Schlafendes Baby

Schlaf, Kindlein, schlaf Mama…

Ich habe insgesamt von den letzten 8 Jahren etwa 7 Jahre nicht durchgeschlafen – so what? Jaja, ich weiss, mein lieber Mann wird an dieser Stelle den Kopf schütteln und sagen: „Von wegen „so what?“ Ich muss mir seit 8 Jahren anhören, dass Du müde bist!“ Ja, seit 8 Jahren, weil ich vermutlich im Jahr vor der Geburt des Mäuschens eine Weile durchschlafen konnte, aber nur so bis zum 3. Trimester vermutlich 😉 Weiterlesen

Sanfte Eingewöhnung…

Und nun komme ich endlich wieder mal dazu, einen persönlichen Beitrag zu schreiben. Dies, während das Mäuschen gerade in der Kita weilt. Ihr habt ja, wenn Ihr ab und zu hier mitlest, sicher mitbekommen, dass uns die Eingewöhnung des Mäuschens in der Kita bevorsteht. Diese Woche war es nun soweit und damit alles reibungslos laufen konnte, hatte ich so wenig wie möglich Termine ausgemacht, denn wir würden jeden Morgen in der Kita sein. Weiterlesen

Grafik Wochenbett postpartum

Wochenbett & Respekt

Mir wurde auch in diesem Wochenbett wieder bewusst, dass diese sensible, erste Zeit nicht immer respektiert wird. Worin mögen die Gründe liegen? An unserer Leistungsgesellschaft? Daran, dass es bei uns nicht die Bedeutung und Wertschätzung geniesst wie in anderen Kulturen? Oder einfach darin, dass die meisten es nicht (mehr) oder nicht als so anstrengend kennen? Es wäre schön, wenn sich dies ändern würde… am meisten Respekt bringen Mütter auf, die selber noch (kleine) Kinder haben und sich an ihre eigene Zeit im Wochenbett erinnern. Kinderlose haben meiner Meinung nach kaum ein Gespür dafür. Wahrscheinlich sagt ihnen oft nicht mal der Begriff etwas, geschweige denn die Bedeutung. Ihnen ist deshalb kein Vorwurf zu machen denn sie kennen es ja nicht und haben es wahrscheinlich auch nicht bei anderen miterlebt.

Das Leben läuft für sie weiter wie schon vor der Geburt. Nicht aber für die Familie des Neugeborenen. Es sei denn es gibt null „Probleme“ und alle schwelgen auf Wolke 7. Aber wer hat schon ein Baby, das ab Tag 1 die Nächte durchschläft und niemals weint? Alle müssen erst mal ankommen: das Baby ausserhalb des Mutterleibs mit so vielen Veränderungen, die Familie als solche, die Geschwister, die Eltern – das alles braucht Zeit. Einen Rhythmus gibt es oft lange nicht, das Baby bestimmt den Tagesablauf.

Und so melden sich eben die Nichtwissenden auch untertags auf dem Festnetz, meist dann, wenn ich gerade eingeschlafen bin. Abschalten ist keine Option, könnte ja die Schule anrufen…
Sie kommen ohne Voranmeldung vorbei, klingeln an der Tür und erwarten, dass man sie reinbittet und Kaffee serviert und ihnen zuhört, meist dann, wenn das Baby gerade eingeschlafen ist und man endlich, eeendlich Zeit hätte, um, sich selber hinzulegen, unter die Dusche zu gehen oder an den PC. Oder man noch mit den Kindern raus wollte. Egal, was…
Manche sind vielleicht enttäuscht, dass das Baby nicht wie eine Puppe herumgereicht wird weil es vielleicht gerade schläft, stillt oder weint. Aber so läuft das eben nicht… noch nicht. Je älter das Baby, desto wacher und desto eher darf es auch mal jemand auf den Arm nehmen…
Ich bin keineswegs ein total asozialer Mensch – im Gegenteil: ich lade gerne Besuch ein. Gern auch zum Essen. Wenn ich gerade kein Neugeborenes habe. Dann, wenn es mir zeitlich eben gut passt.

wochenbett-titelZur Veranschaulichung… hier eine ganz persönliche Skizze von mir, die meine/unsere kleinen und grösseren Hindernisse im Wochenbett darstellen („trinkschwach“ ist übrigens der falsche Begriff, aber mir viel nichts ein, das die damalige Situation kurz und knapp umschreiben würde). Hätte es mehr Platz auf dem Foto gehabt, ich hätte noch mehr geschrieben. Das zeigt die ersten zwei Wochen, die am schlimmsten waren, v.a. psychisch (mir fällt erst jetzt ein, dass ich das als Herz und Hirn bezeichnet habe, was eigentlich v.a. seelisch war…). Bis heute hält das eine oder andere „Problemchen“ an und dazwischen, so viel Platz war nicht, gibt es auch immer wieder Organisatorisches: das Programm der Grossen (Turntasche am Mittwoch, Waldspielgruppe am Donnerstag, Schwimmen am Freitag, eine Geburtstagsparty), Besuche beim Kinderarzt und Osteopathen, Besuche der Hebamme, die Haushaltshilfe instruieren, Formulare, Briefpost, Rechnungen, Ihr wisst schon…
Ich war es vorhin gewohnt, viel Schlaf und Zeit zu haben. Die Umstellung fiel mir nicht einfach so in den Schoss, es braucht Zeit. Während ich mittlerweile tagsüber nicht mehr hinlege, auch nach miesen Nächten nicht, weil ich einfach nicht abschalten kann, muss ich meine Zeit gut einteilen.
Und wegen all dem, nehme ich es mir heraus, ein Egoist zu sein im Wochenbett. Ich nehme es mir heraus, Besucher an meinen Mann zu delegieren und demonstrativ meinen Kram zu machen. Oder mit dem Zaunpfahl zu winken: „oh, Ihr kommt um die Grossen mit an die frische Luft zu nehmen? Super! Wir haben das heute leider nicht geschafft…“ (Leider versteht nicht jeder den Wink… Bis es mir besser geht, bis alles eingespielt ist. Ich nehme es mir heraus, trotzdem den ein oder anderen Besuch zu empfangen (auf Voranmeldung 😉 und ich nehme es mir heraus, trotzdem eine gewisse Unterstützung einzufordern, auch wenn das bedeutet, dass ich ganz gastunfreundlich einfach nur das Essen an der Tür empfange oder das grosse Kind durchschiebe und den Helfer wieder verabschiede. Dafür bin ich natürlich dankbar und werde mich bestimmt irgendwann revanchieren weil man diese Art von Hilfe nicht vergisst. Des Weiteren würde ich mir vorbehalten, ein Schild an die Tür zu hängen: „Bitte nicht klingeln, hier schlafen ein Neugeborenes – und seine erschöpfte Mutter.“
Spätestens im Sommer sind wir dann wieder gewohnt gastfreundlich… aber: auch dann haben wir Besuche lieber auf Voranmeldung. Nicht, dass wir nicht spontan sind, aber vielleicht wollten wir gerade mit den Kindern raus und servieren den Kaffee drum lieber erst in 2 Stunden? Dafür mit Keksen…

In diesem Sinne hoffe ich, man verzeihe mir die enorme Kratzbürstigkeit, die Heulerei, die Panikattacken, den miserablen Auftritt mit ungewaschenen Haaren und Augenringen und und und…
Immerhin… die letzten Wochenbetten brauchten ihre 8 Wochen. Jetzt fühle ich mich nach 3 Wochen schon wieder ziemlich im Alltag und irgendwie, trotz fehlendem Rhythmus und viel Fremdbestimmtheit… ANGEKOMMEN 🙂
Ja, man darf wieder tagsüber anrufen. Und auf Voranmeldung vorbeikommen – da finden wir sicher was… 😉 

 

Baby im Tragetuch von Mama Nuka

3-Wochen-Update / Geschwisterbande

3 Wochen alt ist die Baby-Maus nun schon und weil ich gebeten wurde, mal zu erzählen wie es den Grossen mit der Kleinen geht, werde ich das heute gerne ein wenig ausführlicher tun. Die Fakten zum Wochenupdate folgen dann weiter unten…

Irgendwie war ich auf Vieles gefasst, aber dennoch optimistisch. Es ist so, dass der Grosse damals nach der Ankunft der Maus extreme Mühe hatte. Man merkte ihm an, dass seine Welt aus den Fugen geriet. Nächtelang konnte er nicht alleine sein und mein Mann blieb jeweils die ganze Nacht bei ihm im Zimmer auf einer Matratze neben seinem Bett und hielt Kontakt. Das war v.a. für den Mann sehr anstrengend, denn ab 20 Uhr war er in diesem Zimmer und konnte selber kaum schlafen denn der Grosse war extrem unruhig und weinerlich. Ich bin ihm sehr dankbar dafür, dass er damals für den Grossen da war. Irgendwann wurde es besser… die beiden sind heute mal sehr lieb und friedlich miteinander, mal wie Hund und Katz… normal halt… wobei man dem Grösseren schon noch anmerkt, dass er mal vom Thron gestossen wurde. Er teilt sehr ungerne, er gönnt der Schwester kein Krümelchen mehr als ihm, es wird alles immer genauestens abgewogen.
Nun aber zur aktuellen Situation. Die Grossen sind nun wirklich schon gross und konnten natürlich die ganze Schwangerschaft über „vorbereitet“ werden bzw. für sie war es schon greifbarer als damals für einen noch nicht mal 2-Jährigen, was hier „geschieht“. Sie begannen dann, als wir ihnen sagten, dass das Baby bald zur Welt kommen würde, nervös zu werden, unruhig. Die Maus hatte sogar ein wenig Angst, einzuschlafen weil sie fürchtete, dass wir mitten in der Nacht ins Spital fahren und sie alleine lassen würden.
Als sie mich dann am Mittag nach der Geburt abholten, war die Freude über das Baby aber gross und beide sehr lieb zu ihr. Das ist bis heute so geblieben. Der Grosse sagt, er sei dankbar und froh, dass wir ein gesundes Baby bekommen haben, die Maus kommt sehr oft zu ihr um sie zu streicheln, hallo zu sagen, ihr den Nuggi zu geben, beim Stillen zu „helfen“… der Grosse auch ab und zu aber deutlich weniger. Ich denke, Mädchen haben da von Natur aus mehr Interesse 😉
Ansonsten merkt man natürlich, dass ich weniger Zeit und Hände für sie habe, sie mehr selber machen müssen, mehr sich alleine beschäftigen. Für den Grossen ist das weniger ein Thema, er zieht sich stundenlang mit seiner Lieblings-CD ins Zimmer zurück und tüftelt mit seinen Lego. Die Maus kommt aber sehr oft und sagt: „mir ist langweilig“ oder „niemand spielt mit mir“. Eine Zeit lang liess sie sich vom Grossen in ein Lego-Spiel involvieren aber mittlerweile sagt sie, dass sie das nicht mehr mag. Es interessiert sie halt nicht wirklich. Wenn sie sich selber beschäftigt, dann mit Malen, Ausschneiden, den Büchern mit dem Stift; manchmal hilft sie im Haushalt, knetet, macht Rollenspiele. Die Gspänli fehlen bisweilen beiden. Ich bin derzeit nicht mobil und es ist heutzutage auch immer schwieriger, etwas auszumachen. Wenig spontan, da viele ein straffes Wochenprogramm haben und wenig Zeit. Oder zu weit weg sind… oder, oder, oder… ich hoffe, dass das bessert wenn sich bei wärmerem Wetter das Leben wieder automatisch mehr nach draussen verlagert.

Familienbett, partielle Weiterführung
Da ich nach der Geburt „ausgezogen“ bin ins Mauszimmer, allein mit dem Baby, schlafen die Grossen nun alleine mit dem Papa im Familienbett. Und dort merkt man wohl am meisten, dass eine Veränderung stattgefunden hat. Mein Mann muss oft in die Mitte liegen und berichtete dennoch über unruhige Nächte und Kinder, die „fast in ihn hineingekrochen“ seien, die sich viel bewegten im Schlaf. Ich schätze, dass sie so das Neue in ihrem Leben verarbeiten.

Nun bin ich gespannt, wie die beiden reagieren sobald die Baby-Maus mobil wird und etwas „mitmischen“ kann bzw. wenn die Grosse mit der Kleinen mehr „anfangen“ kann, mit ihr „spielen“ im weitesten Sinne… ich bin froh, dass die verschluckbaren Kleinteile (Lego!) alle in den Zimmern der Grossen sind, so dass die Baby-Maus unten gefahrlos herumkrabbeln kann. Aber noch dauert es bis es soweit ist 😉

Auf jeden Fall war es gut, dass die Kleine mit einem grösseren Abstand zur Welt kam. Für mich wäre es kaum vorstellbar, drei kleine Kinder zu managen und ich denke auch die Eifersucht hält sich so wirklich sehr in Massen, auch wenn ich nichts verschreien will, das kann sich ja wieder ändern… aber ich hoffe nicht… das einzige „Problem“ wird sein, dass die Kleine nicht ewig Gspänli haben wird. Die Grossen werden in 3-4 Jahren wahrscheinlich kaum mehr Interesse daran haben, mit einem Kleinkind zu spielen bzw. sie werden dann mit Schule und Freizeit recht eingespannt sein. Aber das lassen wir alles langsam auf uns zukommen…

Baby-Maus-Update
Die Hebamme kam letzte Woche zum letzten Mal und wog die Kleine. Sie hatte zugenommen, nicht wahnsinnig viel, aber es war wohl zufriedenstellend. Viel Schoppen hatte ich nie geben müssen und mittlerweile versuchen wir es ohne und es klappt ganz gut, wobei ich dann doch froh bin, wenn ich zum Termin für den Hüftultraschall beim Kinderarzt dann vielleicht nochmals ein Gewichts-Update bekomme. Die Sicherheit, dass sie genug erwischt, habe ich nicht zu 100 Prozent, aber sie hat nasse Windeln bzw. pieselt ins Töpfchen, sie schläft recht gut und auch mal länger (leider nur tagsüber, nachts erwacht sie im 2-3h-Takt).
Stilltechnisch möchte ich das Hütchen auf der linken Seite irgendwann los werden. Mittlerweile kommt hier mehr Milch, wenn auch nicht so viel wie rechts. Und wenn ich sie nicht in der Wiegehaltung stille, geht es auch mal ohne Hütchen aber leider schmerzt es an dieser Seite wieder etwas, obwohl keine Verletzung oder so erkennbar ist. Ich hoffe das geht wieder weg…
Der Wochenfluss ist praktisch versiegt, die Naht stört mich kaum. Der Rücken macht das viele Tragen noch nicht so gut mit, aber ich denke das kommt mit dem „Üben“. Heulen muss ich derzeit nicht mehr viel, Gott sei Dank, und tagsüber lege ich mich nun nicht mehr krankhaft hin, mein Körper scheint sich also an das Schlafmanko gewöhnt zu haben. Naja, fast… tagsüber habe ich schon mal eine Krise und denke, ich müsse jetzt sofort schlafen, aber das überwinde ich meistens auch… Allerdings gehe ich mit der Maus ins Bett, auch wenn es erst 19.30 Uhr ist. Sehr zum Leidwesen meines Mannes, aber ich schlafe meist schnell ein und brauche es wohl, ansonsten könnte ich vielleicht auch wach bleiben bis zum nächsten Stillen. Ich nehme es, wie es kommt, die Kleine ist ja noch jung und sobald sich der Nachtschlaf gut eingependelt hat, kann ich auch mal versuchen, länger unten zu bleiben…

Die Baby-Maus ist nun auch, wie damals die Grossen mit Eingewöhnung ab Mitte August (7 Monate ist sie dann) an zwei Vormittagen die Kita im Ort besuchen. Die Kita habe ich durch die Grossen und die Maus, die heute noch gerne hingehen würde, als sehr gut geführt empfunden, die Betreuerinnen als herzlich und das Angebot vielseitig. Die Maus hatte zwar ihre Phasen, in denen sie nicht gerne hin ging, aber im letzten Jahr vor dem Kindergarten wäre sie am liebsten täglich hin. Was mich aber am meisten überzeugt hat, war, dass man auf alle meine noch so extrigen Wünsche einging. Mittagsschlaf war lange ein Thema, so durfte ich sie später bringen als üblich, man liess mich, wenn sie nicht bleiben wollte, mit ihr reinkommen und ein wenig bleiben bis es ging, obwohl das nicht gang und gäbe ist, etc. Wir liessen uns auch für die Eingewöhnung genug Zeit. Deshalb weiss ich, dass auch die Baby-Maus dort gut aufgehoben sein wird und ich habe dann zwei Vormittage um Trageberatungen auszumachen, zu arbeiten oder sonstige Termine wahrzunehmen. Das war mir wichtig…

Und nun kommt gut durch die Woche! 🙂

2 Wochen Baby-Maus

2 Wochen alt ist die Baby-Maus nun schon… und wir haben uns schon recht gut aneinander gewöhnt… ihr Alltag besteht noch aus vielen Schläfchen und bis auf die ersten paar Tage, die schwierig waren, haben wir meistens keine grosse Mühe mit dem Einschlafen… sie hat sogar ein klein wenig einen Rhythmus entwickelt, der sich aber dann doch je nach Tagesereignissen immer mal wieder ändert… also ganz normal 😉 So erwische ich mal mehr, mal weniger Schlaf, je nachdem, wie die Nacht war.
Heute Morgen haben wir den ersten, obligatorischen Untersuch beim Kinderarzt gehabt und soweit war er zufrieden. Gewogen wurde die Kleine mit den Kleidern, was mir jetzt nicht viel Aufschluss gab. Sie sollte nun eigentlich das Geburtsgewicht wieder erreicht und überschritten haben, aber besorgt war der Arzt nicht, dass dem wohl noch nicht ganz so ist…

Unsere Tage verlaufen also relativ ruhig, wir sind vorwiegend zuhause, stillen, tragen, wickeln, halten ab (ja das funktioniert recht gut, ich berichte dann separat einmal davon), versuchen nachzuschöppeln wenn sie nach dem Stillen noch unzufrieden ist, und schlafen (also eher sie als ich ;)… gestern habe ich mich mal nicht hingelegt da ich in der Nacht endlich mal loslassen und schlafen konnte ohne zig Gedanken im Kopf und so blieb mir Zeit um mit der Maus ein wenig zu spielen, also der grossen Maus nun 😉 Ich denke das tat uns beiden gut 🙂 Heute habe ich es leider auch nicht geschafft, die Schlafzeit der Maus zum Hinlegen zu nutzen…

Diese Woche gehe ich entspannt an da mein Mann Verlängertes hat und die Kinder Schule, so haben wir es Do&Fr ruhig… am Freitag steht allerdings mein erster Auswärtstermin OHNE Baby an. Das ist Rekord, das hätte ich mich bei den Grossen nie so früh getraut. Aber er ist nur 5min entfernt und ich werde schauen, dass ich vorher stillen kann und dann auch innerhalb einer Stunde wieder zurück bin. Aber einfach wird es nicht, ich bin jetzt schon hypernervös deswegen und ich hoffe dass mein Mann ohne mich dann gut klar kommt mit der Kleinen… da ich selbstständig bin, habe ich keine Karenz, das heisst, ich nehme auch jetzt schon wieder Schreibaufträge an, mein Verdienst muss weiter laufen können. Schreiben kann ich dann ja von zuhause aus, d.h. ich müsste den Auftrag eigentlich gut hinbekommen, auch muss ich ihn erst in ca. zwei Wochen abgeben… und da ich meist nur 1-2 Aufträge pro Monat habe, ist das Arbeiten zwischendurch relativ unproblematisch. Der Blog gibt mehr zu tun 😉

Wenn ich nun also nach zwei Wochen ein Fazit ziehen müsste, dann würde ich sagen, dass dieses Wochenbett trotz der widrigen Anfänge und des Umstands, dass ich mich noch nicht auf meine Milchmenge verlassen kann und sie noch nicht so schön andockt, viel schneller entspannter wurde als bei den Grossen. Dass die Baby-Maus das unkomplizierteste Baby ist… Stilltechnisch ist vor allem der Umstand, dass alles so schnell verheilt ist und dass ich deswegen nicht ständig an die Pumpe muss, eine extreme Erleichterung. Auch die Dammnaht machte mir dieses mal keine Probleme, war ja auch nur ein kleiner Riss.

Jetzt bleibt mir immer noch zu hoffen, bald „gut“ stillen zu können. Erstens schaffe ich es momentan nicht, im Liegen zu stillen, was viel angenehmer wäre (man döst dabei leichter wieder ein, während ich im Sitzen fast zu wach werde). Zweitens wage ich es kaum, das Haus zu verlassen. Unterwegs stillen mag ich nicht, da würde mir die Ruhe fehlen und man könnte denken, ich mache was verkehrt, weil es teils oft mehrere Anläufe braucht und die Maus dann ungeduldig schreit und drittens will ich nicht Milchpulver und Wasser in der richtigen Temperatur dabei haben müssen, der Gedanke stresst mich einfach… also muss ich uns halt einfach noch Zeit geben und weiter hoffen, dass es schon gut kommt…

Und nun kommt ihr mal gut durch die Woche! 🙂

Unsere wunderbare Wassergeburt

Diese Geburt hat mich mit den ersten beiden versöhnt, kein Zweifel. Es war eine sehr ruhige und bewusste Geburt, die mich alles wahrnehmen liess. Völlig komplikationslos. Nicht, dass die ersten „schlimm“ waren, aber der Grosse entpuppte sich unter der Geburt als Sterngucker und Zange/Geflügelschere waren von Nöten, da ich mit der PDA da lag und die Maus kam ja derart schnell und kompromisslos auf die Welt, noch fast im Auto, dass ich nicht wusste, wie mir geschah und die Kontrolle abgab. Auch für meinen Mann waren die ersten Geburten nervenaufreibend während er bei dieser ganz entspannt bleiben konnte – ein schönes Erlebnis also für uns alle und auch die Baby-Maus kam sanft zur Welt.
Ich hoffe Ihr mögt die Fotos auch so sehr, wie ich. Die hat mein Mann gemacht… 

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Ja, jetzt kann ich es schreiben: eine Hausgeburt schwebte mir lange Zeit vor, aber als der Termin näherte, wurde mir bewusst, dass ich mich wahrscheinlich nicht wohl fühlen würde, wenn die Kinder hier wären und ginge es nachts los, auch wenn sie schliefen, so fürchtete ich, dass sie geweckt werden. Es kam aber auch nicht in Frage, dass sie jemand mitten in der Nacht holt. Nachdem wir dann reichlich spät endlich die Gebärabteilung besichtigt haben, fühlte ich mich dort gut aufgehoben, die Räume sahen ansprechend aus und ich wusste ja, dass meine Hebamme hier wie da, alleine, an meiner Seite sein würde. Also, lest nun, wie es war:

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Am CTG nach der Ankunft im Gebärsaal…

Schon seit Tagen rumorte es in mir. Vor allem abends spürte ich ganz leichte Kontraktionen, hatte aber nachts dann dennoch meine Ruhe… das kannte ich von den ersten beiden nicht, da ging es einfach irgendwann Mitternacht los. So rechnete ich dann auch am Sonntagabend, dem 15. Januar, nicht mehr mit einer baldigen Geburt. Aber weit gefehlt… noch vor Mitternacht wurde ich von Kontraktionen geweckt, die schon ein wenig stärker waren als an den vergangenen Tagen. Irgendwann stand ich auf, richtete ein paar Dinge und als ich mir der Sache sicher war, weckte ich kurz vor 1 Uhr meinen für einmal tief schlafenden Mann… auch er hat irgendwie nicht mehr damit gerechnet, denn die Nächte davor, fragte er mich jedes Mal, wenn ich aufstand, um auf’s Klo zu gehen, ob es los gehe.
Während ich dann Hebamme und Spital informierte, da ich aufgrund der schnellen Geburt der Maus kein Risiko eingehen wollte, rief er seine Mutter an, die innert 10 Minuten hier war. Wir fuhren gleich los. Die Fahrt war gut auszuhalten dieses Mal 😉
Im Spital angekommen, gegen 01.30 Uhr, wurde ich erstmal auf der bequemen Gebärliege ans CTG gehängt. Es war still, wenig Licht, angenehm. Es stand Wasser bereit, meine Hebamme legte Sachen parat, schrieb Dinge auf und ich veratmete, was da so anrollte, noch gut auszuhalten soweit. Die Wehen kamen nicht mehr, wie zuhause, im 5-Minuten-Takt, alles schien sich zu beruhigen. Das CTG zeigte auch kaum mehr welche an, die Herztöne waren gut. Mein Mann dachte, es war falscher Alarm, meine Hebamme meinte, dass die volle Blase einen manchmal in die Irre führte, aber ich war mir relativ sicher, dass ich nicht wieder nach Hause muss, auch wenn ich kurz Angst vor einem Geburtsstillstand hatte. Die 3. Geburt, sie begann schon ganz anders irgendwie, es stand alles offen. Doch der Untersuch nach dem CTG ergab einen schon 5-6cm geöffneten Muttermund. Die Wellen zogen wieder an, ich stand auf und veratmete weiterhin während die Wanne gefüllt wurde, da ich mir eine Wassergeburt wünschte, worauf ich weder bei der ersten noch bei der zweiten Geburt eine Chance hatte. Und so legte ich mich, mitsamt CTG, das die ganze Zeit am Bauch blieb, mich aber nicht störte, in die Wanne und veratmete weiter, die nicht ganz regelmässig kommenden Wellen. An dieser Stelle muss ich sagen, dass mir der Hypnobirthing-Kurs, auch wenn ich mich nicht perfekt vorbereitet hatte, wirklich half, denn ich konzentrierte mich einfach, so gut es ging, auf das Atmen. Ab und zu schaute ich auf die Uhr, gespannt, wie lange es wohl gehen würde… irgendwann legte mir die Hebamme noch einen Zugang und entnahm Blut, ich glaube wegen des Rhesus-Faktors (Anti-D, müsst Ihr googeln ;).
Als die Wellen intensiver wurden, kniete ich mich vorne an den Rand und lehnte mich dort an, das ging besser… bei jeder Welle massierte mir die Hebamme den Rücken, auch mein Mann war für mich da. Der Schmerz zeigte sich bald v.a. im unteren Rücken, was bedeutete, dass das Kind tiefer ins Becken rutschte. Die Hebamme untersuchte mich noch mal, sie meinte es fehle nur noch ein kleines Stück. Schon davor reichte das Ausatmen nicht mehr und ich musste tönen, um mit der Intensität des Drucks klar zu kommen. Jetzt, wo ich den Bericht schreibe, habe ich schon wieder vergessen, wie es sich anfühlte. Ein Spaziergang war es nicht, aber ich kann wirklich dankbar sein dafür, wie rasch und doch ruhig alles vor sich ging. Ab und zu legte ich mich nach einer starken Welle wieder hin um zu entspannen oder ich trank einen Schluck Wasser. Das ging eigentlich gut, das Erholen zwischen den Wellen… ich musste nicht gegen einen Sturm kämpfen.
Die Hebamme rief die Ärztin an, die bei der Geburt dabei sein sollte. Ich bekam kurz Panik beim Gedanken, dass noch eine weitere Person im Raum sein würde, jetzt, wo ich so ausgeliefert bin. Aber meine Hebamme beruhigte mich, dass sie gar nichts tun würde. Tatsächlich stand sie dann auch einfach nur im Türrahmen, schaute zu und verschwand dann wieder im Gebärsaal (vom Raum mit der Wanne durch eine Tür getrennt).
Bald war ich am Ziel, es wurde langsam unerträglich, wohl die Übergangsphase. Ein Untersuch zeigte dann auch, dass der Muttermund vollständig eröffnet war. Ich bekam ein paar Globuli, um „loslassen zu können“ und es half. Noch wenige, sehr intensive Wellen und ich spürte, dass die Maus jetzt kommt. Ich konnte nicht anders und schrie sie aus mir heraus. Mein Körper machte es fast von selbst, ich musste keine Kraft aufwenden um zu schieben, es passierte einfach mit mir. Gefühlt kamen Kopf und der Rest fast gleichzeitig. Um 3.36 Uhr war sie da, meine Hebamme fischte sie aus dem Wasser, das schaffte ich selber nicht, und legte sie mir auf den Bauch. Ich konnte es kaum fassen, dass es geschafft war. Ich war überglücklich. Die Baby-Maus hatte auch gleich gequiekt, alles bestens, alles dran J Mein Mann durfte die Nabelschnur durchtrennen, ich sah dabei zum ersten Mal zu. Ich bekam noch etwas gespritzt, damit sich die Plazenta vollständig lösen konnte, was sie dann auch bald tat. Ich musste gar nicht fest drücken und konnte sie dann auch zum ersten Mal, noch in der Fruchtblase, ansehen. Sie war recht gross und wohl auch ziemlich schwer. Das Wasser in der Wanne hatte sich blutrot gefärbt und erinnerte mich an „Der weisse Hai“. Und so half mir die Hebamme dann auch heraus und duschte mich ab. Ich zitterte noch eine Weile wie Espenlaub und wechselte danach mit etwas Hilfe auf die Gebärliege, wo ich erst mal, mit der Baby-Maus auf den Bauch, eine gefühlte Stunde lang unter örtlicher Betäubung genäht wurde. Ja, ich war wieder gerissen, aber dieses Mal weit weniger stark, tief und weit als bei der Maus. Ich hatte dann auch zuhause kaum Probleme mit der Naht.

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Geschafft! Erschöpft, aber glücklich!

Da ich eine ambulante Geburt wünschte, sollte ich die nächsten Stunden noch im Krankenhaus verbleiben, bis Mittag auf jeden Fall. Wir wurden also nach dem ersten Anlegen der Kleinen an die Brust und dem Check-up und Anziehen auf’s Zimmer gebracht, wo mich die Hebamme noch mit Joghurt versorgte (ich war sehr hungrig ;). Mein Mann blieb noch eine Weile, nahm dann einiges an Krempel mit (Wochenbettbinden, Geschenkköfferli und so) um zu Hause seine Mutter abzulösen und da zu sein wenn die Kinder aufwachen. Und eigentlich hätte er ein wenig schlafen sollen, was ihm wohl nicht mehr gelang… ich döste, was ging, denn sobald der Krankenhausbetrieb losging, war an Ruhe nicht mehr zu denken. Ständig kam jemand: von der Pflege, das Frühstück, die Visite, ich bekam nochmals Anti-D in den Zugang und eine furchtbar schmerzende Spritze gegen Thrombose in den Oberschenkel, Formulare kamen, die Fotografin, dann das Mittagessen, das Austrittsgespräch. Natürlich wäre nicht sooo viel los gewesen wenn ich noch geblieben wäre, aber was soll’s… um 13 Uhr kam mein Mann mit den Grossen, die ihre Schwester zum ersten Mal bestaunen und nun auch mit nach Hause nehmen durften.
Ich habe mich nach den ersten schlaflosen Nächten hinterfragt, ob die Entscheidung richtig war. Schliesslich bekam ich nur einmal am Tag für eine Stunde die Chance, eine Fachperson, meine Hebamme, zu sehen. Im Spital hätte ich jederzeit klingeln können. Für Essen wäre gesorgt, die Baby-Maus hätte nachts auf der Station getröstet werden können und mein Mann hätte es mit den Grossen alleine auch besser gehabt (das tut mir schon leid…) Aber in Ruhe schlafen kann man dort eben nie weil ständig jemand reinkommt oder man auch einfach den Betrieb auf dem Gang wahr nimmt. Zudem hätte mir ja niemand garantieren können, dass ich als allgemein Versicherte überhaupt ein Zimmer für mich gehabt hätte. Da hatte ich gerade Glück weil sonst niemand da war. Ob die Entscheidung richtig war, keine Ahnung, aber zuhause fühlte ich mich wohler, wenn auch allein gelassen so ohne „Klingel“ für Notfälle. Aber das musste ich in Kauf nehmen…

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Kuscheln beim genäht werden…

Hier nochmals die Daten der Baby-Maus:

Montag, 16. Januar, 3.36 Uhr
4240g
51cm

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Erstes Stillen…

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1 Woche auf der Welt

Nun ist die Babymaus seit einer Woche da (unglaublich, wie schnell die um war) und es gab hier noch gar kein offizielles Willkommenheissen… aber sicher verfolgt Ihr die anderen Kanäle und sonst habt Ihr es spätestens durch die neue URL und den neuen Header und das Logo 😉 Weiterlesen

Ein Brief an Wochenbettbesucher…

Das Foto vom Dezember 2011 zeigt sehr gut, dass man in den ersten Tagen und Wochen einfach nur erschöpft ist und die Dinge um sich herum passieren lässt… Kleidung, Frisur – egal, das hat einfach gar keine Priorität… ich habe von beiden Wochenbetten viele Fotos, auf denen ich schlafe, stille, Milch abpumpe und man natürlich mehr sieht, als man zeigen möchte, deshalb habe ich dieses hier ausgesucht… 😉 Weiterlesen

Jahresrückblick und Ausblick

Mein 2016 war vor allem geprägt durch die Schwangerschaft, die ich im Mai bemerkte. Das muss ich gar nicht mehr gross zusammenfassen, zumindest nicht für diejenigen, die hier fleissig mitgelesen haben. Die Schwangerschaft kam zu einem Zeitpunkt, an dem ich irgendwie nicht mehr daran glaubte, dass es noch klappt… Weiterlesen

Buchrezension: „Das Wochenbett“

Loretta Stern, Anja Constance Gaca: Das Wochenbett. Alles über diesen wunderschönen Ausnahmezustand. Für Mütter und Väter.

Ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen, ich weiss selber nicht, wie ich so schnell sein konnte. (Hier war es schon lange und ich komme abends endlich dazu, die vielen Bücher zu lesen 😉 Vielleicht, weil es mich direkt wieder zurück versetzte in meine beiden Wochenbetten, die ich schon hinter mir habe und die aber dennoch so intensiv waren, dass man sie nicht so schnell vergisst. Beide Male waren schwierig und vieles, was im Buch vorkommt, habe ich durchgemacht: die Stillprobleme, die Dammverletzungen, die HeultageUnsicherheit, viele Hebammenbesuche, die mir gut taten, der Schlafmangel, die Tage im Pyjama verbringen, keine Besucher sehen wollen, sich aber über die besonders freuen, die eine fertig gekochte Lasagne brachten oder eine Bestellung aus der Apotheke erledigten damit ich nicht selber los musste; nach zwei Wochen jeweils auf mich allein gestellt zwischen Milchpumpe und Stillversuchen, Wundversorgung und, erst mit einem, das zweite Mal mit zwei Kindern. Die Familienhilfe, die kam, um mal sauber zu machen oder zu kochen… Die Autorinnen des Buches schrieben von einem „Abenteuer“ – das ist es wirklich. Während in anderen Kulturen das Wochenbett richtig zelebriert wird und sich die Frauen des Dorfes um die Wöchnerin kümmern damit diese rundum versorgt ist, sind hier viele allein mit sich. Ja, es gibt Ärzte, Hebammen, Still- und Mütterberaterinnen, die man anrufen/aufsuchen kann, die einem besuchen, aber niemand ist permanent da und sorgt sich ausser vielleicht die vielen Facebook-Gruppen, ja, die helfen auch… Aber der so dringend nötige und wichtige Vaterschaftsurlaub wurde bisher nicht gesetzlich verankert. Wer seine Frau daheim unterstützen und die ersten Wochen mit Baby miterleben und mit-hineinwachsen will, muss Urlaub nehmen, es sei denn er hat das Glück, in einer besonders familienfreundlichen Firma zu arbeiten.
Ja, das Wochenbett, obwohl ich die letzten beiden nie vergessen werde, verdrängt muss ich doch vieles haben denn erst beim Lesen kamen die ganzen Erinnerungen hoch. Präsent waren bei mir v.a. die Stillprobleme, die ich dieses Mal mit meiner Hebamme zusammen hoffentlich etwas mehr in Schach halten kann, dass aber die Toilettengänge anfangs eine Qual waren, dass beide Kinder beim Stillen immer sofort einschliefen, aber auch gleich wieder aufwachten, wenn ich sie hinlegen wollte, dass man noch eine ganze Weile seine Schwangerschaftsjeans trägt, weil die alten noch nicht passen – das habe ich irgendwie ausgeblendet. Insofern war es wohl gut, sich mit der Lektüre des Buches nochmals darauf vorzubereiten, was alles auf mich/uns zukommen kann… eins ist klar, dieses Mal will ich keine einzige Nacht im Spital verbringen, dort fühlte ich mich nie wohl. Mit der Maus bin ich nach 2,5 Tagen schier heim „geflüchtet“, nachdem man mir das Okay nur zögerlich gegeben hatte. Aber ich habe mein Zuhause, meine Männer soooo vermisst, keinen Tag länger hätte ich es ausgehalten alleine in diesem Zimmer, in das ständig jemand reinplatzte, in einem Haus in dem auch nachts noch Betrieb herrscht und Dich niemand schlafen lässt wenn Du endlich mal könntest…
Nun aber auch noch was zum Buch… 😉 Es ist gegliedert in „Das wichtigste Wochenbettwissen“ sowie einen Mütter- und einen Väterteil, wobei der Väterteil nur 13 Seiten aufweist, die mein Mann quer überflog. Ich finde ja, die Väter dürfen ruhig das ganze Buch lesen oder zumindest noch den Wissensteil und natürlich die Einführung über die Bedeutung des Wochenbetts.
Im Wissensteil werden alle wichtigen Themen rund ums Baby von A-Z beschrieben, was sehr hilfreich ist. Mittels Register am Schluss des Buches kann man auch selber gezielt nach Themen suchen, weshalb das Buch nicht nur als Vorbereitung auf’s Wochenbett dient, sondern auch währenddessen als Nachschlagewerk.
Im Wissensteil finden sich auch einige gute Rezepte, die man schon mal dezent seinem Mann oder der (Schwieger)mutter mitteilen kann 😉 Ganz toll finde ich darin übrigens den „Brief an den idealen Wochenbettbesucher“, den muss ich aus meiner Sicht auch mal so verfassen bevor es los geht… 😉
Die Themen im Mütter- und Väterteil sind übrigens, natürlich, fast dieselben, nur sind sie eben für die Mütter ausführlicher beschrieben. Es geht um die Verarbeitung der Geburt, wie es dem Körper und der Psyche danach ergeht, über das Stillen, über das Schaffen persönlicher Wohlfühlmomente für beide Elternteile sowie die Beziehung nach der Geburt, die sich, gerade nach dem ersten Kind, verändern wird.
Das Buch will aber keinen einschüchtern, nein, es liefert viele, wertvolle Tipps, u.a. auch, was man schon in der Schwangerschaft vorbereiten kann. Es macht Mut, seine Bedürfnisse zu äussern, Hilfe einzufordern und so das Wochenbett zu dem zu machen, was es sein sollte, nämlich Ruhe nach den Strapazen der Geburt, viel zu liegen, mal alles beiseite zu lassen, was gerade nicht so wichtig und dringend ist, und Körper und Seele Zeit zu geben, sich zu erholen und zu heilen.

Eine der Autorinnen, Anja Constanze Gaca, schreibt übrigens, gemeinsam mit ihrem Mann seit Jahren den überaus wertvollen Elternblog Vonguteneltern.de, den ich sehr schätze. Sie ist Hebamme, Still- und Laktationsberaterin und hat drei Kinder.
Loretta Stern ist eine Schauspielerin, Sängerin und Fernsehmoderatorin, die angeregt durch eigene Erfahrungen über Baby- und Kleinkindthemen zu schreiben begann.

Ich kann dieses Buch jeder Schwangeren (und dem werdenden Papa) empfehlen als Lektüre für die letzte Zeit… 🙂

„Das Wochenbett“ ist erschienen im Kösel-Verlag und u.a. hier„target=“_blank“>hier erhältlich.