10 Monate Mäuschen

Nun schreibe ich doch noch mal ein Monats-Update. Einfach so. Weil 10 so ’ne Zahl ist, und ach, wenn sie erst mal jährig ist, gibt’s nur noch Jahresupdates. Viel hat sich allerdings nicht getan. Sie arbeitet einfach fleissig an ihren neuen „Skills“ 😉 Weiterlesen

Sanfte Eingewöhnung…

Und nun komme ich endlich wieder mal dazu, einen persönlichen Beitrag zu schreiben. Dies, während das Mäuschen gerade in der Kita weilt. Ihr habt ja, wenn Ihr ab und zu hier mitlest, sicher mitbekommen, dass uns die Eingewöhnung des Mäuschens in der Kita bevorsteht. Diese Woche war es nun soweit und damit alles reibungslos laufen konnte, hatte ich so wenig wie möglich Termine ausgemacht, denn wir würden jeden Morgen in der Kita sein. Weiterlesen

Voll was los…

Mein letzter Eintrag liegt nun schon eine Weile zurück. Ich habe anstrengende Tage und Nächte hinter mir. Das „Highlight“ war wohl der sonntagabendliche Kinderarztbesuch mitten im Raclette-Essen für unsere Trauzeugen. Mein Sohn hat derart gehustet, dass mir Angst und Bange wurde. Kaum im Auto war der Anfall weg und ein Zäpfchen und ein paar Tropfen später fand er einen langen, erholsamen, tiefen Schlaf. Weiterlesen

Nota bene:

Eine Mutter machte mich darauf aufmerksam. Festgesessen in eben genau dem Rollenbild, das frau seit geraumer Zeit versucht, umzustossen, habe ich in meinem vorangegangenen Beitrag die Männer unter den Tisch fallen lassen. Wo immer „Mütter“ steht, kann man natürlich genau so gut „Väter“ einsetzen. Das ändert aber nichts daran, dass die Kinderbetreuung nicht mehrheitlich in fremde Hände gehört. Die Eltern, egal ob schwergewichtig Mutter oder Vater – idealerweise beide, sollten die zentrale Bezugsperson des Kindes bleiben. Im Geburtsvorbereitungskurs wurde uns werdenden Eltern die Aufgabe gestellt, anzugeben, zu wie vielen Prozent wir nach Ende des Mutterschaftsurlaubs arbeiten werden und zu wie vielen wir gerne arbeiten würden. Dabei ging es lediglich um die Aufteilung Mutter-Vater. Die meisten gaben ein „Ist“ an, bei dem der Vater zwischen 80 und 100%, die Mutter etwas weniger, beschäftigt sein wird. Das „wäre schön wenn“ ergab meist ein 50-50.

Als meine Eltern sich diese Gedanken machen mussten, entschieden sie sich für das klassische Modell. Meine Mutter verdiente zwar mehr als mein Vater, wollte aber ihre Mutterrolle wahrnehmen und ihre Stelle aufgeben. Mein Vater wäre bereit gewesen, mich zu betreuen und Hausmann zu werden – was er immer wieder betonte, wenn meine Mutter sich über ihre Situation beklagte. Damit wäre er wohl, Anfang der 90er Jahre, eine exotische Erscheinung gewesen. Doch trotz Bänz Friedli sieht es heute, 30 Jahre später, nicht viel besser aus.

Die Gesellschaft hat sich zwar in wenigen Jahrzehnten stark verändert, doch noch immer sind es die Mütter, welche ihre Beschäftigung einschränken oder aufgeben. Um dem entgegenzuwirken fördern die Regierungen Krippen, damit beides geht, anstatt, dass sie den Familien, die sich für eine (Beinahe-)Vollzeit-Betreuung ihrer Kinder durch Vater oder Mutter entschliessen, mehr Kindergeld in Aussicht stellen. So wäre wenigstens das finanzielle Problem keines mehr.

Und noch einmal: Eltern müssen und sollen zur Arbeit gehen. Wer wann zuhause bleibt, ist egal. Wenn beide arbeiten, darf ein Engpass auch mal durch Fremdbetreuung (also Kita, Nanny oder Tagesmutter) ausgeglichen werden. Dem Kind wird’s nicht schaden. Aber die fremde Obhut darf nicht die Überhand nehmen.

Besser und ganz ohne Kitas hat man’s früher gemacht und macht man es in anderen Kulturen noch immer: Das Zusammenleben in grossen Clans und Sippen sorgte dafür, dass die Kinder automatisch von mehreren Betreuungspersonen aufgezogen wurden. Eltern, Grosseltern, Onkel, Tanten, Geschwister, Nachbarn…