Uhr gehen bzw. ich weiss, dass sie nach dem Aufwachen gleich mal an die Brust muss. Dito mit dem Pipi… nach dem Schlafen muss man einfach. Auch das grosse Geschäft habe ich bisher immer erkannt obwohl es glaub’s ganz oft einfach Zufall war 😀 Aber oft weiss ich nicht, was sie gerade hat. Dann halte ich sie, in der Meinung, sie müsse pieseln, ein ums andere Mal über den Topf und nix kommt. Aber so einfach ist es halt auch nicht. Vielleicht ist sie dann müde oder wollte einfach auf den Arm… da muss ich noch dazu lernen… und alles wird man nicht immer richtig deuten können… ich erinnere mich noch eine Situation mit unserem Grossen. Er war damals 15 Monate und wir wegen der Hochzeit meines Vaters in Griechenland. Wir hängten eine Woche in einem Hotel am Meer an. Eines Tages brüllte der damals Kleine wie am Spiess… nichts half! Wir waren total ratlos und trollten uns schliesslich auf’s Zimmer weil die anderen Leute schon komisch guckten. Irgendwer von uns kam dann mal auf die Idee, ihm die Windel auszuziehen und siehe da: knallroter Po!!! Irgendwas muss den Po gereizt haben. Wahrscheinlich war die Windel voll, ich weiss nicht mehr, was es war. Wir haben uns auf die Stirn geklatscht, dass wir das nicht geschnallt haben, dass die Windel weg muss… und ganz oft waren die Kleinen auch völlig grundlos quengelig, was man dann immer auf’s Zahnen schiebt wenn man sonst nicht weiss, was ist 😀 Gottlob war das bei beiden kein grosses Thema, weil sie erst nach jährig Zähne bekamen. Das geht dann sanfter und unbemerkter zu und her. Mal sehen, wie’s beim Mäuschen wird.
Aber um hier nochmals „Werbung“ für’s Abhalten zu machen: dadurch, dass ich ein zusätzliches Bedürfnis versuche zu erkennen, was mir auch mehrmals täglich gelingt, fallen ganz viele unruhige/unzufriedene Situationen mal weg, an die ich mich im Nachhinein bei meinen Grossen oder auch fremden Kindern erinnere… und dafür lohnt sich meiner Meinung nach der Mehr-„Aufwand“.

Mit 1 Monat…

…entdeckt meine Mama einen gewissen Rhythmus, der sich aber von einem Tag auf den anderen wieder ändern kann. Hättest wohl gern, bäh! 😀

…stille ich schon fast wie ein Profi

…geht kein grosses Geschäft mehr in die Windel – juhu!

…werde ich täglich in Tuch oder Tragehilfe getragen

…habe ich auch viele wache Momente

…weiss keiner, wie viel ich wiege, aber der Doktor wird’s uns nächste Woche wohl sagen

…bin ich meistens zuhause und finde das ganz OK so. Zu viel Trubel mag ich nicht

…freue ich mich über meine lieben Geschwister, besonders über die grosse Schwester, die jetzt nachts bei uns schläft, mich oft streichelt, mir vorsingt und mich sehr lieb hat.

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5 Jahre Maus

Wieso kommt es mir vor wie gestern, dass ich einen Statusbericht über die Maus schrieb… dabei ist es ja bestimmt mindestens ein halbes oder eben ein ganzes Jahr lang her… nun ist sie schon 5!
Und 5 Jahre sind schon etwas Besonderes. Man ist schon ein gut eingelebtes Kindergartenkind und die Schule ist auch nicht mehr weit weg. Man ist kein Kleinkind mehr, wird immer selbständiger und braucht trotzdem noch ganz oft die Nähe und den Schutz seiner Mama (was vollkommen ok und schön ist :D)
Man ist kein Stillkind mehr und kann schon fast schwimmen. Man interessiert sich für Zahlen und Buchstaben, mehr als damals der grosse Bruder, den es nicht kümmerte. Der hatte aber auch kein älteres „Vorbild“…
Ja, man hat vieles abgelegt, was man bis vor kurzem noch so kleinkindmässig tat… den Nuggi braucht man ebenso nicht mehr wie das Töpfchen. Man kann theoretisch alleine einschlafen, wenn man denn will (will man eigentlich nicht ;), man ist längst nicht mehr nur Mama-, sondern auch Papakind und geniesst auch seine Nähe.
Man spricht schon ganz gut und verständlich, nur wenige Fehler blieben. Man hat beste Freundinnen und weiss, was man will (und was nicht).
Meine Maus… ja, gross ist sie geworden, unabhängig, selbstständig und immer noch dieses liebevolle, soziale Wesen. Ab und zu noch steckt in ihr ein zorniges Kleinkind, aber immer seltener. Hilfsbereit ist sie, neugierig und so oft in ihrer kleinen, fantastischen Welt, die ganz wunderbar sein muss… oft versinkt sie darin, trällert oder spricht vor sich hin in einem Spiel. Das ist so süss, so schön anzusehen und zu hören. Ich kenne es nicht vom Grossen, es fasziniert mich und ich finde es so wunderwundervoll, dass ich mir wünschte, ich könnte sie ewig so sehen und erleben… möge sie diese Fähigkeit ganz lange behalten. Meine Zaubermaus, mein Herz & meine Seele.

Mit 5 Jahren wiege ich rund 17kg und bin 105cm gross, wobei ich meist schon Grösse 116 trage.
Meine Geschenke zum Geburtstag: einige Lego Friends, ein Frozen-Keyboard, einen neuen Radio/CD-Player (plus CDs), das Erste-Buchstaben-TipToi-Buch, ein Bastel-Set, Glitzer-Leim und Leuchtstäbe, eine Tasse, eine Lego-Aufbewahrungsbox, ein Little Pony zum Stylen mit Perlen, ein Puzzle und ein Malbuch. Ich hoffe, ich hab‘ nichts vergessen 😉

SSW 32+1 – alles noch so irreal

ssw33Eigentlich rückt es immer näher, aber noch kann ich es mir überhaupt nicht vorstellen, wie es ist, nochmals ein Baby zu haben. Ja, ich sehe mich nun schon oft im Alltag in verschiedenen Situationen mit Zwerg, aber ich kann mir die Bauchmaus, die in mir wohnt so gar nicht vorstellen. Wie wird sie denn aussehen? Meine Kinder sehen beide recht unterschliedlich aus und doch finde ich, dass man ihnen ansieht, dass sie Geschwister sind… irgendwie. Oder auch nicht? 😀 Und nun noch ein 3. Geschwisterchen, wie mag das aussehen? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Ist ja klar, aber dennoch versucht man es immer wieder. Und welchen Platz wird es in unserem Leben und unseren Herzen einnehmen? Gibt es da überhaupt noch Platz? Die Maus schläft nun seit Längerem wieder im Familienbett, immer ganz nah bei mir. Wird es auch klappen mit noch einem Baby an der (anderen) Seite? Ich liebe die Art meines kleinen, grossen Mädchens so sehr, Worte können es nicht beschreiben, sie ist einfach ein Herzkind, ein so unbeschwertes Wesen. Wie wird sie mit der Veränderung umgehen? Und der Grosse… der dann einzige Junge im Trio, der Sensible, der in vielem so ist wie seine Mutter. Wird er es so locker nehmen wie es im Moment scheint? Werden die beiden Geschwisterkinder, über Jahre zusammen gewachsen und doch oft wie Hund‘ und Katz‘, sich neu sortieren müssen oder ist der Abstand zum Baby gross genug dass alles weiter seinen Lauf nimmt? Ach, so viele Fragen und Gedanken, die ich eigentlich im Tumult des Alltags von mir schiebe… und bald naht der Advent und mit ihm noch mehr, das es zu tun gibt, schöne Sachen, aber eben Sachen, die Zeit brauchen…
Die Stoffwindeln sind parat, die Kleiderkiste ab Gr. 56 steht auch da. Beides muss noch irgendwann gewaschen werden… ein paar Dinge müssen noch hergerichtet werden, aber viel ist es nicht. Ein Auto sollte noch her, ein Name! Und die Geburt will, zumindest mental, vorbereitet werden. Aber eins nach dem anderen…

Aus aktuellem Anlass, slightly off topic:

Liebe Swisscom,
vielleicht sollten Sie mal Ihr Shopkonzept überdenken. Ich fuhr heute in den nächstgelegenen Shop um eine Bestellung abzuholen. Leider war der Laden ziemlich voll und logischerweise waren die beiden Angestellten bereits mit Kunden beschäftigt. Nun, ich hätte eigentlich gleich wieder verschwinden können, aber manchmal lohnt es sich ja, kurz zu warten weil vielleicht gerade jemand fertig wird… aber das war nicht der Fall und ich verliess das Geschäft erfolglos nach etwa 5min wieder. Ja, tut mir leid, meine Zeit ist wertvoll im Moment, ich habe noch genug anderes zu tun… ich verstehe ja auch, dass man mal warten muss, aber ich bin dennoch ein Fan von Kundenfreundlichkeit. Für mich immer der ausschlaggebende Punkt, ob ich einem Geschäft/einer Dienstleistung treu bleibe oder nicht. Ich will eben gerne spüren, dass man sich bemüht, dass einem der Kunde etwas wert ist. Dazu gehören für mich auch ganz profane Dinge, wie jemanden zu grüssen, der das Geschäft betritt (geschah nicht) oder sogar kurz etwas zu sagen wie z.B. „ich bitte noch etwas um Geduld, setzen Sie sich doch derweil/schauen Sie sich um„, whatever! Oder, und das wäre ja das Tüpfelchen auf dem i: bemerken, dass die soeben eingetroffene Kundin ziemlich schwanger im Raum steht, kurz das gerade stattfindende Kundengespräch unterbrechen, der Schwangeren ein Glas Wasser und einen Sitzplatz anzubieten (war vorhanden ;), um etwas Geduld bitten und sich dann wieder dem aktuellen Kunden widmen. Aber vermutlich sagt Ihr mir jetzt, dass ich spinne und zu hohe Erwartungen habe. Ja, mag sein… aber gerade in der heute so kurzlebigen Zeit, in der man Produkte und Dienstleistungen wechselt wie Unterhosen, weil der eine vielleicht noch günstiger ist, als der andere oder gerade ein besseres Angebot hat, fände ich die Extra-Meile von der ich immer mal wieder spreche, angebracht. Und einen in den Shop eintretenden Kunden zu grüssen, ist noch nicht mal eine Extra-Meile, sondern einfach Anstand und Höflichkeit im Sinne von „ich sehe Dich, ich freue mich, dass Du mein Geschäft betrittst und vermutlich einen Teil meines Lohns zahlen wirst mit Deinem Einkauf… “ Ihr wisst, was ich meine… weil, ich werde nun vermutlich am Samstag wieder den Shop aufsuchen müssen, gemeinsam mit 1-2 innert Minuten quengelnden oder in den Bildschirm starrenden Kindern und dann eine halbe Ewigkeit warten müssen weil noch 10 andere ebenfalls an diesem Tag irgendwas im Shop brauchen (es ist Vorweihnachtszeit!). Alles schon passiert. Ich nehme vielleicht ein Buch mit oder so?

14993516_1700738063577437_2502280965672703345_nSeele: eigentlich ganz gut, ich bin einfach 1A im Verdrängen! Ich habe die Kleiderkisten alle bereit gestellt damit die eine oder andere Mama ab Morgen schauen und mitnehmen kann… ohne Heulkrämpfe. Nun ja, die kommen dann vielleicht noch – mit jeder Tüte, die hinausgetragen wird!? :-O
Untersuchungen/Arztbesuche: Die Hebamme war gestern bei mir. Bauchumfang 109cm, alles gut soweit, sie hat mich nun noch vorne getapet weil mir (vermutlich) die Symphyse Mühe bereitet. Das kannte ich so nicht. In 3 Wochen wieder Hebammen- und FA-Termin.
Körper: sh. oben. Ich habe diese Woche nun deutlich gemerkt, dass es gegen unten zieht, dass der Bauch oft sehr hart ist und dass ich am liebsten einen Lastkran hätte um nachts und morgens aus dem Bett zu kommen 😀
Errungenschaften: ich muss mal überlegen, aber, nein, da war nix. Dafür war ich gestern mit der Overlock bei einer lieben (Profi-)Näherin, die sie einigermassen hinbekommen hat, so dass ich zumindest eine Naht hinkriege – was ein Gemurkse! 😀
Geht gar nicht: einfach keine Zeit zu finden um mich hinzulegen tagsüber, und wenn es nur für 5min sind. Ja, ich weiss, ich könnte wirklich, es gibt nur immer so viel anderes zu tun…
Geht gut: das Kleiderkistenumstapeln heute morgen – irgendwie kein so schlechter Ersatz für das verpasste Trainingspensum.
Must have: den Einsatz, den ich letztens gekauft habe. Passt perfekt in mein warme Kuscheljacke und in eine Winterjacke meines Mannes, damit könnte er dann, sofern er mag, das Baby auch mal draussen tragen 😉

So, jetzt hole ich mal die Maus aus der Waldspielgruppe… habt noch einen tollen Tag! 🙂

Unser Hochzeitstag im GAMS, Geniesser- und Kuschelhotel

Vor über 5 Jahren, als ich die Maus noch im Bauch trug, fuhren wir zum ersten Mal nach Bezau (Vorarlberg, AT) ins „Gams“. Das Hotel wurde uns damals von Freunden empfohlen und wir planten zum ersten Mal seit der Geburt des Grossen eine richtige Eltern-Auszeit mit Auswärts-Übernachtung. Schon damals waren wir begeistert und uns ziemlich sicher, dass wir irgendwann wieder kommen würden.
img_2900Seitdem haben wir nie mehr so richtig Urlaub zu zweit gemacht. Ja, die Kinder haben schon öfters auswärts geschlafen, auch mehr als eine Nacht, aber wir waren meist nur essen u/o im Kino oder folgten irgendeiner Veranstaltungseinladung. Es war also allerhöchste Zeit, dass wir wieder mal allein weg fuhren. Zumal wir a) am Sonntag unseren 7. Hochzeitstag feierten und b) ab Januar sicher wieder für ein ganzes Weilchen keine Gelegenheit mehr für solche Auszeiten haben werden. Für mich also nur logisch, dass wir uns vor der Geburt noch einmal „Zeit zu zweit“ gönnen sollten.
Das Gams ist dafür einfach der ideale Ort! Ich kenne kein schöneres und innovativeres Hotel weit und breit, das sich den Themen Kulinarik, Wellness und Romantik so erfolgreich verschrieben hat. Mit 60 Kuschelzimmern-/suiten ist es angenehm familiär, bietet aber mit einem 2000m2 grossen Wellnessbereich, dem „Da Vinci Spa“, sowie der wirklich ausgesprochen guten Küche ein erstklassiges Verwöhnerlebnis, das ich wirklich jedem Paar nur weiter empfehlen kann. Die Gäste kommen zum Grossteil aus der Schweiz und Liechtenstein, der Rest aus Deutschland, Südtirol und Österreich.
Rund eine Stunde entfernt ist es von uns, die Fahrt führt durch den landschaftlichen und im Herbst oder Winter natürlich ganz besonders schönen Bregenzerwald. Und so lässt einen schon die Anreise stressfrei ankommen und man wähnt sich hier wirklich in einem versteckten Kleinod, weit weg vom Alltag. Kein hektisches Check-in, hier darf man zuerst gemütlich in der Lounge-Bar Platz nehmen und bei einem Begrüssungsgetränk die Anmeldung ausfüllen. Danach wir uns das Zimmer gezeigt. Zimmer jedoch ist untertrieben! Im „Blütenschloss“ haben wir ein wunderbares Reich allein für uns, mit Himmelbett, Sofalandschaft, Kaminfeuer, Minibar und Fernseher, Walk-in-Dusche, Whirlwanne, Frisiertisch und Balkon. Organza-Vorhänge trennen einzelne Bereiche im Zimmer, das in seiner Architektur einer sich öffnenden Blüte nachempfunden wurde. Es ist hell und freundlich. Die Zimmer im „Blütenkokon“ sind ein wenig anders gestaltet und symbolisieren einen Kokon, richten sich also nach innen. Vier „Top-of-Suiten“ komplettieren das Hotel.
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Bild: GAMS Geniesser- und Kuschelhotel

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Bild: GAMS Geniesser- und Kuschelhotel

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Ein Grossteil der Besucher hier sind (werdende) Eltern, der Altersdurchschnitt zwischen 30 und 35 Jahren, wie Ellen Nenning uns verrät. Seit vielen Jahren führt sie gemeinsam mit Partner Andreas Mennel das „Gams“. Man sieht aber durchaus auch ältere oder jüngere Paare hier, schliesslich kennt die Liebe keine Alters-Grenzen 😉 Es gebe auch immer mehr Stammgäste (das verwundert nicht) und auch viele Heiratsanträge hier im Hotel (also wenn Euch Euer Partner mal hierhin einlädt… 😉
Dass die Gäste das Hotel wesentlich mitgestalten, nicht nur in dem sie ihre ganz private Geschichte hier schreiben, sieht man z.B. an den dunklen Wänden im Blütenschloss. Hier darf man sich mit einem Metallic-Marker verewigen und so zieren bereits zahlreiche Herzen, Initialen, Sprüche und Liebesschwüre die Wände. Im Eingangsbereich vor dem Hotel kann man zudem ein an der Rezeption erworbenes Schloss mit seinen Initialen prägen und befestigen. Und nicht nur deshalb nennt Ellen Nenning das Gams eine „Plattform für Zeit zu zweit“. Die Hotelmanagerin ruht sich aber nicht auf den Lorbeeren aus, sondern ersinnt mit ihrem Team immer wieder neue, besondere Angebote, sei es im Wellnessbereich oder im Hotel selber, wie z.B. das Paket „1001 Nacht“ mit „kulinarischen Überraschungen & aphrodisische Höhenflügen unter Baldachinen, traditioneller Shisha und süssem Minztee in weichen Kissen sowie erfrischenden Aufgüssen und orientalischen Reinigungsritualen bis Mitternacht.“
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Nasch-Bar 🙂

Welches Paket man auch bucht, ich kann garantieren, dass man das Hotel erfrischt, erholt und beflügelt verlässt. Die Zeit, die wir im Spa-Bereich verbrachten, war rasch um. Dampfbad, verschiedene Saunas, Hot-Spot-Pool, Cool Pool, beheizter Aussenpool, Erlebnisduschen und verschiedene Ruhebereiche innen wie aussen, Tee-Ecke und zwischendurch leckeres Fingerfood, im Bademantel genossen – langweilig wird es hier nicht. Um für mich noch Treatments zu buchen (ich liebäugelte mit „Rundum schwanger“ – klar, oder? ;), war ich leider zu spät… umso schöner die Überraschung, dass man für uns die „Schokosahne“-Paaranwendung buchte. Wir waren sehr gespannt darauf.
In einem privaten Dampfbad durften wir eine Mischung aus geschmolzener, weisser Schokolade und Kokosöl (duftete wirklich herrlich) auftragen und einwirken lassen. Das war ziemlich lustig. Währenddessen wurde in unserem Zimmer alles für ein Bad vorbereitet – Kerzen, ein kleiner Schokokuchen, Pralinen und Badesalz. Zuerst duschten wir aber und bekamen eine heisse Schokolade serviert, die wir in Ruhe trinken durften. Das Bad in der Wanne nahm ich dann zwar alleine, aber es war herrlich entspannend, ich habe sicher einer halbe Stunde oder länger gesprudelt 😀

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Bild: GAMS Geniesser- und Kuschelhotel

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Aber natürlich wird der Gaumen auch verwöhnt! Im Restaurant „Goldstück“, das in drei Bereiche unterteilt ist, erwartet einen abends ein 7-Gänge-Gourmetmenü nach Wahl, d.h. bei der Vorspeise, den Suppen und dem Dessert kann man immer zwischen zwei bis drei Alternativen wählen. Da ist wirklich für jeden etwas dabei. Käse und Dessert gibt es auch mal vom grossen Buffet. Letzteres hat uns gestern fast umgehauen. Das Dessertbuffet war wirklich enorm, die Entscheidung fiel schwer, aber nach den anderen Gängen hatte leider nicht mehr viel Platz… Dazu muss man aber sagen, dass die Portionen wirklich angemessen sind, schön klein, und die Speisen im Grossen und Ganzen angenehm leicht. Natürlich gibt es auch jeden Abend eine Apéritif, Digestif- und Wein-Empfehlung, welche das Menü abrundet. Wer mag, schliesst den Abend in der gemütlichen Lounge-Bar ab oder leiht sich eine DVD für’s Zimmer. Popcorn darf man sich ebenfalls mitnehmen… für kuschelige Stunden zu zweit 🙂

 

Wir haben den kurzen Aufenthalt auf jeden Fall in vollen Zügen genossen. Es blieben wirklich keine Wünsche offen und besser kann man einen Hochzeitstag eigentlich nicht verbringen! 😉 Gerade wir Eltern, die sonst im hektischen Alltag mit den Kindern kaum einen kompletten Satz zu wechseln bringen und immer gefordert sind, tut solche Zweisamkeit wirklich gut. Einmal ungezwungen und in Ruhe über alles Mögliche reden oder einfach nur alles rundherum gemeinsam geniessen… natürlich haben wir auch die Kinder vermisst und über sie gesprochen, aber auch das hat sein Gutes, so schätzt man nämlich sein grosses, gemeinsames Glück wieder mehr 😉
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Wir bedanken uns ganz herzlich beim Hotel Gams für die tolle Zusammenarbeit und die wunderbare Gastfreundschaft, die uns sicherlich wieder nach Bezau führen wird. Danke auch an die MAROundPARTNER GmbH #mup für die tolle Möglichkeit!

Kennt Ihr das Geniesser- und Kuschelhotel schon? Evtl., weil Ihr selber schon dort wart, oder vom Hörensagen? Oder habt Ihr nun Lust bekommen, auch einmal hinzufahren? 🙂
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Morgen ist es soweit… unser Erstgeborener, der Grosse, unser Junior… wird 6! Mir ist, als hätte ich gerade erst den Blogeintrag zum 5. Geburtstag verfasst… jetzt geniessen die Kinder draussen die Sonne und das jackenfreie Wetter, das sich pünktlich zum Geburtstag eingestellt hat. Die Terrassenzeit kann wieder beginnen. Mein Mann will morgen die Grillsaison eröffnen und ich heute noch den Rasen mähen… Hauptsache beschäftigt und abgelenkt, sonst hirne ich wieder zu viel herum… tja… es schadet nicht, wenn der Fokus wenigstens für 1-2 Tage mal verschoben wird. So…

Wie ist das so mit einem 6-Jährigen? Grosse Sprünge habe ich kaum wahr genommen. Klar, das Kind wächst, aber nicht schubweise. Irgendwann werden die Zähne wackeln. Bei Gleichaltrigen sind teils schon Zahnlücken zu sehen. Bei ihm hält noch alles, was mich aber auch nicht weiter verwundert, waren meine Kinder doch enorm späte „Zahner“. Über den Status quo in Kindergarten bzw in Bezug auf die Schule habe ich letztes mal schon berichtet… Kaum zu glauben, dass wir uns bald mit dem Kauf eines Schulranzens, Etuis etc. befassen werden… aber jetzt feiern wir dann erst mal. Das Fleisch ist bestellt und mangels Alternativen werde ich heute auch noch eine Torte organisieren. Sohnemann wünschte sich zwar Schokomuffins, aber eigentlich hat er die gar nicht so gern. Mann hasst sie, v.a. weil sie homemade nie aufgehen wie die gekauften. Und Torte mag bestimmt jeder, v.a. wenn sie nicht von mir kommt, haha 😛 Ja, wir nehmen das nicht so ernst hier mit dem perfekten Geburtstag inklusive in mühsamster, stundenlanger Nachtarbeit gestalteten Motiv-Fondant-Regenbogen-Spezialform-Deko-Kuchen. Ich bewundere alle Mütter, die sowas hinkriegen (wollen), ich gehöre definitiv nicht dazu. Schätze aber, dass die Geschenke sowieso wichtiger sind als irgendein Kuchen und die sind besorgt. 3x dürft ihr raten, ja, ausschliesslich Sets aus einem der neuen Sortimente des dänischen Plastikklötzchenherstellers… Ritter haben die Ninjas ersetzt… schätze mal, dass ich morgen auf Facebook ein paar Fotos posten werde… Leider sind keine Kinder mit dabei, aber es wird bestimmt ruhiger so… dafür kommen am Sonntag Nachmittag die Nachbarn noch vorbei (die sind eben morgen weg…). Eine Kinderparty werde ich nicht machen. Erstens hat er nicht danach verlangt und zweitens nimmt er an ihn gerichtete Einladungen prinzipiell nicht an, es sei denn er kennt das Kind sehr gut. Nun ja und drittens bin ich nicht böse, wenn ich mir diesen Aufwand nicht auch noch antun muss… es wäre zwar jetzt bei dem Wetter draussen sicher ganz nett, aber… nein. In der Schule wird das dann vielleicht eher zur „Pflicht“…
Aber nochmals zu meinem Sohn… 6 Jahre. Irgendwie schon fast „gross“, man merkt es an der grossen Klappe und dem sturen Kopf und an allem, was er nach und nach lernt… liegt er dann aber abends im Bett, wo ich ihm noch ein Schlaflied singen darf, dann ist er ein ganz Lieber, umarmt mich und lässt mich allfällige Streitereien, die wir tagsüber vielleicht hatten, sofort vergessen. Er wirkt dann auf mich wieder fast wie ein Baby – noch so klein und kuschelig… seufz… als könnte er kein Wässerchen trüben.
In der letzten Zeit wurde er wieder ein wenig ausgeglichener, wie es scheint. Es war gefühlt einfacher, ihn zum Rausgehen zu motivieren oder anderen Dingen, die er vielleicht nicht grad wollte. Der Kindergarten tut ihm gut, da bin ich mir sicher. Ich hoffe, er wird sich in der Schule genauso gut aufgehoben fühlen… ich hoffe auch, dass er sich dann, inspiriert durch seine Schulfreunde, auch mal für ein Hobby, insbesondere für eine sportliche Aktivität begeistern kann. Die Bewegung täte ihm sicher auch gut… und würde er dann tatsächlich Ambitionen entwickeln, so wäre es sicher gut, wenn er nicht allzu spät mit etwas beginnt… die meisten erfolgreichen Sportler beginnen schon mit 4, 5 Jahren? Je nach dem. Nun ja… nicht, dass ich eine pushy Mutter wäre, gar nicht… es ist nur ein Gedanke. Ich habe „meine“ Sportart erst verdammt spät gefunden, im Alter von 16 Jahren. Ich würde heute ganz woanders stehen, hätte ich früher angefangen. Aber was soll’s… es war halt so und ich kann niemandem dafür einen Vorwurf machen… nur, nachholen kann man die Zeit nicht, drum… ach, was labere ich hier. Auch mein Sohn wird seinen Weg machen und es ist dann eben sein Weg. Wir wollen ihn nicht zu etwas drängen oder zwingen, aber werden ihn natürlich unterstützen, wenn er das irgendwann mal möchte… und das gilt natürlich für alles.
So… wir sind heute alleine und niemand scheint Hunger zu haben. Die Maus scheint müde und momentan spriessen so richtig die Sommersprossen auf ihrer Nase und daneben… Ich muss mal ein Foto machen, finde das total süss und ich habe keine Ahnung, woher sie die hat! 😀

Seufz, nicht nur mein Sohn hofft, der Tag möge rasch vorüber gehen… Manchmal, vielleicht auch oft, macht mich solch ein Wetter (blauer Himmel, Sonne) richtig melancholisch, verursacht mir einen Kloss im Hals. Das war schon immer so. Ich weiss nicht, warum, konnte es mir nie erklären… es ist meine ganz persönliche Schattenseite des Sommers. Wenn es dann auch in mir drin nicht so ganz stimmt, dann ist das natürlich doppelt schwierig. Schickt mir mal Eure positiven Gedanken, vielleicht nützt es was… danke! ❤ 

Alltag und so

Ja, ich bin noch da, nur so, falls jemandem auffiel, dass ich länger nicht gebloggt habe. Aber es war so, dass ich mich letzte Woche in einem seelischen Tiefdruckgebiet befand, warum auch immer, und das erhellte sich erst gen Wochenende. Ich habe mich, zumindest oberflächlich, wieder davon erholt. Ja, und am Weekend war dann relativ viel los, ich schalte den PC dann meist nur kurz ein, auf jeden Fall nicht, um länger zu schreiben… Da nicht viel Besonderes passiert ist, lade ich einfach ein paar Fotos der Kinder hoch. Wie Ihr seht, waren sie oft draussen und Grosser bekam endlich mal die Wolle vom Kopf. Den Schnitt hat er sich so gewünscht – mit in der Mitte oben etwas längeren Haaren, die er bei Bedarf zum Kamm hochgelen könne… so langsam aber sicher nähert er sich der 6. Am 19. März feiern wir seinen Geburtstag und ich finde es abartig verrückt, dass er schon 6 wird, denn, war nicht ich grad 6 geworden? Ich habe das Foto meiner Einschulung im Familienalbum total präsent vor mir, wie ich da stehe mit der Schultüte. Wie kann mein Kind schon so alt sein? Wann bin ich so alt geworden wie ich heute bin? Ich glaube ich rutsche so langsam in die Verweigerungsphase, die Frauen ab einem gewissen Alter haben, wo sie dann nicht mehr preisgeben wollen, wie alt sie schon sind. Mich hat das bei meiner Mutter stets genervt aber so langsam verstehe ich es. Man ist nicht mehr im Spiel, Game over, so langsam kommt die Mid-Life-Crisis?


Ich bin mir sicher, mein Mann würde dem zustimmen. Ich habe mir ein neues Hobby zugelegt, ich gehe mehr unter Leute und v.a. habe ich mein Sportpensum hochgeschraubt und auch dort nutze ich gleich das gesamte Angebot des neuen Clubs, in dem ich (zusätzlich zum Rest, den ich so mache) trainiere. Manch einer wird sich schockiert die Hände über den Kopf halten, aber ich fühle mich furchtbar wohl dabei und kämpfe sprichwörtlich darum, das so beizubehalten, in tiefster Dankbarkeit allen, die mir das ermöglichen: meinem Mann, meiner Schwiegermutter, meinem Vater und seiner Frau und auch meinem Bruder. Ohne diese Menschen ginge es nicht!
Gestern bin ich dann noch zu Zahnarzt und -techniker um mir einen angepassten Zahnschutz machen zu lassen. Der Zahnschutz ist wichtig und zumindest beim Sparring obligatorisch, egal ob stehend oder am Boden. Das Unding, das ich mir bisher in den Mund schieben musste, ist furchtbar. Es würgt mich regelmässig und das ist irgendwie unpraktisch im Kampf. Auch das Kürzen half nichts bzw. war u.U. fahrlässig weil es offenbar schon vorkam, dass sich Backenzähne verabschiedet haben. Nun hoffe ich, dass der neue Zahnschutz angenehmer zu tragen ist und besser hält bei weniger Plastik im Mund… weil es wäre auch das Ziel, den dann öfter, auch im normalen Training, zu tragen damit ich mich daran gewöhne. Man kann sich vorstellen, dass das Sparring ziemlich intensiv ist, der Mundschutz aber das Atmen durch den Mund so ziemlich verunmöglicht, weshalb ich nach zwei Minuten kurz vor dem Hyperventilieren stehe. Kriegen wir noch hin, ne?
Die neuen Kampfsportarten, mit denen ich begonnen habe (man ist nie zu alt, um etwas Neues zu lernen, oder? ;), fordern mich ziemlich heraus. Bisher war ich ja nur mit Schlägen und Tritten vertraut und ich dachte nie, dass ich mit Hebeln, Griffen und Würfen irgendetwas anfangen könnte. Tja, da musste ich erst mal 30+ Jahre alt werden (seht Ihr, das Alter ist mir peinlich :D), um zu merken, wie geil (sorry!) das eigentlich ist und wie viel Spass das macht – auch wenn mir deutlich mehr weh tut… aber es ist schwierig, die Sachen zu verinnerlichen. Noch kann ich mir die Techniken kaum merken und bin jeweils froh, wenn wir sie in der nächsten Stunde wiederholen. Manchmal ist es aber so viel Neues und alles irgendwie ähnlich, dass ich das Ganze nicht auf die Reihe kriege. Die Technik nur zu sehen, ist zudem etwas ganz anderes, als sie dann auszuführen. Meist denke ich, ja, so geht das, aber muss ich sie dann machen – Blackout! Da ist Karate schon viel einfacher, jeder kann einen einzelnen Schritt oder Tritt, eine Abwehr, egal was, nachmachen. Dazu brauche ich vordergründig nur mich. Aber in Interaktion mit einem anderen eine Technik auszuführen, die dann auch noch mehrere Schritte/Stufen hat – Überforderung! Hilfe!
Die Übungszeit ist natürlich beschränkt und zuhause hält keiner her um mich üben zu lassen. Und auch wenn ich mir das Ganze jetzt auf Youtube nachgucke – es ist nicht dasselbe. Fühle mich also so ein wenig in meine Schulzeit zurückversetzt 😛 Mit dem Unterschied, dass mich Logarithmus, Differentialrechnung etc. nicht die Bohne interessierte. Mathe war so gar nicht auf meinem Schirm für meine Zukunft, aber das hier, das würde ich schon verdammt gerne irgendwann mal annähernd beherrschen…
Ich will Euch jetzt aber nicht weiter damit langweilen, vielleicht poste ich mal Fotos, aber logischerweise bin ich kaum alleine drauf und ich mag‘ jetzt nicht rumfragen, ob meine Trainingspartner damit einverstanden sind, dass ihr Gesicht auf meinem Mamablog zu sehen ist. Das würde meinen Mutti-Status nochmals krass zementieren… ihr versteht mich…
Ja, in Zuge dessen sind andere Hobbies wie das Nähen etwas in Verzug geraten, aber ich finde es grad nicht weiter schlimm da die Kleiderschränke der Kids eh voll genug sind und es ja schade ist, wenn die Teile nicht regelmässig getragen werden.
Ansonsten alles wie immer, heute ist Playdate-Tag und die letzten beiden Male verliefen ausnehmend harmonisch, was Hoffnung macht, dass drei Jungs und zwei Mädchen sich doch auch beschäftigen können, ohne, dass alle paar Minuten einer schreit/weint/petzt.
Auch arbeitstechnisch bin ich gut bedient, sprich ich arbeite mich gerade durch zahlreiche Interviews. Aber wenn die durch sind, wäre ich dann froh um andere Möglichkeiten.
Mein Mann und ich waren ab Freitagabend allein, d.h. wir haben uns von Fastfood ernährt, waren einkaufen, spazieren und ich habe ihm neue Jeans abgeschwatzt… Zu hören, dass ich mindestens eine Grösse weniger brauche als angegeben, war natürlich ganz angenehm, denn neben dem Alter ist bekanntlich das Gewicht die zweite Achillesferse einer Frau. So langsam nähern wir uns dem Zielraum… die Kids waren dann für den Rest des Weekends ausnehmend brav, so dürfte es immer sein… wir waren am Sonntag im Hallenbad und liefen eine Runde um den Block, that’s it!
So, ich muss dann mal los, wünsche auch Euch eine nette Rest-Woche! 

Don’t look back: Jahresrückblick und so

Huch, Facebook zeigt einem mal wieder Jahresrückblicke und manche teilen das dann… schätze, die Blogger folgen auch bald. Dann will ich das grad jetzt schon mal erledigen. Bin eigentlich kein Fan vom Zurückschauen. Was war, das war und kann nicht geändert werden, nur erinnert oder vergessen, was halt, von Fall zu Fall, gerade besser ist. Ich schaue auch nicht gerne nach vorne, weil die Zukunft ist ungewiss und nur partiell beeinflussbar. Im Jetzt leben ist auch nicht immer so einfach, aber man versucht es halt, nicht? So. Und Jahresrückblicke sind sowieso die schlimmsten weil sie machen einem, ähnlich wie Geburtstage, noch schmerzlicher bewusst, wie schnell die Zeit vergeht und dass das Leben endlich ist…
Von mir könnt Ihr deshalb an dieser Stelle tatsächlich nicht allzu viel erwarten. Das Jahr beinhaltete keine grossen Veränderungen. Was auch immer halbwegs berichtenswert war, habt ihr an dieser Stelle mitverfolgt oder könnt es nachlesen, sofern ihr wollt. Ansonsten würde ich sagen, war das Jahr einfach Alltag pur und viel zu schnell um, wie immer. Mit einem Kindergartenkind hat man eine von aussen vorgegebene, starre Struktur. Das ist gut, lässt aber auch wenig Raum für Flexibilität. Andererseits, sind dann mal Ferien, ist das auch wieder nervenaufreibend. Von dem her kann ich sagen, dass ich die Struktur so wie sie jetzt ist, mag, zumal sie in den nächsten Jahren noch starrer wird wenn ich ein Kindergarten- und ein Schulkind habe und gegebenenfalls beide vlt so langsam auch noch Hobbies für sich entdecken, Sportstunden und so, wer weiss…
Ich selber bin innerhalb dieser Strukturen das reinste Chaos. Vielleicht muss das so sein. Darüber vlt ein ander mal mehr.
Was sich vielleicht verändert hat, ist, dass ich nach den Sommerferien einen Ego-Trip gestartet habe, der mir an sich ganz gut tut. Ich habe begonnen, abends und am Wochenende wegzugehen (für Sport, meistens) und die Kinder meinem Mann anvertraut. Maus ist also einige Male auch ohne mich eingeschlafen und zurecht gekommen. Ich habe mir ein intensives Sportprogramm auferlegt und ein paar Kilos verloren. Damit bin ich recht zufrieden auch wenn noch mehr ginge. Sportlich mache ich jetzt gerade das, was noch halbwegs familiär vereinbar wäre. Ich habe noch ein anderes, zum Glück nicht allzu zeitintensives Hobby begonnen, das ich hier nicht weiter ausführen werde, weil es einfach Dinge gibt, die man gerne mal für sich behält. Es ist ganz nett und ich teile es soweit auf, dass ich insgesamt nicht mehr als 3 Abende pro Woche weg bin, meist sind es eh nur 2-3 weil Maus doch manchmal noch Theater macht oder gerade dann ins Bett will, wenn ich weg sollte oder ich selber halt auch zu fertig bin… der Sport ist Gold wert, ohne könnte ich nicht mehr. Ein Tag mal keinen Sport zu machen, macht mich hibbelig.
Auf der Gefühlsebene fahre ich oft Achterbahn, verkompliziere mir offenbar gerne mein Leben… Auch das mit ein Grund, warum ich den Sport so brauche. Der holt mich wieder zurück ins Jetzt oder hilft mir, Aggressionen loszuwerden 😛 Warum? Einerseits spüre ich meinen Zyklus je länger je mehr (man wird alt), die Hormone machen mit mir, was sie wollen, andererseits habe ich noch Hoffnungen und Wünsche, die ich mal verfolge, mal verwerfe, die total in der Luft hängen, die von aussen mal in diese, mal in jene Richtung beeinflusst werden. Das mit ein Grund, warum ich mich seit Sommer kontinuierlich aus den diversesten Facebook-Gruppen zurückzog und etliche Benachrichtigungen abgestellt habe. Ja und dann sind da natürlich noch die Kinder, die uns oft bis auf’s Blut reizen, auch wenn es nicht ihre Absicht ist (und es ist unsere Herausforderung, das auch so anzuerkennen). Aktuell hat, wie schon mal berichtet, die Maus ihre Wutzwergphase und beide miteinander eine krasse Katz-und-Hund-Phase. Da kann es dann schon geschehen, dass ich morgens um 7 Uhr auf 180 bin, voll geladen und keine Möglichkeit, mich abzureagieren. Da könnte ich mir dann die Haare büschelweise ausreissen oder ins Auto steigen und das Gaspedal bis zum Anschlag runterdrücken während Rammstein auf volle Lautstärke gedreht ist. Natürlich mache ich beides nicht und das fehlende Ventil sorgt dann eben dafür, dass ich als tickende Zeitbombe durch die Gegend laufe. Und, natürlich liebe ich meine Kinder trotzdem über alles, sie fordern mich einfach ziemlich heraus. Ich könnte jetzt noch hinzufügen, dass Schreiben ein Ventil ist, und ja, diese Funktion erfüllt das Bloggen doch tatsächlich ein wenig, aber eben gibt es Dinge, die ich hier einfach nicht niederschreiben kann, so gerne ich auch würde und schon stauen sich die Gefühle wieder auf. Weiberkram? Ja, vielleicht. Wir Frauen sind da ziemlich benachteiligt. Männer trinken ein Bier und schauen einen nicht jugendfreien Film und gut ist. Wir Frauen laufen innerlich Amok und backen derweil Kekse als wäre nix… nicht die beste Strategie.
So, und damit ich Euch nicht mehr länger damit langweile, wechsle ich das Thema. Mein Blog hat seit Sommer einen neuen Auftritt und ein eigenes Logo sowie auch eine Facebookseite und das finde ich doch mal ziemlich toll, v.a. auch, weil ich die eine oder andere Kooperation eingehen konnte heuer, übrigens parallel auch mit Nestwärme. Das macht mich stolz. Und ich habe wieder zum Nähen gefunden und bin total angefixt – yay!
Beruflich lief es heuer auch ganz gut und ich hoffe dass es in der Form weiter geht… damit wären wir dann schon beim Ausblick. Ich wünsche mir nicht viel, ausser, dass wir gesund bleiben und uns erhalten. Für meine Familie wünsche ich mir so viel Harmonie wie möglich. Für mich selber die Aufrechterhaltung meines Sportpensums und einen Schritt weiter in Richtung Bikinifigur (wie oberflächlich). Dass meine Wünsche und Träume sich irgendwann erfüllen, in welche Richtung sie auch gehen mögen… und dass dies nicht sonderlich zu Lasten anderer geht. Ich wünsche mir aber auch mehr, viel mehr, Gelassenheit und Geduld, um die vielen Momente zu überbrücken, die mich runterziehen, die mich herausfordern, die mich mit Ungewissheit plagen, die mich zum Ausharren und Warten zwingen. Ich wünsche mir noch mehr Mut, mich durchzusetzen und das zu tun, was ich für richtig oder wichtig erachte. Zu erkennen, dass wir nur ein Leben haben und das nicht mit Dingen verplempern sollten, die uns nicht gut tun. Da müssen wir pragmatischer sein, egoistischer eben (und da bin ich ja auf gutem Wege), solange es niemand anderem schadet, denn mit Kindern hat man auch eine Verantwortung. Ich wünsche mir von meinen Mitmenschen mehr Interaktion, Ehrlichkeit, Verständnis und dass sie es ähnlich sehen wie ich. Ach, ich weiss nicht… ich habe gerade das Gefühl, dass ich ein ziemlicher Freak bin wenn ich mich hier so lese. Hoffe trotzdem, dass Ihr mich auch 2016 noch lest u/o mein Leben bereichert 😉
Entschuldigt den verfrühten Jahresrückblick, ich schätze aber, dass ich nach den Festtagen zwar viel Zeit aber wenig Lust habe, mich mitzuteilen…

Und ihr so? War Euer Jahr super, sch…, mittelmässig? Was hat Euer Jahr bereichert? Habt Ihr Vorsätze gemacht? Wollt Ihr so weiter machen oder plant Ihr Veränderungen? Erwartet Euch etwas Spezielles im 2016? Den guten Rutsch wünsche ich Euch dann später noch… 😉

Buchrezension: "Liebe & Eigenständigkeit" von Alfie Kohn

Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung

Ich habe es sowohl hier als auch auf anderen Kanälen nach der Lektüre bereits mehrfach geteilt: Dieses Buch ist ein Augenöffner!
Alfie Kohn zeigt auf, was wir wohl intuitiv alle schon wissen aber nicht näher verfolgen weil wir in herkömmlichen Erziehungslehren feststecken. Weiterlesen

So ist es!

Das ist übrigens das Verrückte am Muttersein und an den Kindern: Sie treiben einen in die Wahnsinn (und in die Schokoladensucht) – siehe vorheriger Eintrag – und trotzdem liebt man sie abgöttisch. Und war man mal eben ungeduldig, böse oder grob, dann bereut man es sofort und verfällt sofort in grosse Selbstzweifel. Aber das ist scheinbar normal, dass man sich für eine schlechte Mutter hält. Das Problem dabei ist: Es gibt wirklich schlechte Mütter. Das erfährt man täglich irgendwie in den Medien. Und woher weiss ist, dass ich nicht dazu gehöre? Und sind nur die Mütter gut, welche ihre (ur)eigenen Bedürfnisse völlig ausblenden? Und bin dann ich eine schlechte Mutter wenn ich mein Kind weinen, quengeln, warten lasse, weil ich grad noch ’ne Mail fertig schreiben will? Wenn ich nicht mit meinem Kind spiele, weil ich grad damit beschäftigt bin, mir was zum Anziehen rauszusuchen. Wenn ich mein Kind in den Kinderwagen packe und bei H&M Kleider ansehe? Bin ich deswegen eine schlechte Mutter? Ganz ehrlich: Ich bin da nicht über jeden Zweifel erhaben…