„Wo Liebe ist, ist Familie“

Unser heutiges Familieninterview dreht sich um einen kompletten Mädelshaushalt, nämlich eine Familie mit zwei Mamas. Choeden (37), Désirée (35) und die Töchter Norlha (5.5j) und Sonam (3j) leben in Winterthur. Die liebe Désirée kenne ich aus diversen Facebook-Gruppen da sie, so wie ich, Trageberaterin ist. Ich freue mich sehr, dass sie sich im Rahmen meiner Interview-Serie meinen Fragen stellte 🙂 Weiterlesen

Ich pack‘ meinen Koffer und…

Packen sollte ja eigentlich etwas Schönes sein. Da kommt doch so richtig Vorfreude auf, wenn man den Bikini aus der Schublade zieht oder ein Buch in den Koffer legt, auf dessen Lektüre man sich schon riesig freut. Ach, fast hätte ich es vergessen: das war mal so, ohne Kinder. Damals konnte sich das Packen auch schon mal über mehrere Tage ziehen wenn man sich wie Carrie Bradshaw fühlte beim Zusammenstellen der perfekten Urlaubs-Styles. Oder wart Ihr eher der pragmatische Typ, so wie mein Mann, der mit drei Handgriffen in den Schrank innert weniger Minuten seine Urlaubsgarderobe parat hatte? Das ist heute noch so. Und bei mir dauert es heute noch länger. Und endet meist damit, dass ich stapelweise viel zu viele Klamotten für mich und die Kinder auf den Küchentisch häufe, die mein Mann dann verstauen muss. Und irgendwas fehlt dann meist trotzdem. Was man natürlich erst am Urlaubsort merkt. Oder ich muss auf den letzten Drücker noch Sonnencreme kaufen. Immerhin bin ich noch nie mit abgelaufenem Reisepass losgefahren (und muss jetzt auch kurz hoffen, dass das auch nie passieren wird).

So. Packen mit Kindern ist ja nochmals eine grössere Herausforderung weil man für mehr als nur sich selbst denken muss. Sobald die Kinder alt genug waren, haben wir sie natürlich miteinbezogen. Mit dem Resultat, dass die Kinder ihren ganzen Kram anschleppten und natürlich sollte alles mit. Ein Haufen Kuscheltiere, ein Stapel Bücher, eine Kiste voll Lego – ähm, ja… liebe Kinder, wir ziehen nicht um, wir verreisen nur eine Woche 😉 Merke: Kinder brauchen ein klein wenig Unterstützung beim Packen. Und wir Eltern eigentlich auch.
Damit wir nichts vergessen, mache ich immer eine Packliste, auf der ich dann schrittweise alles abhäkle, was ich parat zum Einpacken habe. Diese Liste stelle ich Euch hiermit gerne als Download zur Verfügung, denn vielleicht hilft sie Euch auch 🙂

–> Packliste

Dazu noch ein paar Hinweise und weitere Tipps:

  • Die Liste ist für einen Familienurlaub ausgelegt, egal ob Badeferien oder nicht. Als Camper jedoch müsstet Ihr sie wohl noch um entsprechendes Zubehör ergänzen
  • Ich habe bewusst keine genauen Angaben bei der Kleidung gemacht, denn jeder muss selber entscheiden, was und wie viel er in etwa braucht – je nach Aufenthaltsdauer natürlich
  • Die zusätzlichen, freien Linien sind dazu da, damit ihr frei nach Euren Bedürfnissen ergänzen könnt
  • Was mir auch jeweils hilft, ist, für jedes Familienmitglied nochmals je ein Kästchen hinter eine Zeile zu malen, weil ja schliesslich z.B. jeder Kleidung braucht. Habe ich erst die Kleider für die Kinder parat gelegt, mache ich ein Häkchen für sie und lasse mein Kästchen noch frei…
  • Es gibt tolle Köfferchen für Kinder, wo sie ihre Siebensachen transportieren können (Kuscheltiere, Spielzeug. Kleider etc. kommen dann in den/die Elternkoffer.
  • Auch wenn Ihr kein Fan von Unterhaltungselektronik seid, für entspanntes Reisen ist es Gold wert. Egal ob im Auto, Zug oder auf Flugreisen – es kann immer zu Verzögerungen durch Staus, technische Defekte etc. kommen und dann heisst es Warten… Für diese Fälle haben wir im Voraus Kinderserien und -filme auf’s iPad gespielt, die auch ohne WLAN überall angesehen werden können. Evtl. Kopfhörer mitnehmen und Geräte natürlich vor der Abreise laden 😉

3 Monate Mäuschen

Heute ist mein kleines Mäuschen schon 3 Monate alt, d.h. vor ungefähr einem Jahr wurde ich schwanger. Es ist, als wäre es gestern noch gewesen, dass ich die Schwangerschaft bemerkte und mich über den wachsenden Bauch freute. Aber schon kurz nach der Geburt (an die ich mich auch noch sehr gut und gerne zurück erinnere) konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie es war mit so dickem Bauch am Ende der Schwangerschaft – schon verrückt. Schwanger sein fand ich, bis auf die letzten Wochen, immer sehr schön und so blicke ich natürlich auch ein wenig wehmütig zurück auf diese Zeit… hach… seufz… aber es geht hier ja um das Mäuschen, das unser Leben so schön bereichert… 🙂

Die Kleine überrascht mich wirklich immer wieder. Ich finde mich dann manchmal staunend vor und überlege, ob irgendwas mit meiner Milch nicht stimmt oder so, aber dieses Baby ist eins, das ich mir immer gewünscht habe, als ich mit den ersten beiden so richtig „auf die Welt kam“ und die anderen immer um ihre „einfachen und pflegeleichten“ Babys beneidete während ich dachte, ich mache bestimmt irgendwas falsch, aber nein, sie sind halt einfach alle anders… Sie schläft oft von selber ein, sogar alleine im Beistellbett. Sie trinkt mittlerweile wirklich gut und schnell an der Brust und sie schläft sehr gut. Am Dienstag (12-Wochen-Schub?) sogar mehr als durch mit über 9 Stunden am Stück! (Natürlich konnte ICH das nicht geniessen weil ich nachts doch noch oft erwache (Gewohnheit? Alarmbereitschaft?) und die grosse Maus zu mir rüber kam und dann herum nestete… Und am Donnerstag und Freitag wiederholte sie das Ganze mit 8 Stunden. (Danach erwachte sie wieder früher, aber mit einer nächtlichen Stillmahlzeit kann man gut leben…) Und sie kann teils auch schon eine ganze Weile zufrieden auf der Krabbeldecke liegen und sich ein wenig entdecken.
Und ja, das ist durchaus ungewohnt für mich, das kannte ich von meinen Grossen nicht. Als sie Babys waren, haben sie mich viel mehr gebraucht. Zum Teil fehlt mir fast die Nähe, ich sollte öfter mit ihr im Tuch spazieren gehen… 😉 Einfach so auf meinem Bauch liegen und kuscheln mag sie z.B. gar nicht, obwohl das andere Babys meist sehr geniessen – interessant, wie unterschiedlich Kinder doch sein können und dies von Anfang an, es ist also mit Sicherheit nichts, das man ihnen an- oder abtrainieren könnte.
Wenn ich mich abends neben sie ins Bett lege, dann schaue ich sie oft noch eine Weile an, wie sie friedlich schläft und fühle mich dann einfach nur unendlich gesegnet, dieses kleine Menschlein, dieses Wunder, bei mir haben zu dürfen. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Und vor lauter Glück kann ich in diesen Momenten oft eine Weile gar nicht einschlafen… es ist so schön, ihr beim Wachsen zuzusehen… und es geht so schnell! So anstrengend die Babyzeit sein mag, so schön ist sie auch, sogar das hatte ich fast vergessen!
Diese Woche habe ich noch Kisten der nächsten Grösse (68) ausgeräumt. So viele Kleider noch von der grossen Maus her… Kleider, die ich längst vergass und mich dann beim Herausholen jeden Teils freute, weil ich mich daran erinnerte, wie die grosse Maus sie trug…

Stillen & Schlafen
Wie erwähnt klappt beides wunderbar. Tagsüber sind die Schläfchen in letzter Zeit auch mal länger geworden, vielleicht kristallisiert sich da ja bald sowas wie ein Vor- und ein Nachmittagsschlaf heraus? Unterwegs stillen ist noch etwas doof und mühsam da ich zuhause wirklich v.a. im Liegen stille. Es geht einfach am besten – für uns beide. Wenn sie morgens aus dem Nachtschlaf erwacht, strahlt sie freudig an oder strampelt zufrieden rum und schaut sich um – einfach Zucker!

Motorik & Verhalten
Das Mäuschen ist schon richtig aufgeweckt, freut sich, wenn man sie anspricht und lächelt, hört aufmerksam zu, gibt Laute von sich.
Sie strampelt sehr viel rum, kann sich auf die Seite drehen aus der Rückenlage und lutscht oft an ihren Händchen.

Windelfrei
Klappt momentan erstaunlich gut zuhause. Wenn ich nicht abgelenkt bin oder sie während der Mahlzeiten im Baby-Set sitzt, dann erwische ich das meiste. Auch glaube ich, dass sie langsam „weiss“, dass ich reagiere und „wartet“. Natürlich reagiere ich relativ schnell, aber noch vor wenigen Wochen hat sie meist schon gepieselt, nachdem sie geschlafen hat tagsüber. Das kam nun nicht mehr vor, sie erwacht trocken. Nachts hängt es ein wenig von mir ab. Wenn ich früh genug erwache und nicht zu müde bin, halte ich sie erfolgreich ab. So bleibt nachts die Windel auch trocken. Die letzten Nächte war das immer so, so dass ich schon fast überlege, ihr nachts gar keine Windel mehr anzuziehen.

Nun steht uns die kommende Woche noch die grosse Herausforderung bevor, dass wir 2 Tage weg sind inkl. einer Übernachtung. Drückt mir bitte die Daumen, dass es gut klappen wird, es sie nicht allzu sehr verwirrt und wir zuhause wieder so weitermachen können wie bisher… ich habe da immer grossen Respekt vor solchen „Geschichten“, aber da sie ja offenbar ein wirklich unkompliziertes Kind ist, wird sie es wahrscheinlich viel besser meistern als ich 😉

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Einmal um die Welt in 18 Monaten

Ich habe Alexandra und ihre Kinder vor einigen Jahren im Mütterzentrum kennen gelernt. Wir haben uns nur sporadisch gesehen, aber sie war stets offen und freundlich, so wie ihre Kinder auch. Als ich erfuhr, dass sie eine Weltreise mit ihren Kindern planen, hatte ich grossen Respekt vor diesem Wagnis und war sicher auch ein wenig neidisch… gespannt verfolgte ich in der Zeit ihren Blog. Schon seit einer Weile sind sie nun zurück – mit festem Wohnsitz in Liechtenstein – und sie fand endlich Zeit um meine vielen, neugierigen Fragen zu beantworten. Ich hoffe Ihr findet das Thema auch so spannend wie ich 😉 

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Alexandra und ihre Familie mit gesamtem Reisegepäck in Myanmar.

Liebe Alexandra, Ihr seid, vor Eure Kinder die Schulreife erreicht haben, über ein Jahr lang auf Weltreise gegangen. Habt Ihr Euch damit einen lang gehegten Traum erfüllt oder entstand die Idee eher spontan?

Reisen ist eine gemeinsame Leidenschaft von meinem Mann und mir. Während des Studiums hatten wir bereits einmal die Möglichkeit, mit dem Rucksack loszuziehen. Damals waren wir 6 Monate in Südostasien, Australien und Neuseeland unterwegs. Eigentlich bestand der Wunsch seit unserer Rückkehr, eine solche Reise noch einmal zu unternehmen, nur wollten wir dann gerne länger reisen. Immer wieder „träumten“ wir davon. Bis der Punkt kam – circa 10 Monate vor Abreise – an dem wir uns selber fragten: „Träumen wir nur oder machen wir das wirklich?“ Soll heissen, geträumt schon immer, abgereist dann fast schon spontan.

Wie viel Zeit brauchtet Ihr um Euch vorzubereiten?

Wir liessen uns 10 Monate Zeit. Sicherlich kann man auch viel schneller abreisebereit sein – 6 Monate reichen vermutlich gut. Die eigentlichen Reisevorbereitungen (Routenplanung, Ausrüstung zusammenstellen, Impfungen etc.) machen Freude und laufen schon fast nebenher. Was Zeit und teilweise Nerven kostet, sind alle organisatorischen Dinge wie Krankenversicherung, Verträge auflösen, in unserem Fall die Wohnsitzregelung und natürlich die eigentliche Wohnungsauflösung.

Habt Ihr eine fixe Route eingehalten oder jeweils vor Ort entschieden? Ich meinte auch Ihr wart insgesamt länger unterwegs als ursprünglich geplant…

Erst einmal zur Frage, wie lange wir eigentlich bleiben wollten: Das Wort Sabbatical war für den Arbeitgeber meines Mannes damals noch ein Fremdwort. Maximal 2 Monate unbezahlten Urlaub wollte man uns zugestehen, wir selbst hatten uns ein Minimum von 6 Monaten gesetzt. Rückblickend waren wir oftmals dankbar dafür, dass es zu keiner Einigung kam. Wirklich frei und ungebunden zu sein, war ein wunderbares Gefühl, dass wir nicht gegen die Sicherheit einer bezahlten Arbeit bei Rückkehr tauschen möchten.
Wir hatten die Route nur grob geplant und grob eingehalten. Asien und Südamerika als Ziele standen schnell fest. Auch die Länder legten wir grob fest und die ungefähre Aufenthaltsdauer. Da wir allerdings keine Flüge vorgebucht hatten und auch kein festes Rückreisedatum hatten, blieb genug Spielraum, um flexibel zu agieren. So planten wir z. B. 2 Wochen Thailand und blieben letztendlich 2 Monate. Myanmar hatten wir vor Reiseantritt ausgeschlossen. Es schien zu unentwickelt, um dort entspannt mit Kindern zu reisen, auf vielfache Empfehlung von anderen Reisenden zog es uns aber dann doch für 4 Wochen dort hin. China betraten wir nur auf „Probe“ mit dem Gedanken, einfach weiterzureisen, falls es uns nicht gefällt – wir blieben 2.5 Monate. Auch für Südamerika wussten wir nicht viel mehr, als dass wir spätestens im Herbst in Peru sein sollten und Feuerland und Patagonien im Dezember und Januar besonders einfach zu bereisen sind. Also Eckdaten, die sich hauptsächlich am Klima orientierten.

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Laos, 4000 Islands, Alexandras Tochter auf dem Balkon des Hotelzimmers.

Hattet Ihr irgendwelche Bedenken vor Antritt der Reise?

Hauptsächlich in gesundheitlicher Hinsicht. Was tun, wenn der nächste Arzt weit entfernt ist? Als minimale Vorbereitung besuchte ich einen umfangreichen Erste-Hilfe-Kurs und natürlich liessen wir uns alle impfen. Generell war natürlich auch die politische Stabilität in unseren Zielländern ein Thema. Einige Länder schieden aus, weil sie uns zu unsicher erschienen, wie z. B. Kolumbien.

Welche Bedenken erwiesen sich tatsächlich als Thema während der Reise und welche nicht?

Zum Glück blieben wir von Katastrophen verschont. Eine schlimme Erfahrung war es allerdings, als unsere Tochter die Diagnose Dengue Fieber bekam. Aber wir fühlten uns im malaysischen Krankenhaus sehr gut aufgehoben. Infiziert hat sie sich übrigens nicht in einem Entwicklungsland, sondern in Singapur, am 3. Tag unserer Reise. Wir sahen allerdings viele Touristen mit schweren Verletzungen von Mofa-Unfällen. Und erlebten mit, wie sich ein Kind in einer abgelegenen Tempelanlage in Kambodscha eine Platzwunde zuzog. Auch Naturkatastrophen sind ein Thema, das einen begleitet. Freunde von uns hatten das Langtantal in Nepal gerade wenige Tage zuvor verlassen, als sich dort das schreckliche Erdbeben ereignete. In Quito lag kurz nach unserer Ankunft der Flugverkehr lahm, weil Vulkanasche den Himmel verdunkelte.

Waren Eure Kinder von Anfang an begeistert von der Idee, so lange auf Reisen zu gehen, all Ihre Sachen und Freunde zurück zu lassen oder gab es (auch während der Reise) Momente, in denen das Heimweh kam?

Unsere Kinder waren bei Abreise gerade 5 und 3 Jahre alt. Wir freuten uns auf diese Reise und unsere Kinder teilten diese Freude. Über unseren Sohn haben wir schon immer scherzhaft gesagt, dass er unser Reise-Gen geerbt hat, und unsere Tochter fühlte sich vermutlich einfach dort wohl, wo Mama und Papa sind. Unser Sohn war gerade wenige Wochen im Kindergarten. Nach einem schwierigen Start ging er sehr gerne dorthin und hatte sehr gute Freunde gefunden. Trotzdem stellte er unsere Abreise nie in Frage. Rückblickend bin ich sehr froh darüber, dass wir zu einem Zeitpunkt abgereist sind, als er gerne in den Kindergarten ging und die ersten „richtigen“ Freundschaften geschlossen hatte, so konnte er all diese guten Erinnerungen mitnehmen. Zugegeben, als die Oma für 4 Wochen zu Besuch war, war unsere Tochter drauf und dran, mit ihr nach Hause zu fliegen, und nahm es mir eine Weile krumm, dass ich es nicht erlaubte. Man konnte den Kindern durchaus anmerken, dass ihnen mulmig zumute war, als alle ihre Sachen in den Kisten verschwanden und unsere Wohnung leer wurde, aber letztendlich waren es ja nur Sachen und wir vier würden zusammen bleiben. Gegen Ende der Reise war es auffallend, dass unser Sohn immer seltener von Zuhause und seinen Freunden sprach. War es lange Zeit ganz wichtig, von jeder Station Postkarten zu schreiben, äusserte er diesen Wunsch nur noch selten. Umso toller war es, die ersten Treffen der Kinder nach der Reise mitzuerleben. Sie spielten und unterhielten sich, als ob wir nie weg gewesen wären. Das machte uns wirklich sprachlos.

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Die Tierwelt der Galapagos-Inseln war eins der Highlights auf der Reise, besonders für die Kinder

Was habt Ihr für die Kinder von zuhause mitgenommen (ausser Kleider, Medikamente etc.)?

Wenig und nichts Aussergewöhnliches – Platz und Gewicht waren stark limitiert. Wir hatten ein kleines Kuscheltier dabei, Stifte, Papier, ein Auto, Spielkarten … später ergänzten wir eine kleine Tüte Legosteine, Würfel … waren wir mehrere Tage am Strand dann kauften wir Sandspielzeug, einen Ball, Schwimmtiere und verschenkten es bei Abreise wieder. Ganz wichtig war unser e-book-Reader mit vielen auch immer wieder nachgekauften Kinderbüchern und der Laptop mit Hörspielen und Fotos … zum Geburtstag bekam unser Sohn dann einen mp3-player um unabhängig vom Laptop zu werden.

Was war für Euch das Schwierigste daran, mit Kindern zu reisen, was überraschte Euch positiv?

Eigentlich gab es nur positive Überraschungen. Mehr als einmal mussten wir feststellen, dass mit Kindern vieles sogar einfacher ist. Unsere Kinder fielen auf und sorgten immer wieder dafür, dass wir mit Menschen in Kontakt kamen. Das Alter unserer Kinder empfanden wir als sehr günstig. Sie waren gross genug, um ein Stück weit selbständig zu sein, nicht ständig unsere Aufmerksamkeit/Achtsamkeit zu benötigen, grössere Wanderungen/Besichtigungstouren zu meistern und gleichzeitig klein genug, um keine Privatsphäre zu brauchen und vorurteilsfrei erleben zu können. Die meisten Dinge vor denen wir am Anfang Respekt hatten, wie z. B. stundenlange Busfahrten, vielfach über Nacht, stundenlanges Stillsitzen im Kanu, erwiesen sich alle als unkompliziert. Unsere Kinder machten das super, überall fanden sich hilfreiche Menschen. Schwierig? Nun, man reist anders mit Kindern, aber die meisten Eltern kennen das… und die Dauer der Reise ist da auch eher nebensächlich. Wir reisen langsamer seit wir Kinder haben und haben das Strandburgen bauen wieder neu entdeckt, aber sonst…?

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Riesenschildkröten auf den Galapagos-Inseln/Ecuador.

Gab es Situationen, in denen Ihr Eure Reise beinah abgebrochen hättet?

Kurze Antwort: Nein 😉

Wie veränderte das Reisen Euch als Familie? Ihr seid sicher noch mehr zusammengewachsen… was noch?

Mit ein Hauptgrund für diese Reise war, dass wir das Gefühl hatten, im Alltag als Familie zu wenig Zeit füreinander zu haben. Obwohl mein Mann sehr geregelte Arbeitszeiten hatte, blieben am Abend gerade mal 2 Stunden bevor die Kinder schliefen. Natürlich gibt es auch persönliche Veränderungen in einer so langen Zeit, aber auch zu Hause hätten wir uns verändert. Ich habe das Gefühl mit jeder Reise toleranter zu werden, aber vielleicht ist es auch einfach das Alter 😉

Welchen Einfluss hatte das Reisen auf Eure Kinder? Wie hat es sie geprägt?

Im Vorfeld der Reise sind wir oft gefragt worden: „Warum macht ihr diese Reise jetzt, eure Kinder werden sich kaum an etwas erinnern können?“ Ich hoffe aber, es hat sie im Unterbewusstsein geprägt. Sie konnten unterschiedliche Religionen, Lebensweisen, Fremdsprachen etc. „erleben“. Dabei bin ich immer wieder überrascht, mit welcher Offenheit Kinder solche Unterschiede wahrnehmen bzw. auch gar nicht wahrnehmen.
Erstaunt bin ich auch darüber, an wie viel sich unsere Kinder sehr wohl erinnern, vor allem unser Sohn kann sich an viele Situationen ganz klar erinnern.

Was habt Ihr unterwegs am meisten vermisst, was nach Eurer Rückkehr?

Unterwegs: Rituale – die Weihnachtszeit mit all ihren Traditionen, Familienfeiern, gemütliche Nachmittage/Abende mit Freunden… Nach unserer Rückkehr: ein Leben ohne Terminkalender.

Ihr hattet viele, schöne Begegnungen mit fremden Menschen unterwegs, welche haben Euch am meisten beeindruckt und wieso?

Vorweg, eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass die schönsten Erinnerungen tatsächlich mit Menschen zu tun haben, die wir kennen lernen durften und erst danach kommen die Orte, die wir besucht und die Dinge, die wir gesehen haben. Oftmals sind es kleine Gesten, z.B. die Familie in Myanmar, die auf einer Zugfahrt ihr Essen mit uns teilte, verständigen konnten wir uns nicht. Oder die junge Mutter in China, die uns auf der Strasse weiterhalf und uns dann in ihre Wohnung einlud… bald war ihre ganze Familie, die Schwestern mit Ehemännern und ihre Mutter, versammelt, und noch bevor wir verstanden haben, was vor sich geht, wurden wir zu einem tollen Abendessen ins Restaurant eingeladen. Unbedingt erwähnen möchte ich hier auch das Couchsurfen. Das Konzept ist den meisten wohl bekannt, es mal zu machen getrauen sich die wenigsten. So ging es auch uns jahrelang. Diese Reise war Auslöser, es auszuprobieren, direkt bei unserer ersten Station in Singapur, und es hat uns alle begeistert. Das ist der einfachste Weg, mit Leuten in Kontakt zu kommen, ein paar Tage mit „Freunden“ zu verbringen. In der Tat sind wir noch mit vielen unserer Gastgeber in Kontakt und einige sind in wenigen Tagen zu Freunden geworden. So reiste uns ein japanischer Gastgeber nach Peru nach, um unseren Sohn an seinem Geburtstag zu überraschen 🙂 Auch die Kinder freuten sich immer, wenn wir wieder einen Gastgeber gefunden hatten und finden es jetzt toll, wenn Leute bei uns übernachten. Allerdings war das ständige Abschiednehmen durchaus schwierig.

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Machu Piccu/Peru: Bild mit dem japanischen Freund, den die Familie durchs Couchsurfing kennen lernte und der sie für eine Woche in Peru besuchte.

Hat das Geld, das Ihr für die Reise gespart habt, gereicht oder habt Ihr weniger/mehr gebraucht als erwartet?

Wir sind sehr genau mit dem geplanten Budget ausgekommen und wollen hier auch sehr offen kommunizieren. Aufgrund der gesammelten Informationen, auch aus anderen Reiseblogs, hatten wir uns ein tägliches Limit von 150 USD gesetzt (beinhaltet auch unsere Flüge). Dieses konnten wir im Schnitt sehr gut einhalten. Allerdings hätten wir einen grossen Puffer zur Verfügung gehabt, sodass wir finanziell gesehen sorgenfrei reisen konnten.

Wie reagierte Euer Umfeld eigentlich auf Euer Vorhaben, alles zurück zu lassen, die Wohnung und Jobs zu kündigen und die Welt zu bereisen?

So wie erwartet aus dem engen Familien- und Freundeskreis mit viel Unterstützung und Hilfe wo immer möglich. Diese Menschen kennen uns und wissen, dass wir nicht unbedacht handeln und man sich um uns (fast) keine Sorgen machen muss. Sehr oft haben wir zu hören bekommen: das passt zu euch!

Von unterwegs habt Ihr Eure Familie und Freunde etc. mit einem Blog auf dem Laufenden gehalten. War es kein Problem, regelmässig einen Internetzugang zu erhalten?

Das scheint heute weltweit kein Problem mehr zu sein. Selbst in Myanmar hatten wir eigentlich meist gute, kostenlose Internetzugänge. E-Mails lesen oder Skypen war nur in sehr abgelegenen Regionen – z. B. auf Wanderungen – nicht möglich. Wenn der Server bei meinen Eltern ansprang, weil wir wieder von irgendwo auf der Welt Bilder übertrugen, dann war das auch ein Lebenszeichen. Auch wir mussten immer wieder lächeln, wenn wir Vergleiche mit unserer letzten Reise zogen. Damals war ein Laptop im Gepäck undenkbar. Alle paar Tage suchten wir einen Internetladen auf, um E-Mails zu lesen. Unsere Fotos liessen wir damals noch auf CD brennen und schickten diese per Post nach Hause.

Irgendwann kam der Zeitpunkt, zurück zu kehren. Wie war das für Euch und die Kinder?

Nun, als es darum ging, einen Rückflug zu buchen durchlebten wir unterschiedliche Gefühle: Einerseits war es schwer, diese fantastische Zeit auch nur einen Tag früher zu beenden als nötig, andererseits stand für uns nie in Frage, dass das nur eine Auszeit ist. Gerade im Hinblick auf unsere Kinder wünschen wir uns ein „normales“ Leben mit Freundschaften und einem Zuhause. Nachdem der Flug gebucht war, fiel es auf einmal viel leichter, diesen Schritt zu akzeptieren, die letzten Wochen bewusst zu geniessen und sich auf die vielen Dinge zu freuen, die uns zu Hause erwarten würden.

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Chile. Die Familie hat gerade nach 5 Tagen erfolgreich den „W-Hike“ beendet.

War es von Anfang an klar, dass Ihr wieder zurück nach Liechtenstein kommen würdet?

Es war naheliegend. Liechtenstein ist seit vielen Jahren unser Zuhause. Unsere Kinder sind hier geboren, haben hier ihre sozialen Kontakte und auch viele unserer Freunde wohnen hier. Trotzdem hielten wir es uns offen, auch irgendwo anders im deutschsprachigen Raum sesshaft zu werden; eigentlich wollten wir es von den beruflichen Möglichkeiten meines Mannes abhängig machen. Da wir die Rückreise aber lange hinauszögerten, blieben nur wenige Monate bis zum Schulstart und so begannen wir sehr schnell damit, eine Wohnung zu suchen und uns regional festzulegen.

Wie schwer war es für Euch alle, wieder sesshaft zu werden, einen Job zu finden, in den Alltag zurück zu kehren?

Die Monate bis zum Schul- und Kindergartenstart waren immer noch erholsam. Überraschenderweise war die dringlichste Aufgabe die Anschaffung eines Autos nachdem wir 18 Monate prima ohne gelebt hatten. Zu Beginn der Schul- und Kindergartenzeit lebten wir noch in einer Ferienwohnung, unsere Wohnung konnten wir dann nach 2 Wochen beziehen, bis dahin war der Grossteil unserer Sachen eingelagert geblieben. Nochmal 6 Wochen später konnte mein Mann seine neue Stelle antreten. Damit waren wir dann wieder mitten im Alltag. Bis zu den Herbstferien brauchten die Kinder, um sich an den vollen Terminkalender zu gewöhnen, und wir Eltern auch. Inzwischen sind wir alle voll und ganz angekommen. Erst wenn man sich wieder bewusst macht, dass wir seit 10 Monaten zurück sind, merkt man, wie schnell die Zeit vergeht.

Wollt Ihr irgendwann wieder eine solche Reise machen oder wird es bei kleineren (Ferien)reisen bleiben, jetzt da Eure Kinder schulpflichtig sind?

Wie heisst es so schön: Nach der Reise ist vor der Reise. Wir lieben es, zu reisen und werden damit sicher nicht aufhören, aber wir müssen unseren Reisestil natürlich an die neuen Lebensumstände anpassen. Für die nächsten Jahre planen wir deshalb, vor allem Europa zu erkunden. Ein Wohnmobil wäre ein grosser Wunsch von uns! Aber wer weiss, was in 10 Jahren ist … 😉

Vielen Dank, liebe Alexandra, für das tolle Interview und die spannenden Einsichten in Eure Weltreise! 🙂 Wer Lust bekommen hat, detaillierter nachzulesen, was die Familie unterwegs alles erlebt hat, der kann dies unter folgendem Link machen: 

https://wir4unterwegs.wordpress.com/

 

Eine Grossfamilie lebt ihren Traum

Ich plane für die nächste Zeit ein paar Interviews mit Familien, die besonders sind oder etwas besonderes erlebt und viel zu erzählen haben. Falls auch Du Dich angesprochen fühlst, darfst Du mich gerne kontaktieren 🙂

Den Anfang machen Susanne und Helge. Sie leben mit ihren 8 Kindern in Feldkirch (Vorarlberg/AT), wo sie ein sehr selbstbestimmtes Leben führen. Ihre jüngeren Kinder besuchen keine Schule, sie sind „Freilerner“. Der Traum der Familie wäre ein gänzlich autarkes Leben.
Ich lernte Susanne bei einem Vortrag zum Thema „windelfrei“ kennen und habe sie auch schon zuhause besucht. Ich verfolge immer mal wieder in den sozialen Medien, was sie so macht.

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Liebe Susanne, Ihr seid eine Grossfamilie mit 8 Kindern, die sehr
selbstbestimmt lebt. Eure Kinder besuchen keine Schule, Ihr seid viel
unterwegs. Erzählst Du mir, ob Du das schon vor Deinem ersten Kind mit
Deinem Mann so „geplant“ hast oder ob es sich einfach so ergab?
Wir haben nicht vom ersten Tag entschieden eine Großfamilie zu werden und
unseren Kindern die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt und frei zu lernen.
Vielmehr ist das eine Entscheidung, die wir aufgrund unserer Erfahrungen
getroffen haben. Helge und ich stehen im ständigen Gespräch miteinander
und einmal im Jahr nehmen wir uns die Zeit und stellen die Weichen fürs
kommende Jahr.

Ihr habt in Feldkirch Euren festen Wohnsitz, verreist aber auch gern mal
für längere Zeit, z.B. nach Griechenland. Wie schafft Ihr es, für Euren
Lebensunterhalt aufzukommen? Seid Ihr beide selbstständig arbeitend?
Wir nutzen natürlich die Möglichkeit, unseren Kindern die Welt zu zeigen. Durch
meine Selbstständigkeit in einem nachhaltigen, ethischen Business, ist es mir
möglich, überall in Europa meiner Arbeit nachzugehen, selbstbestimmt und
frei.

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Wie funktioniert bei Euch das Freilernen, wie kann man sich das
vorstellen?
Freilernen ist eine Lebensform. Es gibt keine fixen Lernstunden oder Inhalte,
vielmehr können sich unsere Kinder frei nach ihren Interessen und Bedürfnissen
entfalten und dem intensiv nachgehen, was sie gerade beschäftigt.

Wie hat sich das Freilernen bei Euch entwickelt und hat eins der Kinder
je von sich aus den Besuch einer Schule gewünscht?
Die zwei älteren Kinder haben das Bildungssystem ganz normal durchlaufen.
Unsere jetzt 12-Jährige und der 10-Jährige waren einige Zeit in der Volksschule
und so kennen sie die Unterschiede sehr gut. Meine jüngeren Kinder wollen
weder in die Schule noch in den Kindergarten. Im Gegenteil, sie genießen ihre
Freiheit.

Haben Deine älteren Kinder bereits eine Lehrstelle/Praktikum oder was
machen sie, was haben sie für Pläne?
Meine zwei älteren sind ausgebildete Hotel-& Gastgewerbeassistentin
bzw. im 3. Lehrjahr zur Maschinenbautechnikerin. Die anderen Kindern
haben ebenfalls schon ihre Pläne 🙂

Du hast mal erwähnt, dass ein langfristiger Plan sein könnte, als Familie
gänzlich unabhängig von allem leben zu können. Ist das noch so bzw.
wie weit seid Ihr damit schon?
Da wir jetzt einem Business nachgehen, mit welchem wir frei von Ort und
Zeit arbeiten können, haben wir schon einen wichtigen Schritt in die
richtige Richtung getan. Autarkes Leben steht an nächster Stelle, braucht
aber noch etwas…

8 Kinder sind in der heutigen Zeit viel. Was bedeutet Euch das Leben als
Grossfamilie? Wie kann man sich Euren Alltag vorstellen?
Unser Alltag unterscheidet sich sicher nicht so viel von anderen Familien. Die
Mengen, die man kocht, werden größer, die Waschmaschine läuft öfter und
manchmal kann es turbulent werden. Zeitmanagement ist das Wichtigste.
Und dass man als Paar und Einzelperson nicht zu kurz kommt.

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Wünscht Ihr Euch noch weitere Kinder?
Unsere Familienplanung ist definitiv abgeschlossen. Ich möchte keine weiteren Kinder sondern mich der Familie und meinem Business widmen.

Wie schaffen Du und Dein Mann es, Zeitinseln für Euch als Paar zu
schaffen, nicht nur als Mutter und Vater zu funktionieren?
Konsequenz und Planung ist das Wichtigste. Unsere Paarbeziehung hat für uns
beide höchste Priorität und deshalb kann man sich seine Freiräume
durchwegs schaffen.

Wie reagieren die Menschen in Eurem Umfeld oder Menschen, die
Euch begegnen, auf Euren Lebensstil und wie gehst Du mit allfälliger
Kritik um?
Kritik muss nicht zwingend etwas Negatives sein. Ich höre mir immer gerne an,
was Menschen zu sagen haben. Natürlich löst sowohl eine große Familie als
auch unsere Lebensweise bei einigen Menschen Unbehagen aus. Im
respektvollen und wertschätzenden Gespräch bleiben – darauf das kommt es
an 🙂

Und wie ist es für Deine Kinder, wenn sie merken, dass Eure Familie
andere Wege geht wie viele andere oder wenn Sie mit Fragen
konfrontiert werden?
Unsere Kinder werten und vergleichen sich sehr selten und beantworten
Fragen zu unserm Leben sehr gerne.

Du berätst auch andere Familien rund um die Themen Erziehung, Stillen,
Tragen und Windelfrei etc. – was machst Du dort für Erfahrungen?
Viele Familien sind durch die Fülle an Information überfordert und freuen sich
dann wenn eine „erfahrene“ Mutter sie an ihr Bauchgefühl erinnert. Wieder in
sich reinspüren und aus der Fülle der Informationen lernen, seinen eigenen,
individuellen Weg in Selbstverantwortung zu gehen.

Wünschst Du Dir manchmal eine Veränderung in Deinem/Eurem Leben
oder ist es genau so wie Du es Dir erwünscht und erträumt hast?
Durch mein Business bin ich schon auf dem für uns stimmigen Weg. Ethik und
Nachhaltigkeit sind nur ein paar Schlagworte, die uns wichtig sind. Wenn wir
einen Traum haben, verfolgen wir den konsequent. Also kann man unterm
Strich sagen: Ja wir leben unsern Traum!

Unter den folgenden Links erfährt Ihr mehr über das Leben von Susanne und ihrer Familie. Ich bedanke mich herzlich für Deine Offenheit, Susanne! 🙂
Sicherlich ist sie auch offen für Eure Fragen, falls Ihr noch welche habt… 😉 Ich hoffe dieser kleine Einblick hat Euch gut gefallen 🙂

http://www.ohnewindel.at
http://ungezogen.blogspot.co.at

Unser Urlaub in Mallorca

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Noch ist es kühl und windig, die Sonne versteckt sich…

Bis jetzt war ich noch nach jedem Urlaub mit den Kindern froh, wieder nach Hause zu dürfen. Natürlich tat der Tapetenwechsel gut, aber entspannend war der Urlaub nie. Entweder schliefen die Kinder schlecht oder brauchten viel Zeit, um sich auf die neue Umgebung einzustellen… irgendwas war immer… aber heuer schien einfach alles perfekt! Die beiden lebten sich sehr schnell ein, konnten sich schon recht gut verweilen (zumindest die Maus war meist stundenlang im Wasser), stritten nie (zuhause ja noch dauernd…) und schliefen recht gut. Das Hotel bot wirklich sehr viel. Ein grosses Schwimmbad, drei kleinere (eines davon nur für 18+), ein Spassbecken mit Rutschen etc. für die Kids, einen guten Kinderclub (den die Maus bald täglich nutzte), 3x täglich ein sehr umfangreiches Buffet, ein Restaurant mit Take-Away und eine Bar, einen grossen Spielplatz mit Hüfburg u.v.m., eine Minigolf-Anlage und diverse Sportmöglichkeiten sowie ein Fitnesscenter und ein kleiner Wellnessbereich (davon konnten wir leider nichts nutzen, das war aber auch nicht weiter schlimm… Unser Zimmer war geräumig und

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„Innenhof“ des Hotels 🙂

war renoviert und die Wege waren kurz, sowohl vom Zimmer aus als auch von der Hotelanlage ans Meer und auch von der Liege zu den Toiletten oder zum Restaurant, wo es IMG_7274Getränke gab. Als All-inclusive-Gäste mangelte es uns also wirklich an nichts. Und das wollte ich auch. Buchten wir als Paar meist Halbpension um flexibler zu sein, so weiss man es als Familie mit Kindern, die meist nicht zu festgelegten Zeiten Hunger haben und zwischendurch immer mal wieder Lust auf Snacks oder ein Eis haben, zu schätzen, wenn man sich einfach ständig bedienen kann. Eine Truhe mit kleinen Wasserflaschen sorgte auch hier für Rundum-Versorgung während wir in früheren AI-Hotels noch Flaschen kaufen mussten weil es tagsüber nur Bechergetränke gab.
Was ich ebenfalls genial fand, war, dass das Hotel die „Bitte keine Liegen reservieren“-Regel auch wirklich durchzog. Meist steht das irgendwo und dennoch muss man morgens um 5 Uhr mit seinen Tüchern an den Pool hechten um noch einen Platz zu ergattern. Hier wurden Kärtchen verteilt mit dem Hinweis, dass die Tücher nach 40 Minuten entfernt werden sofern bis dann keiner den reservierten Platz auch einnimmt. Die Zeit reichte uns prima um die Tücher vor dem Frühstück zu platzieren und danach gleich die Plätze einzunehmen da wir meist zeitig um 8 Uhr auf waren. Also, liebe Hotels mit Pool und Liegenknappheit: bitte nachmachen!!!

Wir waren also sehr zufrieden, zumal wir es auch täglich schafften, uns einen Platz am „Chill-out-Pool“ zu reservieren, der bequeme Betten-Liegen hatte.
IMG_7201Zwar waren die ersten beiden Tage noch kühl und sogar ein wenig regnerisch und ich holte mir einen doofen Husten, aber danach wurde es schön warm. Der Strand war ebenfalls relativ sauber, bis auf einen Tag, an dem viel Seegras angespült wurde. Das Wasser klar, mit vielen Fischen darin und weit hinaus eben, so dass auch die Kinder gut darin stehen konnte. Auch kein zu hoher Wellengang – perfekt! Wie ich schon auf Facebook mehrmals schrieb: ich wäre am liebsten noch geblieben und ich würde wieder hierher kommen, wenn auch nicht im nächsten Jahr, denn mit einem 6 Monate alten Baby ist so ein Urlaub wahrscheinlich nicht optimal.
IMG_7164Übrigens haben beide Kinder im Wasser grosse Fortschritte gemacht! Der Grosse schwamm problemlos eine Länge im Pool. Schätze, wenn wir fleissig üben, wird er sich bald sicher im tiefen Wasser bewegen können 🙂
Fotos habe ich leider nicht so viele gemacht, hatte auch nicht immer das Handy am Anschlag (also viel weniger als zuhause 😉 Mein Mann ging einmal auf Fototour, es entstanden aber dennoch weniger Fotos als letztes Jahr. Ich hoffe Ihr könnt trotzdem einen kleinen Einblick gewinnen 😉
Vielleicht zeige ich Euch die Fotos meines Mannes noch, sobald er sie bearbeitet hat.
Auf Facebook und Instagram seht Ihr noch andere Bilder, die ich gemacht habe… viel Spass! 🙂

Ferienreif – morgen geht’s los!

Ich melde mich noch ganz kurz vor unserem Urlaub… denn wir sind alle ferienreif und freuen uns schon darauf, morgen am späten Nachmittag in Friedrichshafen in den Flieger gen Mallorca zu steigen 🙂 Die Koffer sind noch nicht gepackt, dafür schon Berge von Kleidern gewaschen (fast mehr als normalerweise nach dem Urlaub anfällt) und im Moment schanzen wir uns zuhause vor der Hitze ein… gestern waren wir im Freibad und heute hätten eigentlich zwei Playdates angestanden, die abgesagt wurden. So… mein Mann ist noch beim Chiro und ich hoffe, dass er morgen dann wieder einigermassen schmerzfrei und einsatzfähig ist… es ging ihm nicht gut in den letzten Tagen da die Schmerztabletten Bauchschmerzen verursachten, er diese also nicht wirklich nehmen konnte.
Es gibt nicht mehr viel zu berichten, aber ich freue mich einfach, trotz aller Widrigkeiten (z.B. dass mein Grosser immer einige Zeit braucht, um sich an einem neuen Ort einzuleben und eigentlich nicht so eine Wasserratte ist bzgsweise sich schnell langweilt und einfach sehr sensibel und schnell reizbar ist), mal 10 Tage lang an nicht viel denken zu müssen, keinen Haushalt und v.a. kein Einkaufen und Kochen, dafür aber täglich das Meer im Blick. Mein Mann meint ja immer, ich könnte auch woanders urlauben, da ich gar nicht sooo gerne im Meer bade und lieber am Pool liege weil ich den heissen Sand nicht mag, die Hitze allgemein), aber… allein die Präsenz des Meeres, der Blick auf die Wellen und das Rauschen – das ist schon meditativ und sobald abends die Sonne langsam im Meer versinkt und ein angenehmes Lüftchen weht, könnte ich ewig im Sand sitzen und die Füsse eingraben, dann ist das einfach schön und magisch und ich sauge das still in mir auf. Nächstes Jahr, wenn alles gut geht, werden wir, mit einem halbjährigen Baby im Gepäck, sicher weder fliegen noch sonstwie weit reisen, deshalb will ich diesen Urlaub einfach nochmal so richtig geniessen können – drückt mir die Daumen, dass das gut klappt. Da ich unterdessen auch im weit angenehmeren zweiten Trimester bin, d.h. kaum mehr Übelkeit, etwas mehr Energie (je nachdem wie die Nacht war 😉 und weniger Geruchs-Unverträglichkeiten, und der Bauch ja noch nicht gross stört, hoffe ich einfach, dass wir ein paar harmonische Tage verbringen können miteinander… wir werden sehen.
Auf jeden Fall wird es hier ruhig sein bis zu unserer Rückkehr, aber folgt mir doch auf Facebook und Instagram, denn ich werde Euch dort sicherlich regelmässig auf dem Laufenden halten 😉
Ach ja, morgen ist die Maus noch in der Kita und ich vlt nochmal im Sport und ich muss Euch noch kurz erzählen, dass die Maus langsam gross wird… gestern wollte sie nämlich ohne Nuggi ins Bett (das macht sie meist wenn sie beim Grossen schläft, aber dieses mal meinte sie, dass sie den ja schon für die Ferien eingepackt habe – aha! 😉 und zwar legte sie sich gestern ins grosse Bett (Mama’s und Papa’s ;), schlief dort dann aber ganz alleine ein, nachdem es stark regnete und hagelte, sie Angst hatte und ich sagte, dass ich keine Zeit habe, noch lange so neben ihr zu liegen weil ich noch Wäsche hätte etc. Ich ging dann runter, sie schloss die Tür und ich hörte und sah nichts mehr. Ja, auch Kinder, die jahrelang in den Schlaf begleitet werden, schaffen es irgendwann alleine 😉 Bei ihrem Bruder schlief sie auch schon ohne mich ein… 😉

Habt Ihr auch noch Urlaub und fahrt weg? Wenn ja, wohin? 🙂 Ich wünsche Euch auf jeden Fall eine gute Zeit und wir lesen uns bald wieder! 🙂

Ferien“lektüre“ für Vorschulkinder

Unser Urlaub nähert sich so langsam und es wurde Zeit, sich um „Unterhaltung“ für die Kinder Gedanken zu machen. Sei es für die Reise, im Flugzeug oder auf dem Flughafen, abends im Hotelzimmer oder auch im Restaurant – ich möchte nicht nur das Tablet als Notnagel haben, um die Kinder zwischendurch zu beschäftigen, sondern auch etwas Sinnvolles. Deshalb gehören in unser Reisegepäck nicht nur ein paar Vorlesebücher und wenige Spielsachen, sondern auch „interaktive“ Hefte – zum Malen, Rätseln und Kleben, wie diese hier aus dem Tessloff-Verlag:

Mitmach-Heft

Die thematischen Mitmach-Hefte aus der Reihe WAS IST WAS Junior eignen sich für Kinder ab 4 Jahren, wobei ich denke, dass auch ein Schulkind noch etwas damit anfangen kann. Wenn das Kind schon lesen kann, kann es nämlich die Rätsel auch alleine lösen. Solange es das nicht kann, macht es Sinn, sich gemeinsam mit dem Kind durch die Hefte zu „arbeiten“. Ausmalen kann es natürlich schon alleine, das Aufkleben der Sticker am richtigen Ort mit etwas Hilfe auch.
Die Hefte sind abwechslungsreich gestaltet mit Rätsel-Teilen, Ausmalflächen und dem grossen Stickerbogen in der Mitte. Lehrreich sind sie natürlich auch. Ideal für das Alter sind sie aber nicht mit zu viel Text überladen. Trotzdem braucht es die Unterstützung der Eltern, welche die Rätsel vorlesen und ein wenig helfen (zum Beispiel beim Verbinden der Zahlen bei Kindern, die sie noch nicht lesen und der Reihe nach verstehen können). Die Lösungen befinden sich zur Kontrolle im hinteren Teil des Hefts.

Malen und Rätseln

Diese Heftreihe von WAS IST WAS mini wendet sich an Kinder ab 3 Jahren. Sie ist ähnlich aufgebaut wie die Mitmach-Hefte, ebenfalls mit einem Stickerbogen, Rätseln und Ausmalflächen. Jedoch sind die Malflächen etwas grösser und dominanter und die Rätsel einfacher gehalten. Die übersichtliche Gestaltung mit nur wenigen Elementen ist ideal für kleinere Kinder, die sich noch nicht so gut und lange auf etwas konzentrieren können. Aber auch hier macht es Sinn wenn die Eltern das Heft zusammen mit den Kindern anschauen, besonders bei den Rätseln.
Da die Maus nach dem Sommer in den Kindergarten kommt, habe ich natürlich das passende Themenheft für sie gewählt.

Glitzerzauber-Malbuch

Ganz besonders für Mädchen ist dieses Heft. Ein reines Ausmalheft, bei dem auf vielen Seiten schon einige Flächen in Glitzerfarbe „vorgedruckt“ sind, siehe Fotos. Die Motive sind ansprechend und nicht zu detailliert, so dass auch kleine Hände sie gut ausmalen können. Meine Tochter steht, ganz ihrem Geschlecht entsprechend, auf Mädchenkram, auf Feen und auf Glitzer, also dachte ich, dass sie an diesem Heft bestimmt ihre Freude haben wird. Ausserdem übt sie sich immer mal wieder im Ausmalen und hat da in letzter Zeit auch schon einige Fortschritte gemacht. Ich zwinge meine Kinder nie zum malen, sie kommen immer von sich aus und wollen meistens eine bestimmte Vorlage aus dem Internet. Unterwegs geht das natürlich nicht, da eignet sich so ein Heft besser. Meist haben sie nicht ewig Geduld für’s (Aus)malen aber im Kindergarten wird das regelmässig gefördert, von dem her ist es gut, wenn sie sich jetzt schon ab und zu darin übt…

Übrigens machen die Hefte nicht nur auf Ferienreisen Sinn, sondern bieten auch zuhause zwischendurch eine gute Unterhaltung, z.B. an langweiligen Regentagen während der Ferien… 😉 Das Sortiment ist natürlich noch um einiges grösser, ich habe hier lediglich eine kleine Auswahl vorgestellt, es lohnt sich also, selber mal reinzuschauen, was Tesslogg alles zu bieten hat. Es ist für jedes Alter etwas dabei.

Und was gehört bei Euch bei Ferienreisen mit in den Koffer? Wie findet Ihr solche Hefte? Wir bedanken uns herzlich beim Tessloff-Verlag für das zur Verfügung stellen der Produkte.
Ich werde Euch in den nächsten Wochen noch andere Bücher/Hefte vorstellen. 

Unsere 2. Ferienwoche – mit Ausflug ins Legoland

So, wir sind dann mal wieder da. Also eigentlich schon seit Donnerstag aber aufgrund dessen, dass mein Mann die Woche Ferien hatte, war ich kaum am PC.
Unser Ausflug zum Legoland, schon das 3. Mal unterdessen, war wieder ganz gelungen. Die Kinder quengelten eigentlich erstaunlich wenig und mit dem Wetter hatten wir sehr viel Glück. Nur als wir am Mittwoch gegen Mittag ankamen, regnete es etwas heftig, aber da wir recht bald ins Restaurant gingen um zu essen, konnten wir das bestens überbrücken. Denn danach war der Regen kaum noch spürbar und die Kinder waren ja bereits in ihren Matschklamotten so dass auch die teils noch nassen Sitze kein Problem darstellten. Der grosse Vorteil aber am miesigen Wetter: es hatte kaum Leute und wir mussten nirgends lange anstehen. Das war echt genial und es war auch am Donnerstag noch so. Bei unseren ersten beiden Besuchen hatte es jeweils deutlich mehr Besucher. Den ersten Tag, der ja eh nur ein halber war, brachten wir also gut um. Bei Parkschluss fuhren wir ins Hotel (Ritterburg) und haben da nur den Fehler gemacht, vorher nicht für’s Abendessen zu reservieren. Die Hotels waren offenbar ziemlich voll (eigentlich fast nur Schweizer – Ferienzeit halt 😉 und entsprechend war es das Restaurant. Wir mussten eine ganze Weile warten und weil die Kinder langsam hungrig und müde wurden, holte ich das iPad. Damit war dann die Wartezeit auch gut überbrückt und wir bekamen einen Tisch. Da wir noch keine Lego gekauft hatten und alle müde waren, konnten wir im Hotelzimmer rasch das Licht löschen. Der zweite Tag blieb trocken und wir besuchten nach dem Frühstück von der Parköffnung um 10 Uhr bis nachmittags nochmals das Legoland, fuhren noch einige Bahnen, assen und tätigten den obligatorischen Einkauf im Shop. Übrigens haben wir heuer auch im Kleidergeschäft von LEGOWear etwas mitgenommen: einen Star-Wars-Pulli für den Grossen und eine Softshell-Jacke plus passender Mütze für die Maus (sie hatte keine passende mehr).
Ich denke aber, dass wir nicht unbedingt sooo schnell wieder hin müssen, denn die Maus ist mit ihren unter 100 cm doch noch recht eingeschränkt, was das Bahnenfahren betrifft. Sie musste 3-4 mal warten weil sie noch nicht mitdurfte und war entsprechend frustriert. Mit 110 cm können die Kids dann aber fast alles fahren und so würde ich gerne warten, bis sie diese Grösse erreicht hat. Ausserdem glaube ich, dass der Grosse es irgendwie „gesehen“ hat. Auch wenn’s ihm danach Spass machte, mussten wir ihn ein paarmal zum Fahren überreden. Sein Highlight ist jeweils, dass er sich im Shop etwas aussuchen darf, zu dem Thema poste ich dann separat mal was. Aber nur um Lego zu kaufen muss man nicht ins Legoland fahren 😉 Also tut vielleicht eine längere Pause ganz gut um es wieder spannender zu finden (auch für uns Eltern). Und zu viert Bahnen fahren ist natürlich super. Vielleicht ist die Maus ja in einem Jahr schon 110 cm gross, wer weiss? 😛
Den Rest der Woche brachten wir ganz gut um soweit. Natürlich war der Papa eine Weile mit dem Aufbau des vom Grossen gewünschten Pakets beschäftigt. Am Freitagnachmittag sind wir zum Playdate und am SA Morgen bin ich allein mit der Maus einkaufen und zum Jahrmarkt gefahren. Den Kids merkte man dann abends an, v.a. dem Grossen, dass er den ganzen Tag nicht draussen war. Deshalb haben wir für heute einen längeren Waldspaziergang eingeplant. Die frische Luft tat uns allen gut 😉
So, und ab morgen dann also die letzte Ferienwoche aber ziemlich alleine… aber die eine Woche packen wir auch noch und die eine oder andere Spielverabredung wird sich schon noch ergeben 😉 We’ll take it easy! Habt noch einen schönen Abend! 🙂

PS: Fotos auf Facebook! 😉 Sorry, hatte keine Zeit, sie herunterzuladen…

Unser Abstecher ins Tessin (ans Filmfestival in Locarno)

Mein Mann wurde ja von Geschäftspartnern am Donnerstagabend mit Begleitung ans Filmfestival in Locarno eingeladen (Cinéasten unter Euch wissen Bescheid 😉 Da mein Vater mehr oder weniger mit seiner Partnerin im Tessin lebt, schlug mein Mann vor, dass wir die Kinder mitnehmen und noch 1-2 Tage anhängen wenn wir denn schon mal da wären. Das Tessin liegt bekanntlich im Süden der Schweiz und versprüht rundum italienischen Charme – von der Sprache bis zu den Palmen. Und so fuhren wir am Donnerstagnachmittag mit gepackten Koffern los, meine Wenigkeit sehr beunruhigt (grundlos, wie sich herausstellen sollte). Wir checkten im Hotel ein (Casa Berno, wunderschön an einem Hang in Ascona gelegen), wo wir zwei Nächte verbringen würden (wir verlängerten eine Nacht damit wir am Geburtstag meines Vaters am 15. August noch da waren). Ein paar wenige Fotos findet Ihr übrigens auf Instagram und Facebook (sh. Seitenleiste hier). Mein Vater holte dann die Kinder ab, wir machten uns noch ein wenig frisch und begaben uns zum Apéro/Kennenlernen und anschliessend zu einem leckeren 5-Gänger auf die schöne Hotelterrasse. Danach wurde unsere Truppe mit einem Postauto abgeholt und direkt vor dem VIP-Eingang in Locarno wieder abgesetzt. Wir mussten nicht lange warten, nahmen die uns zugewiesenen Plätze mitten auf der Piazza Grande ein und warteten auf den Filmbeginn. Wir schauten uns „La Vanité“ an, ein Werk aus der französischen Schweiz. Vielleicht will ihn sich ja noch jemand anschauen, deshalb verrate ich nicht zu viel. Es geht um Sterbehilfe, es spielt sich fast alles in einem Motel ab und der Film hat zwar durchaus Humor, was einen aber nicht davon abhält, sich der Vergänglichkeit des Lebens bewusst zu werden.
Immerhin konnten wir den Film ohne Ablenkung schauen da klar war, dass die Kinder tatsächlich problemlos bei Opa übernachten würden (Grosser hatte das Gegenteil angekündigt und wir waren unsicher, ob es klappen würde).
Nach dem Film wurden wir wieder abgeholt. Leider war es noch recht warm und so endete die erste, kinderlose Nacht leider ohne Ausschlafen. Die Sonne heizte schon früh ins Zimmer. Aber die Nacht schlief ich glaube ich immerhin durch 😉
Das Frühstück auf der Terrasse war lecker und angenehm (es war dunstiger geworden und es wehte eine schöne Brise). Nach einem Telefonat mit meinem Vater war klar, dass wir den Tag für uns hatten da sie für die Kinder schon einiges geplant hatten (u.a. eine Bootsfahrt) und sie uns offenbar auch nicht allzu sehr vermissten. Da das Wetter zunehmend schlechter wurde, kam weder Sonnen noch Baden in Frage (den Hotelpool nutzten wir also nicht). Mit dem Hotelbus fuhren wir dann in die Stadt und schlenderten ein wenig durch die Gassen und die Seepromenade entlang. Vorher aber mussten wir uns einen Schirm kaufen denn an schlechtes Wetter hatten wir gar nicht gedacht. Wir genossen noch ein Eis und fuhren dann wieder ins Hotel, wo wir uns noch ein wenig ausruhten und schliefen bevor wir dann mit dem Auto nach Locarno fuhren. Auch dort pilgerten wir ein wenig der Promenade entlang und durch die Stadt, über die Piazza. Wir nahmen einen Imbiss und schlenderten ein bisschen durch die Läden. Zwischenzeitlich regnete es immer mal wieder. Am Abend fuhren wir dann wieder gen Ascona und assen in einem Restaurant an der Seepromenade zu Abend. Pasta und Pizza natürlich 😉 Nach einer Woche mit nur einer Trainingseinheit und zahlreichen Ess-Sünden muss ich mich jetzt wieder aufraffen um in einen gesunderen Rhythmus zurückzufinden 😛 Aber ab und zu darf man La Dolce Vita geniessen, vor allem wenn man fast in Italien ist 😉 Wir verweilten noch ein wenig an der Promenade, wo ich zuletzt als kleines Kind war (Erinnerungen wurden wach) und fuhren dann als es dunkelte und wieder mehr tröpfelte, zurück ins Hotel. Ich war zwischendurch immer wieder recht nervös und checkte ständig mein Handy. Zum Glück wurde ich regelmässig mit Statusberichten und Fotos versorgt 🙂 Es war mir wichtig, zu wissen, dass die Kinder, die noch nie zusammen so lang von uns getrennt waren, zufrieden waren. Aber das klappte wirklich hervorragend und das Klappbett, dass uns für die zweite Nacht ins Zimmer geschoben wurde, blieb unbenutzt. Mein Vater rief noch vor 22 Uhr an um zu berichten, dass beide problemlos eingeschlafen waren. Ich vermisste die Kinder aber freute mich auf eine ruhige Nacht und ein gemeinsames Frühstück mit allen 🙂 Ich schlief nicht besser in dieser Nacht (war 2-3x wach), aber ein wenig länger 😉 In Ruhe packten wir dann noch und warteten dann auf unsere „Babysitter“ und die Kinder. Die Wiedersehensfreude war gross, wir gratulierten dem Geburtstagskind und frühstückten noch einmal, dieses mal alle zusammen, auf der Terrasse. Unsere Kinder waren bestens versorgt und dürfen sicher wieder einmal bei ihrem Opa und seiner Partnerin sein 🙂 Auf der Nachhausefahrt und die erste Zeit zuhause merkten wir beim Grossen dann doch sehr deutlich, dass er wohl das Heimweh kompensieren muss. Er stand ziemlich neben sich, hatte sich aber abends wieder beruhigt. Zusammen mit ihm schauten wir uns um 22 Uhr noch das Feuerwerk zum Staatsfeiertag an (es hatte leider den ganzen Tag geregnet so dass wir lieber zuhause blieben. Und heute Mittag waren wir im Hallenbad.

Ich wünsche allen einen schönen Rest-Sonntag und morgen wieder einen tollen Wochenstart!