Kleinkind sitzt im Wald

Alltagsbeitrag, wieder mal

Ich finde es ist wieder mal an der Zeit für einen stinknormalen Alltagsbeitrag darüber, was bei uns so läuft… passenderweise ist heute der 16. Mai, was nicht nur der Geburtstag meines Mannes ist (Happy Birthday! 🙂 sondern auch ein wenig derjenige des Mäuschens, das heute 16 Monate alt geworden ist. 

Die letzten Wochen waren ziemlich turbulent. Ich kann nicht genau rekapitulieren, was wann wie los war, aber es war viel los und vor allem gab‘ es immer wieder ärgerliche System-Zusammenbrüche. Einmal war es mein Sonnenstich, dann war es der Mann, der an einem Feiertag, den er für’s Schreiben hätte nutzen sollen, flach lag, letzten Samstag war dann mein Kreislauf unerklärlicherweise einen guten halben Tag lang am Boden. Nach etwas Schlaf ging es dann wieder.
Ein Wunder ist es eigentlich nicht. Der Stresspegel war bei uns vermutlich noch nie über lange Zeit relativ hoch. Seit mein Mann mit dem Schreiben der Master Thesis begann, haben wir kaum noch Familienzeit. Meistens ist der Sonntagnachmittag frei dafür. Am Samstagmorgen fährt er mit der Maus zum Schwimmkurs damit ich das nicht mit allen dreien muss und in der Zeit einkaufen kann, den Rest nutzt er zum Schreiben im Büro. Auch an den Feiertagen war ich jeweils alleine mit den Kindern. Klar, es geht, aber falle ich aus oder ist das Mäuschen schlecht drauf, was schon mal passiert, dann ist es natürlich ziemlich übel… aber ich will nicht jammern, wir haben die Tage rumgebracht und auch die noch kommenden Feiertage werden wir rumbringen. Aber man spürt halt, dass jemand dauerhaft fehlt.

Selber schuld

Ich schätze, das Familienleben wird wieder einiges entspannter, wenn der Mann die Thesis im August abgegeben hat, ich hoffe es zumindest. 2-3 mal muss er nun auch noch am FR/SA zur Schule, die ist dann aber im Juni endgültig abgeschlossen.
Mit meinen vielen Projekten habe ich auch Arbeit ohne Ende, die To-Do-Liste ist irgendwie immer gleich lang. Habe ich etwas abgearbeitet, kommt etwas Neues hinzu. Einerseits bin ich selber schuld, weil ich nicht „nein“ sagen kann, andererseits habe ich mir in den Kopf gesetzt, an allem dran zu bleiben, weil das eine bringt einen Zahltag, das andere macht einfach Spass und ich will mich von beidem nicht trennen, vorläufig… falls mir das mit dem Bloggen irgendwann zu doof wird… und Nestwärme werde ich leider früher oder später nicht mehr so intensiv betreiben können weil mir der Tragling fehlt 😦
Zwischendurch hatten wir noch Besuch von Freunden aus den Niederlanden, die jetzt in Australien leben. Da es einen Todesfall gab, war das Wiedersehen auch etwas traurig, aber dennoch schön und wir hoffen, dass wir in Kontakt bleiben…

Keine Zeit für die Extrameile

Der Haushalt macht sich auch nicht von selber, so dass ich, wenn ich nicht mit den Kindern unterwegs bin oder beim Sport oder arbeitend, ergo, wenn ich zuhause bin, mit Wäsche, Kochen, Putzen und Aufräumen ausgelastet bin. Irgendwas gibt’s immer zu tun, denn, wie bei Euch vermutlich auch, ist Sisyphus hier Dauergast 😉 Dabei bleibt aber nie Zeit für die Extrameile, z. B. zu klein gewordene Kleider zu verräumen bzw. wegzugeben, Fenster putzen etc. Diese Woche ist es zum Glück regnerisch, so dass ich immerhin auch mal ’ne Woche nicht den Rasen mähen muss (wobei das noch die leichteste Arbeit ist, die ich gerne mache, da ich mir dafür nur das Mäuschen auf den Rücken schnallen muss 😉 Der Regen ist aber per se eine grosse Erleichterung, nachdem es hier im April schon extrem heiss war, so heiss, wie es sicher jahrzehntelang nie war in diesem Monat. Das Thermometer sprang bis auf 28 Grad! Deshalb auch der Sonnenstich (man war die Hitze nicht gewohnt). Wochenlang plagte mich auch der Heuschnupfen so stark und langanhaltend wie noch nie zuvor. Es war auch tagelang so trocken, dass uns fast der ganze Rasen auf der Südseite verbrannt ist 😦

Die Sommerpause naht!

So. Und jetzt wollte ich noch kurz schreiben, wie es den Kindern geht… der Grosse muss das 1×1 üben, ist ansonsten aber gerade relativ gut gelaunt, ich hoffe das bleibt! 😉 Die Maus übt auch schon ein wenig für die Schule und zwar mit Lies mal – Das Heft mit dem Küken: Von der Silbe zum Wort – die Hefte sind ganz fein und sie macht das schon super. Ansonsten ist sie auch gerade recht zufrieden, was daran liegt, dass sie ganz oft mit dem Nachbarskind spielen darf. Aber die Kinder verweilen sich momentan per se recht gut, verliessen an den Feiertagen oft stundenlang die Lego-Baustelle nicht 😀 Keine zwei Monate mehr bis zur grossen Sommerferienpause!! Ich wette, die Zeit geht irre schnell um. Zack, und wir packen schon unsere Koffer für den Strandurlaub, der hoffentlich gut wird 😉 Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr, nehme mir vor, arbeitstechnisch dann nur das Nötigste zu machen und stelle mich auf darauf ein, den ganzen Tag über mehr oder weniger im Einsatz zu sein und nachts um 22 Uhr todmüde einzuschlafen 😀 Wird schon schiefgehen! 😉
Ach ja, bevor ich weiter über mich quassele, wollte ich natürlich auch noch was zum Mäuschen schreiben. Unsere Jüngste brabbelt ja schon das ein oder andere halbwegs verständliche, da hat sich seit dem letzten Monat nicht sooo viel mehr getan, dafür übt sie sich nun regelmässig im freien Stehen und hat richtig Spass daran. Manchmal schien es, dass sie vergass, dass sie sich irgendwo festhalten sollte, aber immer häufiger macht sie es auch bewusst. Gestern vor dem Mittagsschlaf ist sie x mal im Bett aufgestanden, balancierte sich ein wenig auf der Matratze und liess sich dann auf den Po und dann auch auf den Rücken plumpsen und fand das total lustig. So süss! 😀

Plötzlich braucht sie das Stillen wieder stark

Das Laufen wird dann auch noch kommen. Sie kann schon 1, 2 Schritte auf einen zustolpern, aber noch ist es mehr ein in die Arme Fallen lassen als ein Laufen 😉 Und so hätte es mich eigentlich auch gar nicht wundern dürfen, dass sie die letzten drei Nächte in Folge (heute ausgeschlossen, die Nacht war wieder super), plötzlich ein ganz ungewohntes Verhalten an den Tag legte. Sie wollte plötzlich ausschliesslich, viel und oft stillen. Schon zum Einschlafen dockte sie vor 2, 3 Tagen ständig wechselseitig an und ab – vermutlich weil einfach keine Milch mehr kam! Mit diesem „Ansturm“ hat mein Körper ja nicht gerechnet, trank sie doch meistens nur kurz und heftig. Es dauerte da sehr lange bis sie endlich Ruhe fand und einschlafen konnte. Das war am nächsten Tag besser, auch mittags, aber nachts kam sie rund 5x, teils mit nur einer Stunde Abstand und vorgestern hatte ich Halsweh und war selber viel zu wach, als ich ins Bett ging und natürlich dann auch an den nächtlichen Still-Sessions so dass ich zwei Tage lang kaum schlafen konnte (ich legte mich dann mittags notgedrungen hin, das hilft immer). Was das Ganze aber so erschwerte, war, dass sie nachts weder Wasser noch den Nuggi akzeptierte, was sie sonst problemlos nimmt. Natürlich stille ich sie immer 2-3x kurz, aber manchmal gebe ich ihr auch vorher Wasser und nach dem Abdocken den Nuggi, sofern sie nicht von selbst wieder einschläft und das klappt dann prima. Aber dieser Tage wies sie beides energisch von sich und zeigte deutlich, was sie will. Die hohe Beanspruchung führte meinerseits natürlich wieder zu Schmerzen, aber wund wurde es nicht, also Zähne zusammenbeissen und gewähren. Lustigerweise dachte ich noch 2 Tage zuvor, sie stille sich bald einseitig ab (kenne ich von der Maus schon, nur nicht ganz so früh), weil sie die linke Seite immer mehr zu verwehren begann. Das ist zum Glück wieder vorbei 😀

Mittagsschlaf – Tragetuch wird abgelehnt

Auch tagsüber stillte sie etwas öfter, denn es ergab sich noch eine weitere Änderung. Nahm ich sie sonst immer nach dem Mittag ins Tragetuch, wo sie meist rasch einschlief, so dass ich sie dann oben ins Bett legen konnte, so wehrte sie sich zuletzt so gegen das Tuch, dass ich mich wie abends mit ihr oben hingelegt habe. Sie schlief trotzdem gut ein, ich geniesse es jetzt aber umso mehr, sie auf Spaziergängen tragen zu dürfen – so schnell will ich mich dann doch nicht von unserer Tragezeit verabschieden! Das wäre ja furchtbar :‘-( Aber ich fürchte, so lange wie die Maus – über 4 Jahre lang Stillen & Tragen – wird das Mäuschen beides nicht wollen, snief! Ja, das Loslassen wird dann nicht einfach für mich… 😦 Dadurch, dass ich sie mittags also nicht mehr ins Tuch nahm die letzten Tage (kann sich ja wieder ändern? Vielleicht… Vormittags schlief sie nämlich einmal in der Trage auf dem Rücken ein weil sie so müde war), wollte sie natürlich zum Einschlafen auch stillen. Wir haben also recht viel gestillt die letzten Tage. Aber sie hat es offenbar gebraucht und jetzt kehrt es vielleicht wieder zurück zur Normalität und dann ist auch gut. Und, nein, sie ass noch nie viel, aber wir bieten ihr alles an. Und, nein, Zähne sind auch noch keine da, die Vermutung war da, dass die kommen weil sie letzte Woche mal derart schrie als ich sie ins Bett bringen wollte, aber da war es wohl einfach ein „ich will jetzt noch nicht schlafen“ und sie beruhigte sich da immerhin abends im Tragetuch (puh, Glück gehabt! 😉 und schlief ein.

Ab und zu auf’s Töpfchen

So, schätze mal, viele haben nicht bis hierhin gelesen, aber es tut sich halt immer viel in dem Alter, gerade wenn das Laufen und Sprechen lernen und dann vlt auch noch das Zähne kriegen alles zusammen kommt… ach ja, auf dem Töpfchen war sie letztens auch 2x erfolgreich. Ich möchte es nach dem Mittagsschlaf etwas „institutionalisieren„, also wenn sie nicht beim Aufwachstillen/-kuscheln schon in die Stoffi gemacht hat, setze ich sie drauf, da liegt ein schönes Buch daneben, dass wir dann miteinander anschauen. 2x kam da schon was, lustigerweise aber glaube ich erst dann, als ich kurz weg war. Mir scheint, sie will alleine sein dafür!? Morgens kuscheln wir meist zu lange oder der Druck ist auch zu gross, so dass die Windel meist noch warm ist, wenn ich sie abmache, dann setze ich sie nicht mehr aufs Töpfchen. Vielleicht wäre es abends vor dem zu Bett gehen noch eine Möglichkeit, mal schauen. Tagsüber lasse ich sie noch nicht unten ohne, da ist die Hektik meist zu gross, aber vielleicht, wenn es etwas ruhiger wird, phasenweise mal (für einen richtigen Erfolg wäre es wichtig, das 1-2 Wochen lang „durchzuziehen“ ohne Windeln).

Es braucht ein Dorf, sag‘ ich ja immer!

Für nächste Woche habe ich mir (zu?) viel vorgenommen und auch morgen abend will ich noch an einen Anlass, was mit der Hilfe meines Vaters, der die Maus zum Ballett fährt, und meines Bruders, der sie dort wieder abholt (der Mann weilt in Basel und kommt vermutlich nicht rechtzeitig), zu bewerkstelligen sein sollte. Den Grossen nehme ich evtl. mit oder lasse ihn zuhause und das Mäuschen könnte theoretisch mit, wenn ich das richtig verstanden habe. Nächste Woche hätte ich wiederum am Donnerstag einen Anlass, nur habe ich nicht daran gedacht, dass auch dann ja jemand noch die Maus fahren muss, da muss ich noch eine Lösung finden, sonst wird das nichts. Samstags fahre ich zu einer kurzen Blogger-Weiterbildung mit einer Kollegin und dem Mäuschen nach Zürich (drückt mir die Daumen, dass das klappt und meine Kleine sich von der besten Seite zeigt… ich erwarte allerdings kein Wunder, sondern schlimmstenfalls, dass ich vorzeitig den Raum verlassen muss :P) während der Opa und seine Frau mit der Maus und dem Grossen zum Schwimmkurs fahren und mit ihnen zu Mittag essen… und dann wurde ich noch für eine Kooperation angefragt betreffend einer Messe in Dornbirn, schätze allerdings, denen war das nicht ganz so ernst, ich habe nämlich nichts mehr gehört. Also sind wir dann vielleicht auch einfach noch auf dem Jahrmarkt in Schaan oder so 😀 Ja, mit Kindern muss man sich halt irgendwie organisieren, was nicht immer leicht ist, aber zum Glück nicht ausgeschlossen 😉

So, jetzt aber, ich habe fertig! Habe sicher die Hälfte vergessen! 😀 Aber es tat ganz gut, die ganzen Gedanken, Erlebnisse und Erfahrungen, mit denen man als Blogger ja immer irgendwie schwanger geht im Kopf, endlich mal niedergeschrieben zu haben. Wie geht es Euch denn so? 🙂 Freue mich natürlich immer über Feedback 😀

Bildlegende…

Das Foto zeigt übrigens unser Mäuschen im Wald bei einem unserer kurzen, sonntäglichen Familienausflügen. Es war herrlich, ruhig und kühl und es waren nur wir fünf und sowas saugt man dann auf, damit man die ganzen Tage alleine dann auch übersteht 😉 Vielleicht schreibe ich ja über die Foto-Serie aus dem Wald (ja, es gibt noch mehr) mal separat einen Beitrag, wenn es die Zeit zulässt, einfach weil ich die Bilder so toll finde, denn sie zeigen, dass es eigentlich nicht viel braucht… der Waldboden war der perfekte „Spielplatz“ für sie. Sie war so glücklich, da herumzukrabbeln ❤ Und natürlich haben wir die Kinder zuhause nach Zecken abgesucht und geduscht 😉

6 Kommentare zu “Alltagsbeitrag, wieder mal

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